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Heimreise

Freitag
12. September 2014

 
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Über N.Y. zurück nach Berlin

Anne-Marie und Aimé hatten uns geraten, lieber schon um 9.00 a.m. zum Flughafen zu fahren. Der Bus brauchte knappe zehn Minuten für die Strecke. Sämtliche Flüge von American Airlines wurden in der linken Halle abgefertigt.

Es gab ganz viele Automaten und einige besetzt Computer. Die Aufgabe des Bedienungspersonals bestand darin, den Fluggästen das zukünftig ausschließliche Checkin am Automaten näher zu bringen. Man legt den Reisepassmit den aufgeschlagenen, persönlichen Daten auf die dafür vorgesehene Scanfläche und gibt die Buchungsnummer der Flugreservierung ein. Oder war es umgekehrt? Eine Sitzplatzauswahl wurde garnicht erst angeboten oder unsere Helferin hatte sie auf automatische Zuweisung belassen. Immerhin bekamen wir auch gleich die Bordkarten für den Atlantikflug und das Gepäck bräuchte in New York auch nicht abgeholt zu werden. Na da.

Die Gepäckanhänger waren entsprechend der angegebenen Stückzahl auch schon mit ausgedruckt worden. Wir befestigten sie an den Koffergriffen. Ob man nun als nächstes die Zollerklärung ausfüllt oder aber erst die Koffer aufgibt, bleibt einem wohl selbst überlassen. Ich begann mit der Zollerklärung. Die Formulare lagen in englischer und französischer Sprache aus. An den Kofferaufgabestationen waren ebenfalls helfende Hände am Werk. Irgendwann werden die sicher auch eingespart und dann steht der eine oder andere Fluggast da. Und so richtig behindertengerecht ist das alles nicht.

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Adieu Sankt Lorenz

Mit unserer Zollerklärung in der Hand gingen wir zu den Einreiseschaltern für die USA. Laut eines Abkommens zwi­schen den beiden Staaten erfolgte die Einreise schon hier in Montréal. Das war uns sehr angenehm, da die Prozedur sehr zügig erfolgte. Zuguterletzt noch erneut barfüßig durch die Sicher­heits­kontrolle gehen und den Ganzkör­per­scan über sich ergehen lassen und schon hätten wir boarden können. Wenn es nicht erst 10.00 a.m. gewesen wäre.

Wir hielten uns am Abfluggate auf und überbrückten die Zeit mit Tage­buch­schreiben, ich hatte mehrere Tage Rück­stand, und Lesen. Die letzten kana­di­schen Dollar wurden im Duty Free Shop ausgegeben und so verrann die Zeit. Der Zubringer nach N.Y. war noch klei­ner als das Flugzeug von Chikago nach Montréal. Hatte das noch zwei mal zwei Sitze pro Reihe gehabt, verfügte das jetzt genutzte nur über drei Sitze pro Reihe. Trotzdem war der Jet nicht ausgebucht, was den Vorteil hatte, daß wir beide Fensterplätze bekamen. Außerdem konnten wir uns den Fotoapparat zureichen, ohne aufstehen zu müssen.

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Manhattan
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Key west

Das Wetter war herrlich und so konnten wir New York bestens ablichten. Ich hätte nicht gedacht, daß ich Manhattan jemals so nahe kommen würde. Sieht schon toll aus mit dem geschäftigen Treiben auf dem Hudsonriver. Da wir das Terminal nicht verlassen mußten, brauchten wir nicht neu durch die Sicherheitskontrolle, auch angenehm. Wir fanden einen Tisch auf der Aussichtsterrasse des Flughafens. Heidi genoß ein Stückchen Pizza und ich hatte mir Lasagne ausgesucht. Dazu tranken wir Kaffee. Ein Stückchen Kuchen als Nachtisch wäre nicht schlecht. So zehn, zwölf Dollar hatte ich ja noch. Ich ging also zum Backshop und hätte mich beinahe verkalkuliert. Diese blöden Preisangaben ohne Steuern und regionalen Abgaben hatte ich falsch eingeschätzt. Erst als ich die letzen Cent zusammenkratzte, reichte es doch noch. Glück gehabt.

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Die Skyline

Jetzt brauchten wir nur noch drei Stunden zu warten. Genug zu tun, also zu schreiben hatte ich ja. Insgesamt wurde der Zeitplan diesmal gut ein­ge­halten. Wir hatten natürlich wieder Mittelplätze, aber es würde sowieso die meiste Zeit des Fluges dunkel sein. Zuerst guckte ich den auf dem Hinflug angefangenen Film zu ende. Es hatte die letzte Viertelstunde gefehlt. Nach dem ordentlichen Essen versuchten wir zu schlafen, was mir, so glaube ich, besser gelang als Heidi.

Wir landeten ziemlich pünktlich in Tegel, fuhren vom Außenstandort ein Mal um das gesamte Flughafengebäude um dann, dichtgedrängt im Bus ste­hend, auf das Öffnen der Türen zu warten. Es schienen mehrere Maschinen aus dem außereuropäischen Ausland parallel gelandet zu sein. Jedenfalls war der Andrang an der Passkontrolle dermaßen groß, daß wir, im Bus stehend, warten mußten. Die Einweisung und Hilf durch das Bodenpersonal war eher suboptimal. Zumindest durften Passagiere mit Anschlußflügen an einen Extraschalter gehen. Eine gute halbe Stunde dauerte das Procedere, also bei weitem nicht so lange wie in Chikago. Ein superschlauer, junger Mann ließ sich zu der Bemerkung hinreißen: „Die können hier nicht nur keine Flughäfen bauen...” Danach ging alles glatt und wir fuhren mit dem Taxi nach Hause. Ein wunderbarer Urlaub war vorüber.

Adieu!

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