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Le Rocher

Sonntag
7. September 2014

 
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Umzug nach Percé

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Hätten wir doch auchmal das andere Bett ausprobieren sollen. Jetzt war es zuspät, unsere letzte Nacht in Gîte Mont Albert war vorüber. Zur Feier des Tages ließen wir uns Rühreier anrichten. Auf die Frage nach der Anzahl, entschieden wir uns für zwei und zwar für jeden. Der Toast war wirklich gut. Als die Eier kamen, wurde für jeden nur eines gebracht. „Ach was, zwei? Ja stimmt, ich laß noch zwei braten.” Und da hatte sie vorhin extra noch gefragt.

Gut gelaunt und gesättigt packten wir unsere Sachen zusammen und ins Auto. Vor der Rezeption parkte ich nochmal kurz, um unsere Rechnung zu begleichen. Irgendwas klappte mit der Kreditkarte nicht, komisch. Angeblich sei das Verfügungslimit erreicht, was eigentlich nicht sein konnte. Nach dem dritten Versuch fiel mir ein, daß ich ja noch eine andere Kreditkarte dabei hatte. Mit der konnte ich ohne Probleme meine Schulden bezahlen. Das mußte geklärt werden.

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Erster Rastplatz/dd>

Als wir unterwegs tankten, klappte es auch wieder mit der Mastercard, die 50,-$ zu begleichen - na also. Wer weiß, was da vorhin war. Entlang der Küste fuhren wir um die ganze Halbinsel herum bis nach Percé. Heidi filmte mit meinem Handy einige Stra­ßen­passagen. Die Aufnahmen wurden besser, als wir das erwartet hatten. Und dann immer wieder diese tollen, von den Kommunen gepflegten Parkplätze.

Leider hatte am zweiten, den wir frequentierten, der Kiosk wegen vergangener Hochsaison seit dem ersten September geschlossen. Der Betreiber bedankte sich immerhin bei seinen Gästen für den erfolg­reichen Abschluß. Immerhin waren die Toiletten geöffnet und dazu so sauber wie gewohnt. Eine Tafel erzählte die Sage vom Raub einer indianischen Prinzessin durch die Europäer und dem ewigen Warten des Bräutigams, bis er zu Stein wurde. Den Kopf kann man unten am Meer als Felsen erkennen - nette Geschichte.

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Zweiter Rastplatz
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... mit Indianerfelsen

In Percé mußten wir uns nun eine Bleibe für zwei Nächte suchen, so war der Plan. Am ersten, hochgelobten Hotel der Stadt waren wir vorbeigefahren, weil ich von der Baustelle, die Straßendecke war vollständig weggefräst worden, abgelenkt worden war. Na gut, zurückfahren können wir ja immer noch. Das ganze Gelände sah absolut nobel aus. Allerdings war die Einfahrt auch deutlich vor dem Ort gelegen.

In der Touristeninformation fragten wir nach einer Unterkunft. Aber die junge Frau meinte nur, die Saison sei vorbei und folglich überall etwas zu finden. Danke. Wir hatten uns zwar zwei Empfehlungen aus dem Internet notiert, aber die erste vorhin verpaßt und die zweite lag, der Hausnummer nach zu schließen, noch ein gutes Stück vor uns und das Ende des Ortes war nicht mehr weit. Da rechts, das weiß-blaue Motel sieht doch ganz nett aus. Laß uns dort mal nachfragen.

Ja, Zimmer wären verfügbar. Ob wir uns eines anschauen wollten? Na klar. Der Blick aus dem Zimmer auf den Felsen war wirklich beeindruckend, aber die Fenster ließen sich nicht öffnen und mit offener Tür mochten wir nicht schlafen. Die Vermieterin gab uns dann den Schlüssel für ein Zimmer auf der anderen Seite des Hauses. Dieses Zimmer bot nicht den grandiosen Blick aber die Fenster waren öffenbar und auch die Ausstattung gefiel uns besser. O.K. das nehmen wir.

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Le Rocher
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L'Île Bonaventure

Zu bezahlen war im voraus. Und da war es wieder, mein Problem mit dem Kreditkartenlimit. Es reichte nicht mal mehr für 130,-$. Wieder mußte meine Zweitkarte ran. Ja, auch ein Internetzugang sei verfügbar. Darüber könnten wir später Kontakt mit meiner Bank aufnehmen. Etwas Bargeld hatte ich ja noch, für das Abendessen sollte es reichen. Mit der EC-Karte, so geht ein Gerücht, soll man auch 200,-$ pro Woche abheben können. Wir suchten also einen Geldautomaten.

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Der Mond ist aufgegangen

Die Sonne war gegen 6.00 p.m. stark am Sinken und tauchte den eh schon rötlichen Felsen in ein malerisches Licht. Am Ende der Strandpromenade fragte ich eine Einwohnerin nach einem Geldautomaten. Aus ihrer franko­phonen Antwort konnte ich zumindest die Richtung heraushören. Nach zwei- bis dreihundert Metern sahen wir eine Bank­filiale. Und siehe da, es war auch ein Geldautomat vorhanden. Das Menü war nur in französisch verfügbar. Aus einer dreifachen Auswahl­mög­lichkeit entschied ich mich nach dem Aus­schluß­verfahren für „Cheque”. Treffer! Mehrere Beträge, mit Zahlen kenn ich mich aus, standen zur Wahl. Das war keine Frage, nur der Höchstbetrag von 500,-$ kam da zur Auszahlung.

Jetzt hatten wir erstmal wieder etwas Spielraum. Der Fisch zum Abendessen bei Roland war wieder ein Gedicht. Auf dem Weg zum Motel war dann die Sonne am Unter- und der Mond am Aufgehen. Im Motel überprüfte ich erstmal unseren finanziellen Status. Die Kreditkarte war von mir auf 2500,- € limitiert worden und ich hatte vor dem Urlaub nicht daran gedacht. Vor der Reise wäre die Erhöhung kein Problem gewesen. Jetzt konnte ich mich mangels Handyzugang nicht auf dem üblichen Weg legitimieren, ähnlich wie auf Sardinien vor zwei Jahren. Mir blieb nur, über die Internetseite eine eMail zu schreiben und um Hilfe zu bitten. Mal sehen, ob ich morgen früh eine Antwort finde.

Bon Nui!


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