Bulgarien - 12. August 2020
Stadtbesichtigung und -bummel
- Das „Todeva”_________________Das „Dedo Pene”_____________Der Glockenturm
Trotz des heutigen Ruhetages hieß dies nicht unbedingt, daß es ein Ausschlaftag war! 9.00 Uhr war Abmarsch zur Stadtbesichtigung von Bansko zu Fuß. Bansko ist der bekannte Höhenkurort (871m über Meereshöhe) am Fuße des Piringebirges. Unmittelbar vom Hotel aus begann die hübsche Altstadt. Insofern mal eine der hölzernen Türen geöffnet war, konnte man auch einen Blick in einen Innenhof erhaschen.
- Für Petrus reserviert_______Farbenfrohe Ausgestaltung_______Jesus mit Aposteln
An den Häusern außen sind als Tradition oft „Erinnerungsanzeigen” in Folie verpackt angebracht. Damit erinnern die Bewohner an ihre Verstorbenen des Hauses. Diese Anzeigen bleiben oft Jahre hängen! Unser erstes Ziel war die Dreifaltigkeitskirche mit ihrem Glockenturm, der weit sichtbar ist. Die Kirche lag hinter Mauern mit einem schönen „kühlen Garten”! Bansko wurde bekannt durch Holzschnitzereien und Ikonenmalerei. Kirill (schreibt sich doch nicht wie das damalige Sturmtief Kyrill!) mit seinem umfassenden geschichtlichen Wissen informierte uns umfangreich! Wir absolvierten die Fußgängerzonen der Stadt.
- Denkmal der Historiographie____Wehrhaftes Haus______________Schattiger Garten
Das nächste Highlight war dann das Haus des Ikonenmalers der Kirche”!” Ein hübsches kleines Anwesen - schattiger Hof - in der ersten Etage die Wohnräume, die von einer großen, offen gelegenen, überdachten Terrasse (in der warmen Jahreszeit als täglicher Wohnraum im Freien genutzt) abgingen. Ein Traum von Wohnen für die damalige Zeit. Selbst Toilette (Holz-Plums-Klo) und Bad (hölzerne, etwas unförmige Badewanne) befanden sich in Extraräumen. Alles sehr sehenswert.
- Arbeitszimmer________________Gästezimmer________________Schlafzimmer
Zwischendurch verabschiedeten wir unsere Schmalspurbahnfahrer (Rhodopenbahn). Sie wollten die restliche Zeit des Tages mit dieser Bahnfahrt hin und zurück ausfüllen - schöne Landschaften/Tunnel genießen. Wir führten die Stadtbesichtigung weiter.
- Nigelnagelneuer Weg__________Die Waschmachine____________Nette Begegnung
Es ging über eine neue, mit EU-Geldern angelegte Spazieremeile, an einem kleinen Bad gelegen, weiter. Wir trafen auf eine Sonnenuhr, die aber nicht so eindeutig die aktuelle Zeit anzeigte!?! Kirill zeigte uns dann die Waschmaschine. Eine imposante Gerätschaft: ein großer, hölzerner, runder Trog (ca. 3-4m im Durchmesser), in den am Rand Bachwasser über eine Holzrutsche reinfließt. Durch den seitlichen Einfluß entsteht ein Strudel in dem Trog, ähnlich dem Wellrad unserer alten WM-66. Man kann dann große Wäschestücke (Decken, Teppiche, …) auf ganz einfache Art „waschen lassen”! So wie das Wasser ununterbrochen reinfließt, läuft es auch durch Öffnungen rundum am Boden wieder ab! Geniale Idee!! Dann war die Stadtführung am Ende.

- Im Retro-Café
Wir vier suchten erst einmal etwas zum Sitzen und kehrten im „Retro-Kaffee” ein. Im Hof waren im Grünen etliche schattige Sitzmöglichkeiten. Unsere
alleinreisenden „Mädels”
Angeregte Diskusion
hatten auch bereits dieses hübsche Kaffee entdeckt und klönten bereits im Hof. Danach tummelten wir uns auf/in den Fußgängerzonen, um etwas
zu shoppen! Karin wurde fündig für die gewünschten Holzrührlöffel
Da wird sich Falko aber freuen
für Falko. Und Heidi entdeckte eine wunderschöne Stola auf einem Handwerksmarkt.

- Es brauchte noch etwas

- In freudiger Erwartung
Inzwischen war schon früher Nachmittag und unsere Mägen meldeten sich. So kehrten wir noch in ein hübsches Restaurant mit netter Außensitzmöglichkeit ein, um eine Kleinigkeit zu essen. Das Abendbrot war doch noch etwas fern. Allerdings zogen langsam graue und schwarze Wolken auf, wie es der Wetterbericht vorhergesagt hatte. Auch grummelte es und die ersten Blitze zeigten sich. Wir konnten noch zu Ende speisen, mußten uns nach dem Bezahlen aber doch noch kurz ins Restaurant flüchten. Ich hatte als Einzige einen Schirm dabei. So kamen Karin und ich gut ins Hotel. Heidi und Jost liefen dann so mit Tuch zurück. Bei Ankunft im Hotel kam aber bereits die Sonne langsam wieder raus.
Die Zeit bis zum Abendbrot verbrachten wir auf den Zimmern. Dabei konnten wir im Hof die Säuberung und Neubefüllung des Pools beobachten. Die zwei Männer reinigten den Pool wirklich sehr gut! Hätten wir Frauen nicht gründlicher gemacht/machen können! Kurios war nur, daß das Warmwasser im Zimmer während der folgenden Fülleraktion des Pools nicht mehr lief!!? Als wir zum Abendbrot (heute im Hotel!) gingen, steckten wir mal die Finger in den Pool: Und siehe da, er war sehr warm - zu warm, um baden zu können!!! Fanden wir schon schräg, das Warmwasser des Hotels für die Füllung zu verwenden! Erst am nächsten Tag war die Temperatur soweit runter, daß man baden konnte. Es nutzten dann aber auch nur zwei Personen!!!
- Abfahrt!_____________________Ankunft_____________________Malerischer Sonnenuntergang
Nach dem Abendbrot wollten wir uns in den Hof setzen, um aus diesem Buch hier bisher erfolgte Einträge vorzulesen. Aber Norbert heftet er sich an unsere
Fersen! So ließen wir dies und quasselten bei einem letzten Drink noch bis so 22.00 Uhr. Da kamen dann erst unsere Zugfahrer zurück! Zum Abendbrot erfuhren wir, daß aufgrund
eines Erdrutsches die Bahn auf der Rückfahrt bei Ausfahrt eines Tunnels 
Abrupter Halt
stark bremsen mußte und es zu Stürzen und zum Glück wohl aber nur leicht Verletzten gekommen war!
Gerhard und Traudl, unsere Ältesten, kamen zwar auch sehr stark zu Fall und lagen längs im Wagen. Sie kamen aber beide mit Schreck und Prellungen davon. Es dauerte wohl zwei
Stunden, bis endlich jemand vor Ort war und die Rückfahrt mit Rücksetzen des Zuges zum letzten Bahnhof, dann Busfahrt zur Umfahrung der Unglücksstelle und nochmals Fahrt
mit dem Zug nach Bansko organisiert wurde! So war es ein langer Tag (ohne Essen) für unsere Bahnfahrer. Kirill hatte sie persönlich vom Bahnhof wieder abgeholt! Zum
Glück sind alle wohlauf.
Ute



