Vollbild Vollbild Vollbild Lenzerhorn 2906m

Nationalfeiertag

Sonntag
1. August 1999

 

... mit Feuerwerk

Das Frühstück mundete allen ausgezeichnet und bereitete uns auf einen längeren Feiertagsspaziergang vor. Zuerst nahmen wir Valbella in Augenschein, um an der dortigen Information ein wenig bergan zu laufen. Unser Domizil liegt auf 1509 m ü.N.N. und 300 Höhenmeter sollten für's erste genug sein. Über Spoina ging's nach Tgantieni, der Mittelstation der Scalottas Bergbahn (Sessellift), wo wir den allgemeinen Durst löschten. Im Val Sporz wurde auf einem Holzstapel Brotzeit gehalten (1538 m ü.N.N.). Die half pipe in Lenzerheide hatte es Maximilian angetan (1476 m ü.N.N.) und so absolvierte er ein kurzes Trockentraining. Am See antlang spazierten wir 'gen Casoja. Wir konnten junge Taucher (Vögel) beobachten und eine hektische Entenfamilie. Ein großer, schwarzer Hund schwamm erstaunlich schnell zu seinem Frauchen, das ihn mehere Male einen roten Ball aus dem See apportieren ließ. Ob sein Gebell nun ein Ausdruck der Freude oder des Mißmutes sein sollte, war für uns nicht erkennbar. Es war aber lustig anzuschauen. Das Finale der Formel I bekamen wir noch gut mit. Nur Heidi las lieber beim Cappuccino.

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Blick über den Heidsee_________Blick auf den Heidsee__________Tgantieni mit Lenzerhorn

Anschließend begaben wir uns zum "Waldfest", das anläßlich des Nationalfeiertages vom örtlichen Eishockeyclub veranstaltet wurde. Maximilian ging nach einer Sprite allerdings lieber scaten, was im Endeffekt nicht von Erfolg gekrönt wurde, da es leicht getröpfelt hatte und die half pipe so nicht benutzbar war. Wir kosteten die hiesigen Kalbsbratwürste und Weine. Als wir eigentlich aufbrechen wollten, lud uns unsere nette Tischnachbarin auf ein Glas Wein ein. Ein halber Liter Weißwein kostete übrigens 20,- Franken. In lockerer Runde kamen wir uns schnell näher und Falsche auf Flasche wurde geleert. Loni, so hieß die verschlossene Schweizerin, machte uns auch mit den anderen Tischgenossen bekannt: Susy mit "y", Ursina und Franziska hielten kräftig mit beim Weinverkosten. Selbst Ursinas 80-jähriger Vater war gut dabei. Lonis Bruder Paulin war eine Zeitlang Gemeinderat gewesen und der neue Kurdirektor Herr Wagenseil (seit vier Monaten im Amt) fanden sich auch noch ein. Der Kurdirektor stammt, wie sich später herausstellte, aus einer im 14. Jahrhundert in Berlin ansässigen Familie. Es war sehr nett. Wir tauschten mit Loni und Susy die Adressen aus, als das Festzelt gegen 18.30 Uhr schloß. Die Verabschiedung viel sehr herzlich aus.

Maximilian lag daheim zwischen den Sesseln und las wieder einmal nicht. Wie schon erwähnt, hatte es mit dem Scaten nicht so richtig geklappt und da half nur der Fernseher beim Totschlagen der Zeit. Heidi bereitete leckere Nudeln und spielte mit Maximilian Federball, bis wir endlich genug Hunger hatten. Maxi behauptete zwar, er habe gewonnen, dabei kann es sich aber nur um eine weitere Erfahrung handeln. Abends bewunderten wir noch Rolf als Indianerhäuptling im "Tatort". Er hat seine Sache wirklich ganz toll gemacht. Insgesamt ging es um einen leicht wirren Fetischjäger, der den Sioux eine Maske wiederbeschaffen wollte.
Na ja. Wir gingen leicht nachdenklich zu Bett.

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