Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild

Montréal

Donnerstag
11. September 2014

 
|Übersicht|

Der Rest der Stadt

Für das Frühstück hatten wir vom Hotel Gutscheine bekommen. Diese Gutscheine decken die Grundbedürfnisse eigentlich ganz gut ab. Es gibt Kaffee, Saft, Wasser sowieso und kein Büfett. Auf der Vorderseite der Speisekartewaren vier Früh­stücks­teller abgebildet, auf denen von süß bis herzhaft verschiedene Zusammenstellungen dargeboten wurden. Und auf der Rückseite gab es noch zuzahlungspflichtige Varianten. Die Bemerkung, daß 2,- bis 3,-$ Trinkgeld genehm wären, durfte natürlich nicht fehlen. Auf jeden Fall wurde alles frisch zubereitet, was sehr angenehm war.

Dann gings mit dem Shuttlebus zum Flugafen. Anne-Marie hatte uns gestern einen Flyer gegeben, in dem der Motréaler Zubringerbus und die Kosten eines Tagestickets für die Stadt beschrieben waren. Das Angebot wollten wir nutzen. Am Flughafen besorgten wir uns die zwei Tickets an einem Automaten und ab ging die Post. Es nieselte zwar aber der Regenschirm war ja dabei. Aimé hatte mir gestern gesagt, wir sollten bis zur Station Champ-du-Mars fahren, wenn wir in die Altstadt wollten. Wir verließen den wirklich vollen Bus bei der ersten Gelegenheit, um in die U-Bahn umzusteigen.

cimg2602.jpg cimg2603.jpg cimg2606.pg
Das Rathaus_________________Die Altstadt...________________...hat nette Ecken

Am Marsfeld taten wir, wie uns geheißen und stiegen aus. Seitlich am Hôtel de Ville vorbei gelangten wir in die Altstadt. Wir schlenderten durch die regenfeuchten Gassen, inzwischen hatte es aufgehört zu regnen. Gallerien, Markenshops und der obligatorische Weihnachtsladen wurden passiert oder auch besucht. In einem Indianer­kunst­hand­werksshop erstanden wir kleine Mitbringsel für unsere Jungs. Für Karin war nichts dabei.

cimg2611.jpg cimg2613.jpg cimg2615.jpg
Asiatische Elemente______________Das Eintrittstor__________________Monument mit Genosse

Am Hafen war nicht viel zu sehen, bei dem grauen Wetter zumal. Unser nächstes Ziel war Chinatown. Dabei handelt es sich um ein Karree asiatischer Läden und Restaurants. Es wurde viel gebaut, was nicht zum Verweilen einlud.

cimg2616.jpg
Schuhputzer am Werk
cimg2618.jpg
Unterirdische Mall

Die unterirdische Stadt wollten wir auch noch begutachten. Diese setzt sich aus den Keller- und Erdgeschossen der modernen City zusammen, die mittels Fußgängertunnel miteinander verbunden sind. Um auf die gigantische Kilometerzahl des Reiseführers zu kommen, wurden wohl auch noch diverse Obergeschosse dazugezählt. Jedenfalls braucht man nicht auf die Straße, um einzukaufen, ins Kino oder Theater zu gehen, was in den hiesigen, klirrend kalten Wintern sicherlich genossen wird.

Als wir aus der Unterwelt wieder ans Tageslicht traten, hatte es doch tatsächlich erneut geregnet - gut getimet. Irgendwie hatten wir jetzt Appetit auf ein asiatisches Mittagessen und suchten uns dem entsprechend ein Lokal in Chinatown oder besser im chinesischen Viertel. Anschließend begaben wir uns wieder in die Altstadt, weil wir uns unbedingt noch die Basilika Notre-Dame de Montréal ansehen wollten.

cimg2621.jpg cimg2624.jpg cimg2625.jpg
Das Kirchenschiff________________Detailansicht____________________Die erneuerte Kapelle

Das war die allererste Kirche in der wir jemals Eintritt (5,-$) bezahlen mußten. Dafür erhielten wir aber auch gleich eine Führung, die uns in zwanzig Minuten mit der Geschichte des Baus vertraut machte. Die ehemals größte Kirche nördlich Mexikos wurde von einem Protestanten erbaut, der kurz vor seinem Tode zum Katholizismus wechselte, um in der Sakristei begraben werden zu können. Auch die weltweit erste, elektrisch betriebene Orgel ist hier installiert, wobei der elektrische Antrieb für die 6500 Pfeifen wahrscheinlich auch unabdingbar war. Die moderne Kapelle, wie wir sie sahen wurde erst nach einem Brand 1978 so wieder aufgebaut. Die frische Farbgebung des Altarraumes gefiel mir gut. Der Besuch hatte sich gelohnt.

Na so eine kleine Stadtrundfahrt mit dem Bus könnte jetzt noch gehen, dachten wir. In der Touristeninformation erfuhren wir dann allerdings, daß die letzte Tour schon um 4.00 p.m. gestartet war, also vor zehn MInuten. Schade eigentlich. Im Reiseführer hatte Heidi von little Italy, dem italienischen Viertel mit seinem tollen Markt gelesen. Das zumindest könnten wir uns noch ansehen. Mit der blauen U-Bahnlinie fuhren wir bis zur Staion Jean Talon. So heißt übrigens auch der Markt selbst. Prompt verließen wir den Bahnhof in die falsche Richtung und mußten wieder zurücklaufen. Machte aber nix, denn es war nicht weit. Den Markt fanden wir schnell und waren total begeistert. Kreuz und quer liefen wir durch die Marktgassen an den verschiedensten kulinarischen Angeboten vorbei.

cimg2634.jpg cimg2640.jpg cimg26344.pg
Obst & Gemüse_______________Basilikum staudenweise________Basilikum staudenweise

Wenigstens vier Äpfel könnten wir doch mitnehmen, die dort sehen wirklich gut aus. Es dauerte einen Moment, bis der Händler uns glaubte, daß wir nur vier Stück haben wollten. Als wir ihm erzählten, daß wir mehr nicht brauchen könnten, da wir morgen wieder heimreisen würden, kam natürlich die Frage nach unserer Herkunft. „Ah Allemagne, da hab ich was für Sie!” Wir durften „Eiscidre” verkosten. Der war absolut lecker und wir beankten uns bei ihm, indem wir ihm ein Fläschchen abkauften.

Auf dem Weg zur U-Bahn erstanden wir in einem SAQ-Shop eine Flasche Wein für den Abend. Als Heidi dann in einem Supermarkt zwei kleine Wasserflaschen und n paar Kekse kaufte, meinte die Frau an der Kasse, die 5-Dollarnote sei gefälscht. Es fehlte der Silberstreifen. Stimmte, kein Silberstreif, nirgendwo, außer am Horizont vielleicht. Flugs gingen wir zurück zu der staatlichen SAQ-Filiale und bekamen den Schein anstandslos umgetauscht. In Deutschland hätte das unter Garantie niemals geklappt und wir hätten den Schwarzen Peter gehabt. Im Nachhinein hätten wir die ansonsten wirklich gute Fälschung auch als Urlaubssouvenier behalten sollen. Sowas kriegen wir nie wieder.

Mit der U-Bahn fuhren wir dann zum Busbahnhof, von wo der Flughafenzubringer startet. Es klappte alles reibungslos. Nachdem uns das Shuttle am Hotel abgeliefert hatte, brachte ich noch das Auto zurück, denn wir brauchten es nicht mehr. Der Shuttlebus würde uns uns morgen ganz bequem vor dem Checkin absetzen.

In der Hotelbar verabschiedeten wir uns sozusagen von Montréal und Kanada. Acht Fernseher versuchten mit telweise verschiedenen Programmen uns unsere Wehmut zu nehmen, was in gewisser Weise auch gelang. Als die Koffer dann gepackt waren, begaben wir uns zur Nachtruhe.

Bon Nui!

Valid CSS!