Irland - 28. August 2023

- _________Donegal
Die Sleave League Cliffs und Folklorepark
Nach der ersten Nacht im neuen Hotel beklagte nicht nur Heidi die harten Matratzen. Und es gab ein weiteres Handikap, das Wasser der Dusche hatte nicht mal die Kraft einen Strahl zu bilden. Wir teilten uns die geplante Duschzeit, Heidi betröpfelte sich fünfzehn Minuten und ich gar nicht. Das Frühstück war akzeptabel und daß das Hotel nicht auf Petras Wunsch, ab 7.00 Uhr zu frühstücken, einging, kam uns eher entgegen. Wir verließen den geistlichen Ort also erst gegen 8.15 Uhr diesmal bei Regen, um zu den Sleave League Klippen zu fahren.

- Am Startpunkt
Berry ließ uns am unteren Tea Room raus, weil wir den Rest bis zum Startpunkt der Wanderung mit einem Shuttlebus zu fahren hatten. Der Washing Room wurde ausgiebig genutzt. Am finalen Parkplatz angekommen, konnte jeder für sich entscheiden, ob er gleich wieder umkehren wollte oder nicht. Das Retourshuttle sollte um 13.00 Uhr starten, also in zweieinhalb Stunden. Inzwischen zeigte sich uns die Sonne wohlgesonnen. Der Wanderweg hoch zu den besten Aussichtspunkten war wie gewohnt vorbildlich ausgebaut. Von der Anlage her ordnete ich den Weg als Synthese des ersten (Moher) und des zweiten (Connamara) ein.

- Die Sleave League Cliffs
Als Petra uns wissen ließ, daß der schönste Abschnitt der Fotostrecke absolviert sei, entschieden sich einige von uns, den vorgegebenen Zeitrahmen auszunutzen und noch zwanzig Minuten an der Küste weiterzulaufen. Als nach der vorgegebenen Zeit auch noch grober Niesel einsetzte, kehrten wir um. Ich versuchte meine Regenhose in Aktion zu bringen. Aber bevor es zur Premiere kam, hatte es schon wieder aufgehört mit dem himmlischen Wasser. Wir holten sogar noch unsere Hauptgruppe wieder ein.
- Blick nach Osten______________Wir mittendrin_______________Blick nach Westen
Zwanzig Minuten vor der verabredeten Zeit trafen wir für die Rückfahrt an Ort und Stelle ein. Die Zeitlücke schlossen wir mit einem einzelnen Cappuccino, jetzt im feinen Niesel. Wir hatten nämlich keine Lust gehabt, auf der Zubringerstraße im Nieselregen schon mal vorzulaufen, wie es einige Mitreisende taten. Als endlich der Shuttlebus mit zehn Minuten Verspätung eintraf, saß nicht unser Spezi Joe am Steuer sondern Patrick, der von der getroffenen Absprache nichts zu wissen schien. Zum Glück war für uns Zurückgebliebenen noch ausreichend Platz in Patricks Bus. Er wußte angeblich auch nicht, ob Joe gleich kommen würde. Aber so ging es ja auch. Unterwegs wurden keine weiteren Mitreisenden aufgepickt und wir mußten nun aufpassen, daß wir am Tearoom auch ausstiegen. Unterwegs war uns dann doch Joe mit seinem Bus begegnet. Was soll's?

- Pfarrer McDyer
Nach dem Genuß eines echt irischen Kaffees fuhren wir weiter zum die Glencolumbkiller Heimatmuseum. Ein Pfarrer hatte vor Zeiten die Abwanderung der Einwohner stoppen wollen, indem er durch den Aufbau des Museums ein attraktives Ausflugs- und Touristenziel, für das auch Arbeitskräfte gebraucht wurden. Die Hütten und Häuser waren beispielhaft für das 18., 19. und das beginnende 20. Jahrhundert mit charakteristischen Möbeln, Heizsystemen und sonstigen Utensilien liebevoll ausgestattet. Am Eingang traf man gleich auf die Wachsfigur des Initiators im Pfarrhaus.
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- 18. Jahrhundert________Strohgedeckt___________________20. Jahrhundert
Eine Kirche gibt es nicht, aber doch eine Schule und einen Pub mit Kaufmannsladen. Der Besuch war absolut eindrücklich. Solche Dachkonstruktionen wie hier hatte ich noch nirgends gesehen. Der Irish Coffee war wirklich, wie von Petra prophezeit, besser als der am Cliff.
- Das Schulhaus_______________Pub und Laden_______________Originelle Dächer
Zurück im Hotel bereiteten wir uns auf das Abendessen vor. Wir mußten beim Eintreffen unsere Wahl treffen. Heidi wählte panierten Brie, Tagliatelle Carbonara und Profitterols. Ich entschied mich für Fish Chaume, Fish and Chips sowie Käsekuchen. Zufrieden war Heidi nur mit Vor- und Nachspeise. Den Hauptgang ließen die meisten, die Nudeln gewählt hatten, zurückgehen – ungenießbar. Als Ersatz wurden Kartoffelchips gereicht. Ein alternatives Gericht wollte niemand. Bei mir war das Chhaume zu sehr verdickt. Man hätte die Meeresfrüchte nicht mit einem Durchschlag von der Suppe trennen können, aber rauspicken ging einigermaßen. Der Hauptgang war dafür vollkommen gelungen. Der Käsekuchen, der gestern noch gelb war, kam Heute rosa mit Erdbeeraroma an. Das nur zur Information.
Anschließend versorgten wir uns an der Bar mit Getränken und setzten uns mit Mitreisenden in die Lobby, um über den FC Köln und Gott und die Welt zu quatschen, bis die Wirkung des Schlummertrunkes einsetzte.
Sleep well!



