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Der 14. Wandertag

Sonnabend
15. August 2020

 
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________Sofia

Stadtführung Sofia

Auch heute heißt es, um 7.30 Uhr zum Frühstück „eilen”, damit es um 8.45 Uhr mit dem Bus ins Zentrum Sofias gehen kann. Hier im Hotel BUDAPEST befindet sich der Speisesaal im Untergeschoß. Das Frühstück wird jedem auf drei Tellern serviert; einem mit Ei, Schinken, Toast in Ei gebraten („Armer Ritter”), Butter, Wurst, Gurke, Tomate; auf dem zweiten Teller Käse und Marmelade und auf dem dritten Obst: Melone und Pflaumen. Natürlich gibt es Brötchen und frische Croissants - herrlich - und Kaffee oder Tee sowie Saft. Also, hungern muß hier niemand…

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Hier sind alle drauf

Gestärkt und die strahlende Sonne begrüßend, stiegen wir diszipliniert zur genannten Zeit in unseren Bus. Der bringt uns nach circa 15 Minuten zum Ausgangspunkt unserer heutigen Stadt­besichtigung, zum Newski-Platz, wo wir natürlich die Kathedrale Alex­an­der Newski, das Wahrzeichen Sofias, be­sich­tigen. Kirill erläutert uns von außen und innen dieses riesige Gebäude und die Bedeutung für die Einwohner Sofias. Außerdem ist heute Maria Himmelfahrt also Feiertag, der hier entsprechend und mit einem pompösen Gottesdienst begangen wird. Wir können für circa 30 Minuten Zeugen dieses imposanten Vor­ganges werden und sind doch erstaunt, wie viele Leute sich dazu im Gotteshaus (und alle mit Maske) eingefunden haben. Die Mehrheit der Bevölkerung Bulgariens ist der bulgarisch-orthodoxen Kirche zugehörig, es gibt aber auch Katholiken, Protestanten, Juden, wenige Moslems und Romas. Vor der Kathedrale jedenfalls wird dann noch ein wunderbares Gruppenfoto gemacht. Es sind auch alle Mitglieder der Reisegruppe und unsere Reiseführer Kirill und Wolfgang darauf, weil wir einen Passanten baten, das Foto zu machen.

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St. Joseph (kathol.)____________Die Kathedrale_______________Banja-Baschi-Moschee

Es war inzwischen 10.45 Uhr und wir gingen zum Bus, der uns einige Ecken weiter wieder entließ. Nun erkundeten wir bis gegen 13.00 Uhr die Stadt beziehungsweise das Zentrum zu Fuß. Wir sahen die Kirchenhäuser aller Religionen, wobei die in der Mitte stehende Moschee heute ein Museum beherbergt. Neben den Religionshäusern zeigte uns Kirill die vielen Ausgrabungsergebnisse in dieser Stadt.

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Im U-Bahnhof__________________Römischer Thermenbau__________Sweta Petka

Sofia hat eine jahrtausendealte Ge­schich­te, die einem fast an jeder Ecke 20200815_120134.jpg
Territorium des alten Serdica
ins Auge fällt. Viele archäologische Funde wurden aufwändig sortiert, dokumentiert, saniert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Und immer noch sind Grabungen und Erkundungen von Archäo- und Geologen im Gange, unter den jetzigen Straßen und Plätzen gibt es noch viele Zeugen der Uraltgeschichte der Stadt zu finden.

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Echt warm___________________Herr der Quelle_______________Historisches Stadtbad

Wir wurden auch hier auf die Thermalquellen aufmerksam gemacht und wunderten uns darüber, daß dieses Wasser mit 45-75°C nicht als Heizmöglichkeit genutzt wird. Es gibt hier in Sofia aber genug öffentliche Brunnen, wo sich jeder Einwohner bedienen und Wasser kostenlos abzapfen kann. Dafür ist das alte Stadtbad nicht mehr in Betrieb. Manche Dinge muß man nicht verstehen, als Fremder sowieso nicht!

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Die Zentralmarkthalle__________________Feiertags doch ruhiger

Kirill zeigte uns die Zentralmarkthalle Sofias, wo wir auch einen Blick hinein werfen konnten. Aller­dings vorerst nur für den Besuch der Toilette, die hier übrigens 80 Stotinkis kostete (ist unüblich, fast immer war das WC kostenlos). Da die Geschäfte auch an Feiertagen ganztägig geöffnet sind (täg­lich), sollten wir Einkäufe für den freien Nachmittag vormerken.


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Wir sahen die Regierungsgebäude der der­zei­tigen Staatsmacht, vor denen seit geraumer Zeit auch demonstriert wird, in dem die vorbeiführenden Straße blockiert werden. Aller­dings nur in der Zeit zwischen 19.00 und 22.00 Uhr, womit die Wirkung doch zu bezweifeln ist. Die Regierungsgebäude sind er­kenn­bar zu sozialistischen Zeiten errichtet worden und kön­nen der stalinistischen Zucker­bauweise zugeordnet werden. Neben Universi­täts­ge­bäuden, diversen Denkmälern großer Politiker, Theater, Fußgängerzone und vielen Ruinen zeigte uns Kirill auch, welche Sehens­würdigkeiten wir uns noch im Alleingang ansehen könnten…

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Platz vorm Nationaltheater______Denkmalgeschütztes Pflaster____Zar Alexander II.

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Petko and Pencho Slaveikov

Nun hatten wir aber erst mal genug und stimmten alle für einen Restaurant­besuch. Kirill führte uns ins VICTORIA, wo wir eine Kleinigkeit aßen und vor allem kalte Getränke genossen. Das war sehr angenehm bei inzwischen circa 24°C und die Tische im Freien unter den Sonnenschirmen waren sehr ge­müt­lich. Daran anschließend hatten wir ab circa 14.30 Uhr Freizeit. Unver­dros­sen nutzten wir (Jost, Heidi, Ute und ich) den Nach­mittag, um ein wenig Sou­venirs für unsere lieben zu Hause zu erstehen, während allerdings Jost und Heidi für Florian ein Shirt erstanden, kaufte ich für mich selbst einen Rock. Na­ja, endlich mal Zeit für einen Bum­mel. Nebenbei waren natürlich immer noch Fotos von Fas­sa­den, Parks, besonderen Bau­werken und son­sti­gen Stadtdetails zu machen.

Irgendwann war es dann aber wirklich genug mit dem herumlaufen. Wir kehrten auf einen Kaffee, Saft beziehungsweise Mojito in die „Bridge Bar” an der Lavov Most (Löwenbrücke) ein - perfekt. Einige Minuten später, es war inzwischen 17.00 Uhr, wurde es dunkel und ein Gewitter mit Regen zog auf. Zum Glück saßen wir wiederum unter einem Son­nen­schirm. Bei wenig Nieselregen liefen wir die letzten circa 500 Meter zum Hotel zurück wo wir uns zum Abendbrot fertig machten.

Um 19.30 Uhr ging es mit allen Wanderfreunden in eine nahe gelegenes Restaurant. Im Foyer des Hotels hatten sich schon alle Teilnehmer eingefunden. Da ergriff unser 83-jähriger Senior Gerhard das Wort, um sich, auch im Namen von Christel (80 Jahre alt), bei allen für Ihr Verständnis und die Rücksichtnahme zu bedanken. Er war sich schon bewußt, daß er hier eine „Bremse” bei den Wanderungen war. Zum Dank erhielt jeder einen Schnaps!

Dermaßen vorbereitet liefen wir (200 m) ins „Hadjidraganovs Houses”, wo wir ein leckeres bulgarisches Abendmahl zu uns nahmen (Rohkostsalat: Rote Beete, Möhren, Rettich-Würzfleisch-Joghurt mit Heidelbeeren). Der bulgarische Wein rundete alles wun­derbar ab. Gesättigt und mit vielen neuen Informationen fielen wir – wie immer – in unsere Hotel­betten…

Karin

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