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Rückreise

Sonnabend
15. September 2018

 
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Auf nach Hause

Für den letzten Morgen dieses wunderbaren Urlaubes hatte Heidi den Wecker auf halb­sieben gestellt. Wir frühstückten gemütlich, bereiteten unseren Reiseproviant und packten die restlichen Dinge in unsere Koffer. Nach dem Wiegen mußten wir doch noch mal ein wenig umpacken, weil der große Koffer ein Kilo Übergewicht hatte. Wir beließen es dann bei guten 23 Kilo. Das sollte doch reichen. Ein letzter Rundgang durch diese hübsche Ferienwohnung förderte nichts Vergessenes zu Tage. Also ab mit dem Gepäck ins Auto. Das Navi meinte, daß wir den Flughafen schon um 12.15 Uhr erreichen würden. Das wäre nicht mal vier Stunden, denn es war gerade halbneun. Das sah doch gut aus bis hier hin.

Der Sonnabendliche Morgenverkehr war praktisch nicht vorhanden und so kamen wir bestens voran. Bei der Höchstgeschwindigkeit von 70 mph (112 km/h) verläuft alles sehr ruhig auf den Autobahnen. Die erlaubten 60 mph (knapp 97 km/h) auf den Landstraßen erreichten wir prak­tisch nie. Entweder geben es die unübersichtlichen und kurvigen Straßen gar nicht her oder ein LKW bremste uns aus. Bis Bristol brauchten wir auch wegen des anfänglichen Landstraßenabschnittes schon 2 Stunden. Aber da war dann auch in etwa die Hälfte der Strecke geschafft.

Am Rastplatz Westbound machten wir eine Pause. Die belegten Brote mundeten uns gut zum Tee. Wir vertraten uns die Füße und nutzten die sanitäre Angebot, bevor wir das letzte Viertel der Strecke in Angriff nahmen. Ein Stückchen ging's noch gut, aber dann landeten wir doch im Stau und der zog sich. Ein Glück, daß wir genügend Zeit hatten. Eine halbe Stunde später passierten wir die Ursache der Verstopfung. An einer Ausfahrt wollten ungefähr die Hälfte der Autos die Autobahn verlassen. Es waren etwa die Verhältnisse wie in der Hochsaison in Italien an der Ausfahrt zum Gardasee.

Endlich wieder die 70 mph auskosten, das war doch was. Die 25 Meilen zum Terminal 5 würden wir auch noch schaffen. Dann galt es jedoch, die Mietwagenstation zu finden. Das gelang leider nicht auf Anhieb. Ich hatte nur nach „Car Rental” Ausschau gehalten, aber die verschiedenen Anbieter sind sehr verstreut aufgestellt. Jedenfalls lan­de­ten wir bei Avis anstatt bei Hertz direkt am Terminal 5. Einmal falsch abgebogen, kommt man nicht mehr umhin, die Schranke zu passieren. Na jedenfalls konnte ich den Avisman nach dem Hertz-Standort und den Weg dorthin fragen. Und da wir schon mal am richtigen Terminal waren, ließ ich Heidi mit dem Gepäck gleich dort.

Jetzt war es einfach, obwohl die Ausschilderung eher bescheiden ist. Die Rückgabe brauchte keine 5 Minuten. Von dem etwas abgelegenen Standort wird man mit einem kleinen Shuttlebus zum Zielterminal gefahren. Das Warten auf den Transfer dauert länger als die Rückgabe des Wagens, aber nicht wesentlich.

Heidi war schnell gefunden und wir konnten unser Gepäck aufgeben. Das geschieht hier an Automaten. Die lesen dein Ticket ein, wiegen den zugehörigen Koffer und drucken die Klebeetiketten aus, die man dann selbst anbringen soll. Eine junge Angestellte der British Airways half uns. Zuerst gaben wir auf Heidis Flugticket den kleinen Koffer auf. Schwupps, weg war er. Dann kam der große Koffer auf die Waage und plötzlich stand etwas von 80,-£ wegen 500g Übergewichts auf dem Monitor. Schock, schwere Not, der andere Koffer war ja schon weg und Umpacken nicht mehr möglich. Ins Handgepäck mit den 500g? Da kam uns wieder unsere Betreuerin zur Hilfe, sie korrigierte die Eigenmächtigkeit des Automaten und brachte die Zusatzkosten auf null. Danke sehr.

Da wir noch reichlich Zeit hatten, gab ich unsere letzten Pfunde für Kaffee aus. Lesend und tagebuchschreibend, wie so oft, nutzten wir die Wartezeit. Weiterhin lief alles wie am Schnürchen. Der Flug verlief ruhig und wir kamen pünktlich in Tegel an. Der Taxifahrer brachte uns bestens nach Hause, wobei die Taxifahrt aufgrund der Gesprächsthemen, die auf teilweise identische Interessen bezüglich Reisen und Familienleben schließen ließen, sehr kurzweilig verlief.

Bei einem Glas Sekt wurden die Koffer ausgepackt, bei einem zweiten Glas das Abendbrot bereitet und mit dem dritten der Urlaub endgültig als einer der schönsten beschlossen.

Gute Nacht!


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