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Cape Kiti

Montag
17. Mai 2010

 
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Die Ankunft weiterer Gäste

Nach dem Frühstück begannen die Aufräumungsarbeiten, damit wir Matthiesens gebührend empfangen können. Die Zimmer wurden gut durchlüftet und die Waschmaschine beladen und angeschaltet. Ein größerer Tisch wurde auf die Terrasse getragen und mit dem kleinen runden kombiniert. Leider funktionierte die Waschmachine nicht nach Heidis Wünschen, weil der Wasserdruck auf Null fiel. Aus eben diesem Grunde konnte ich auch die Terrasse nicht absprengen. So beließ ich es nach dem Beschneiden der umgebenden Flora beim Zusammenfegen und Entsorgen der Pflanzenteile. Irgendwann erholte sich dann der Wasserdruck und das Spülprogramm konnte zu Ende gebracht werden. Jetzt brauchten wir nur noch einzukaufen und Briefmarken zu besorgen.

In der Bäckerei fragte ich die Verkäuferin, wo es denn in Parekklisia Briefmarken gäbe. Dort unten beim Bücherladen hätten wir gute Chancen. Vielen Dank! Im Bücherladen kamen wir dann immerhin einen Schritt weiter. Wir erhielten zwar keine Briefmarken, aber die Telefonnummer von Antre, dem Post Office Leiter und Postboten (99-116982). Wir könnten mit ihm absprechen, wie wir zu unseren Briefmarken kämen. Oder sollte sie das machen? Ja, gern. Ab 15.00 Uhr wäre Antre im Post Office anzutreffen, Da wollten wir eigentlich am Strand liegen. Ansonsten gäbe es noch die Möglichkeit, im Gemeindezentrum nebenan Briefmarken zu erwerben. Ach so? Also nichts wie hin und nochmals vielen Dank. Und tatsächlich bekommt man am Empfang des Gemeindeamtes Briefmarken. Das Porto für Postkarten beträgt laut Auskunft einer netten Amtsmitarbeiterin -,53€ Wir bräuchten also je eine 51 und eine 2 Cent Marke pro Karte. Leider waren nur noch zwei 51 Cent-Marken in der Mappe auffindbar. Wieder wurde Antre angerufen und diesmal gebeten, für Nachschub zu sorgen. Entweder heute bis 14.30 Uhr oder dann hald morgen können wir die je 20 Briefmarken im Gemeindeamt abholen. Wir waren ganz nah dran.

Auf dem Rückweg wollten wir mal den dritten an der Umgehungsstraße gelegenen Supermarkt ausprobieren. Zuerst warfen wir einen Blick in den Fischladen. Im Eis liegend harrten die Fische ihres Verkaufes. Beim Fleischer fragten wir nach Lamm, woraufhin der Meister eine Keule aus dem Kühlraum holteund mit seinem Messer die gewünschte Teilungsgröße fragend markierte. Genau so! Das Lamm paßt geschmacklich hervorragend zu den schon vorbereiteten, grünen Bohnen. Und auch der Supermarkt erinnert eher an einen solchen, als die beiden anderen Geschäfte. Allerdings kann er obst- und gemüsemäßig nicht mit dem mittleren Markt mithalten. Der Blumenkohl sah aber wirklich gut aus. Mit brauner Butter wäre das ein tolles Mittagessen. Wurde es auch. Genügend Bier war kaltgestellt und so konnten wir in Richtung Cape Kiti zum Baden aufbrechen.

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Ganz schön stürmisch
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Der Leuchtturm

Das Kap liegt ganz in der Nähe des Flughafens Larnaka, so daß wir es nicht mehr weit zu Matthies' Niederkunft haben würden. In Pervolia waren die Schranken vor der Fußgängerzone offen, was den Weg an den Strand vereinfachte. Am Strand angekommen blies eine ausgesprochen starke Briese von Südsüdwest, was zu einem heftigen Wellengang führte und Heidi veranlaßte, den Korb nach oben zu ziehen - Badeverbot. Also gingen wir mit Rückenwind am Strand entlang, am Leuchtturm vorbei, ums Kap herum und schlagartig herrschte Stille - Windstille. Jedenfalls fast.

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An der Strandstraße

Kinder planschten in der ruhigen See. Wir gingen die Treppen und blieben dann auf dem Weg oberhalb des Strandes. Ein geschlossenes Hotel als erster Eindruck wirkte eher trist. Von den Strandhäusern scheinen die mei­sten ebenfalls verlassen, die Gärten vertrocknet. Jedes dritte bis vierte Haus ist bewohnt, manche besitzen einen Pool. In einem Garten war Plastik­rasen verlegt, was sicher die pflege­leich­teste Variante ist. Vielleicht liegt es daran, das noch Vorsaison und keines der zwei Restaurants geöffnet ist. Gebaut wird aber immer weiter, obwohl hier und da Häuser zum Verkauf stehen. Eventuell können hier Steuersparmodelle umgesetzt werden. Uns gefällt dies zeichentischartige, baukasten­mäßige Anlage überhaupt nicht.

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Da sind sie ja endlich

Pünktlich um 18.10 Uhr fuhren wir am Flughafen vor, fragten nach der Park­platz­zufahrt und stellten den Octavia unter 5B ab. Wegen technischer Probleme mit der Stromversorgung zog sich das Aussteigen wohl etwas hin. Endlich um 19.10 Uhr konnten wir unsere Miturlauber Karin und Günter in die Arme schließen. Jetzt wurde Günter noch als weiterer Fahrer bei Sixt registriert, bevor wir das Gepäck im Auto verstauten. Für 4,60€ ließ sich die Park­schranke öffnen.

Erste Neuigkeiten austauschend fuhren wir zu unserer Mühle. Dort wartete das Abendessen schon darauf, fertiggestellt zu werden. Und ein Begrüßungstrunk wollte auch getrunken werden. Mit kühlem Bier und kühlem Wein stießen wir auf unseren Urlaub an. Das Essen wurde in den höchsten Tönen gelobt. So eine Lammkeule mit grünen Bohnenist schon was Leckeres. Und als Nachtisch hatten wir noch eine ganz besondere Kekskreation im Angebot.

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Karin und Heidi gemütlich...
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bei Günter und Jost

Da würde ein Espresso gut zu passen, warf Karin ein. Eine entsprechende Maschine steht ja bereit. Wasser und Kaffeepulver ind die dafür vorgesehenen Tanks und Filter gefüllt und eingeschaltet. Gleich kann's losgehen mit dem Nachtisch. Dachten wir. Nach sieben, acht Tropfen Kaffeeextrakt passierte nichts mehr. Der Dampfdruck war laut Anzeige und auch vom Aufschäumdampfknopf her vorhanden, aber es passierte einfach nichts. Nach zwanzig Minuten schaltete ich die Maschine aus, ließ den Dampf entweichen und löste den Filter. Das Kaffeepulver schwamm im heißen Wasser. Keine Idee. Nochmals Wasser in den Tank gefüllt, und eingeschaltet. Jetzt bequemte sich der Espresso, wenn auch wesentlich langsamer, als man es aus Cafés kennt, ins Kännchen zu fließen. Eine schwere Geburt. Zum Glück konnten die Kekse nicht kalt werden. Als Karin dann zu stark ermüdete, lösten wir die lustige Runde auf. Kalinista!

Jost

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