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Melnik

Freitag
7. August 2020

 
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Wanderung zum Rozhenkloster

Heute wollten wir die Umgebung von Melnik erwandern und uns an der Schönheit der tausenden Sandpyramiden erfreuen (eher Sand-Lehm-Pyramiden). Unser Frühstück um 7.30 Uhr, welches in unserem Hotel „Boljarka” serviert wurde, war zwar auch in Buffet­form, aber sehr übersichtlich. Nun gut, wir wurden satt. Allerdings war der Kaffee höch­stens als Kinderkaffe geeignet, und so hofften wir, irgendwann am Tag einen ordent­lichen Kaffee zu erhalten.

Um 8.30 Uhr begann dann unsere Wanderung vor dem Hotel. Kirill erzählte einiges über die Stadt, die nur knapp über 200 Einwohner zählt. Er machte uns auf die Wieder­ge­burtshäuser aufmerksam, von denen es noch einige aus dem 19. Jahrhundert gibt. Viele wurden in den letzten 50 Jahren gebaut, allerdings hat Melnik eine sehr wechselvolle Geschichte. Einst war die Stadt mit 12.000 Einwohnern ein wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Bulgariens, jedoch verlor es im Laufe der Zeit an Bedeutung und ist heute die klein­ste Stadt Bulgariens.

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Saint Petka Kirche____________Der Glockenturm steht extra_______Weiter geht's

Wir liefen durch die Straßen bergauf, wo teilweise noch Grundmauern von ehemals exi­stierenden Wohnhäusern zu erkennen waren. Unser erster Stop war eine kleine Kirche, eine von ehemals 70 Stadtkirchen. Allerdings war diese nicht geöffnet. Aber wir wollten ja auch wandern. So ging es bei circa 20°C und viel Sonne stetig über Sandwege, durch Wald und Geröll bergauf.

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Einfach bizar_________________Und sehr beeindruckend__________Zu dem Baum wollen wir

Stets hatten wir die wunderschönen Pyramiden von Melnik vor uns und nach jeder Kurve, um die wir liefen, eröffneten sich unserem Blick wieder andere Pyramidenformen. Wir konn­ten es nicht fassen, wie vielfältige Sandformationen die Natur hier erschaffen hat. Allerdings ändern sich diese Formen auch durch Wind und Wetter, so dass sich in einigen Jahren sicher ein anderes Bild ergeben wird.

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Obwohl es kurz regnete,________gab es viel zu entdecken_______in Fauna und Flora

Es ging ständig auf und ab, und alle waren froh ihre Wanderstiefel an den Beinen zu haben, wie Kirill empfohlen hatte. Denn Geröll und Kieselchen erschwerten das Laufen. Dafür konnten wir unterwegs leckere Him-, Brombeeren und Mirabellen naschen.

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Das Eingangstor______________Rechts die Kirche_______Der Wohnbereich

Gegen 11.15 Uhr erreichten wir das Rozhen-Kloster, welches aus dem 13. Jahrhundert stammt und nach Brand etc. im 19. Jahrhundert erneut aufgebaut wurde. Kirill glänzte wie­der mit seinen Geschichts- und religiösen Kenntnissen, die er uns sehr gerne aus­führ­lich (Fresken, Ikonen, Gebäude etc.) vermittelte.

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Das Tal zu Füßen

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Am erwähnten Baum___________________Ist das nicht wild?_______Durchs augetrocknete Bachbett

Gegen 12.00 Uhr verließen wir das Kloster und machten uns an den Heimweg. Dabei ka­men wir an zwei tollen Aussichtspunkten vorbei, wo wir die Blick auf das Pirin-Gebirge. Nach umfäng­lichen Fotoshootings machten wir uns an den Abstieg, der gegen 13.45 Uhr bewäl­tigt war.

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Auf zum Gipfel

Es gab nun eine Pause bis 15.00 Uhr zum Mittagessen. Wir nutzten diese zur Einkehr in eine kleine, gemütliche Gast­stätte Barbara.jpg
Ohne Wolfgang nicht zu finden
am Ende von Melnik, wo wir mit Wolfgangs Hinweis und Hilfe leckere Kleinigkeiten zu uns nahmen. Und ein kaltes Kameniza (Bier), für Karin natürlich in Zimmertemperatur, weckte wieder unsere Lebensgeister. Wir entschieden uns, die angebotene Führung zur Kirche und Festung „sau­sen” zu lassen und dafür einen kleinen Stadt- und Einkaufsbummel durch die denkmalgeschützte Ortschaft zu ma­chen, was auch in 20 Minuten mög­lich ist, da es nur eine Straße hoch und run­ter hat.

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Ehemaliger Palast_________________Hochherrschaftlich__________Der Weinkeller

Vereinbarungsgemäß trafen wir unsere Reisegruppe um 16.30 Uhr vor dem Hotel, besich­tigten noch gemeinsam die Ruinen eines alten fürstlichen Wohnhauses und anschließend einen Weinkeller und das dazugehörige Wohnhaus, heute Museum.

Die Krönung war dann eine Weinprobe (Weiß-, Rotwein und Rosé beziehungsweise wie jeder wollte) in der Weinkellerei „Pri Schestaka”. Der Preis lag - übrigens mit Käse­häpp­chen - bei drei Lewa pro Person!

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Ausführliche Verkostung_____________Dort werden wir essen__________Abendstimmung

Unser Abendbrot nahmen wir ab 19.30 Uhr in einem Restaurant ein. Der Salat war köstlich, auch der Schweinebraten, aber das Beste war das sahnige Nuss-Feigen-Vanille-Eis als Dessert. Leider mussten wir gegen 20.50 Uhr fluchtartig die Terrasse dort ver­lassen, weil starker Wind und Regen einsetzte. Zum Glück hatten Ute und Jost einen Schirm dabei. Jedenfalls fielen wir alle in einen erholsamen Schlaf, der Tag war proppevoll mit Erlebnissen!

Karin

P.S.: Kaffe gab es natürlich nicht!

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