Bulgarien - 3. August 2020

- _____Samokow
Auf dem Zekiritza-Kamm
Im Hotel gibt es ab 7.30 Uhr Frühstück – aber keine Minute eher. So warteten wir also noch fünf Minuten auf unseren Morgenkaffee (überraschend aus dem Automat, dafür aber als Espresso – American – Cappuccino – Latte Macchiato etc. deklariert), obwohl wir schon um 6.30 Uhr unseren Wecker hatten klingeln lassen. Ansonsten konnten wir unseren Hunger gut stillen: am Buffet gab es Bratei, arme Ritter, Fettgebäck, (Bulgarischen Quark), Wurst, Joghurt, Toast und dunkles Brot, Salat etc. Die Auswahl war groß und ausreichend.
Nach dem Zähneputzen und Toilettengang war die Abfahrt mit dem Bus um 8.30 Uhr, wobei auch alle Wanderfreunde pünktlich erschienen. Wir fuhren bei leicht bedecktem Himmel, aber
circa 18°C los. Wasser, Brot, Käse, Wurst, Sesamriegel und Nüsse waren unsere Ausbeute. Gemüse hatten Schneiders noch aus Berlin dabei. Und Ute hatte sich ihre Verpflegungsstullen vom Vortag
gut eingeteilt… Weiter ging es mit dem Bus über drei Straßendörfer
Entlang der schwarzen Iskar, vorbei an Feldern, Wiesen und vielen Störchen, die hier beheimatet sind.
- Königskerze_______________Johanniskraut und Enzian____________Sempervivum
Heute stand als erste Wanderung die circa 17 km lange Strecke zum Zekiritza-Kamm mit 600m Steigung und 450m Abstieg auf dem Plan gegen 9.30 Uhr warf uns unser Busfahrer an einer „Einflugschneise” zum Wald bei bereits herrlichem Sonnenschein und circa 22°C ab. Nach Korrektur der Bekleidung und Auftragen von Sonnencreme ging es los. Wir stiegen peu à peu über Waldwege, herrlich mit Blumen übersäten Wiesen (große Königskerzen, wundervolle Hornveilchen, überall blühender Thymian etc.) immer höher hinauf, was bei der sengenden Hitze schon einiges abverlangt. Zum Glück passierten wir zwei Wasserquellen, wo wir unsere Wasservorräte wieder auffüllen konnten. Und Ute konnte gleichzeitig ihre heißgelaufenen Füße (in Sandalen!) abkühlen.
- Die erste Rast________________Da wandern wir auch noch______Unser Matallurge
An einer Kapelle für den heiligen Pantaleon machten wir die erste zehnminütige Pause und beobachteten einen Schäfer mit seiner Herde. Weiter ging es hoch und runter des Weges, hauptsächlich vom Wald gesäumt, so daß es hin und wieder Schatten gab. Auf einer Lichtung ließen wir uns auf Baumstämmen nieder, um unser Picknick zu genießen. Alle ließen sich die Einkäufe vom Supermarkt schmecken. Das war gegen 14.00 Uhr.
- Auf dem Kamm_______________Blick nach Osten_____________Und jetzt bergab
Wir liefen weiter, zum Glück dann abwärts. Die letzten vier Kilometer durften wir auf einer alten Asphaltstraße laufen, die aber kaum noch eine Asphaltdecke hatte. Links davon verlief ein
kleiner Fluss
Garnicht schwarz, die Iskar,
und an einer Straßenkrümmung wies sogar ein Wanderschild den Weg. Dort wurde das Fließ durch viele Steine gestaut, was einen hübschen Anblick ergab. An dieser Stelle,
der auch als Parkplatz für einheimische Wanderer dient, konnte unser Veteranen Gerhard eine Mitfahrgelegenheit ergreifen, die für seine Gesundheit sicher besser war. Wir liefen unter Kirills
Anleitung noch 20 Minuten weiter und wurden dann von unserem wartenden Busfahrer wieder empfangen.
- Malerische Winkel...___________...überall____________________Und Kleider
Gegen 16.15 Uhr fuhren wir nach Samokov, wo wir noch eine Stadtführung durch unseren Reiseleiter erhielten. Wir waren gegen 17.00 Uhr in der Stadt, wo wir mit der Besichtigung eines Nonnenklosters begannen. Da aber gerade ein Gottesdienst abgehalten wurde, konnte uns Kirill die Kirche des Klosters nicht näher beschreiben.
- Altes Brunnenhaus_____________Historisches Museum__________Die Moschee
Wir begaben uns auf einen Spaziergang durch die noch offensichtlich vom Sozialismus geprägte Kreisstadt. Kirill erläuterte uns diverse Denkmäler großer Bulgaren, zeigte uns
Bibliothek
Von Adlern bewacht
und Kulturhaus, 
Und Rittern
Museen und Gedenkstätten. Interessant war zu hören, daß im vorigen Jahrhundert hier die Eisenindustrie zu Hause war.

- Markttag ist auch

- So fertig wie wir
Mit einem Einkauf im BILLA für den morgigen Wanderausflug beendeten wir die Stadtbesichtigung. Gegen 18.45 Uhr waren wir wieder mit dem Bus im Hotel. Das Abendessen wurde 19.30 Uhr eingenommen wieder in teilweiser Buffetform. Anschließend gegen 20.30 Uhr fand unsere tägliche Information zum morgigen Wanderausflug statt – es soll zu den sieben Seen gehen. Ich jedenfalls war „platt” an diesem Tag. Circa 17 km, Hitze und Sonne, bergauf und -ab, meine Knochen wollten nicht mehr. Todmüde fiel ich gegen 22.30 Uhr in den erholsamen Schlaf.




