Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild

Umzug

Donnerstag
28. August 2014

 
|Übersicht|

Duchesnay

tri.png

Aimé brauchte heute erst um 11.00 a.m. los. Damit war das Problem der Schlüssel­übergabe schonmal aus der Welt. Wir frühstückten gemeinsam in der Küche. Um 9.30 a.m. waren alle Gepäckstücke im Auto verstaut und es konnte losgehen. Wir werden uns kurz vor unserer Rückkehr nach Montréal per eMail verabreden. Au revoir!

Inzwischen kannte sogar das Auto den Weg und wir waren schnell auf dem Highway 40. Später bogen wir auf den parallel verlaufenden Chemin du Roy ab. Diese älteste befestigte Straße Kanadas verläuft am St. Lorenzstrom entlang und ist auch wegen der Apfelstände attraktiver. Frisch geerntete Äpfel sind das Größte.

Um 11.40 a.m. kamen wir nach Trois Rivières. Hier ist der Weg zur Touristen­information mit weißen Fragezeichen auf blauem Grund auf der Straße gekennzeichnet. Das Blöde ist nur, wenn dann das Fragezeichen nicht mehr in der Mitte sondern in der rechten Spur aufgemalt ist, ist man an den Parktaschen schon vorbei und steht an einer Kreuzung. Na klar, dreimal rechts und ich war wieder an Ort und Stelle, um einen Parkplatz zu mieten. Die Parkplätze am Straßenrand sind durchnummeriert und es dauerte einen Moment, bis ich merkte, daß diese Nummer am Parkautomaten ein­zu­geben ist. Aber dann klappte es auch mit dem Parkschein.

cimg2180.jpg cimg2183.jpg cimg2184.jpg
In der Altstadt___________Fast bretonisch___________________Ganz süß

Bis um 1.00 p.m. hatten wir uns vorgenommen, die Altstadt von Trois Rivières zu erkun­den und eine Kleinigkeit zu essen. Am Hafen wurde gerade eine Bühne aufgebaut. Die Vorbereitungen für das verlängerte Wochenende mit dem Labour day am Montag liefen an. Über eine breite Treppe stiegen wir hinauf zur Altstadt, die nicht nur klein ist sondern auch sehr kleinstädtisch oder vorortmäßig wirkt. Einige ältere Häuser und Grund­stücke ließen auf die Wohlhabenheit der sich hier ansiedelnden Händler schließen. Sogar eine Kathedrale gibt es, ein Zeichen für die Bedeutung des Ortes in Neufrankreich unter anderem bei der Bekehrung der Indianer.

cimg2187.jpg
Und Action

Am Rathaus vorbei, durch ein modernes Verwaltungs- und Einkaufsensemble gelangten wir auf die Haupteinkaufs- und Restaurantmeile. Ein Tagesmenü mit Suppe, Salade du Chef, Lachs und Frites sowie einem Stückchen Kuchen sagte uns zu. Wir ließen uns nieder und beobachteten neben den Passanten das Geschehen in dem Restaurant gegenüber. Irgendwie scheint hier sowieso ein Kulturwochenende anzustehen, denn ein gitarrespielender Sänger wurde von den Gästen entusiastisch beklatscht. Es waren sogar ein paar Ehrenplätze aufgestellt worden, die allerdings leer blieben.

Es ging schon auf 1.00 p.m. und Heidi wurde ob der ablaufenden Parkzeit leicht unruhig. Ich durfte meinen Teller noch leeren, bevor ich losging, die Parkzeit zu verlängern. Für 1,50 C$ bekam ich eine Dreiviertelstunde. Und tatsächlich sah ich eine uniformierte Gestalt durch die Gegend laufen. Gut daß ich nachgezahlt hatte. Das Menü fand mit Kaffee und Kuchen seinen Abschluß.

Auf dem Weg zum Auto schauten wir in einen SAQ-Shop hinein. Der gehörte zur staat­lichen Kette für alkoholische Getränke. Spirituosen bekommt man ausschließlich dort. Auch sind manche Supermärkte als SAQ-Filialen ausgewiesen. Der Wein kostet zwischen 10,- und 20,-C$, eine Flasche Jägermeister knapp 30,-C$. Dann nahm ich doch lieber einen ordentlichen Malt für 40,-C$.

Wir folgten weiter dem Chemin du Roy und obwohl es abwechslungsreich und inte­res­sant war, die Häuser am Sankt-Lorenz-Strom vorbeihuschen zu sehen, inte­ressierten mich doch auch die drei Knöpfe am Spiegel. Links wurde eine sprechenden Person dargestellt, in der Mitte stand nur ”ON„ und rechts auf rotem Grund ”SOS„. Gut, den lassen wir mal außen vor, aber das Einschalten, wovon auch immer, könnte ich doch mal ausprobieren. Gedacht, getan. Wir vernahmen plötzlich und unerwartet einen Rufton, der sich auch durch weiteres Betätigen der Taste ”ON„ nicht mehr abschalten ließ. Nach gefühlten 7 Sekunden meldete sich eine charmante Frauenstimme, die sich nach meinen Problemen erkundigte, so glaubte ich wenigstens. Ich antwortete, daß es sich um eine Fehlbedienung handelte und alles in Ordnung sei. Ihre zweite Frage nach unserer Fahrtrichtung konnte ich dank der Anzeige im Tachometer mit ”Nordost„ genau beantworten. Puh! Man fühlt sich gleich sicherer, wenn man weis, was dieses Auto für Hilfeoptionen besitzt. Jedenfalls taste ich den Rückspiegel seitdem nur noch mit den Augen ab.

Die unterwegs gekauften, wunderbar knackigen Äpfel schmeckten toll, trotzallem. Als Heidi mal wieder auf die Karte schaute, hatten wir den Abzweig nach Norden verpaßt, allerdings nur knapp, sodaß uns ein kurzes Wendemanöver schnell wieder auf den richtigen Weg brachte. Das Navi war auf Québec eingestellt gewesen. Von nun an ging’s bergan und gegen 4.00 p.m. fuhren wir an der Rezeption der Touristikstation Duchesnay vor. Das Abendessen bestellten wir für 8.00 p.m. denn wir waren noch satt von unserem Mittagsmenü.

cimg2199.jpg cimg2197.jpg cimg2198.jpg
Vor dem Elch___________Unser Zimmer___________________Und das Bad

Das Zimmer 200 im Maison d’Élan war unser und wollte in Besitz genommen werden. Dazu verteilten wir einfach unsere Habseligkeiten über den Raum und gut war’s. Jetzt galt es das Terrain zu sondieren. Alles war wie ausgestorben, außer uns schien niemand im Haus zu sein. Am Badestrand herrschte ebenfalls gähnende Leere, nur am SPA grüßte uns eine wohlwollende Seele.

cimg2205..jpg
Der Weg zum Strand
cimg2207.jpg
Die Boote am See

Wir gingen dann schon eine halbe Stunde eher hinauf zur Auberge, um an der Bar ein Bier zu trinken. Ich verstand mich gleich prima mit der Kellnerin, die fragte ”Was möchten Sie?„ ”Etwas trinken, bitte.„ ”Was möchten Sie?„ ”Etwas trinken, bitte.„ ”Was möchten Sie?„ ”Etwas trinken, bitte. O.K. zwei Bier„ ”Sie sind wohl Herr Schneider? Um 8.00 p.m. ist der letzte Poeng.„ Sie sagte ”Service„.

Die Karte wurde uns schon an der Bar gereicht und ihr Inhalt sah gut aus. Ich entschied mich für die Kalbsleber und Heidi für den Salat mit Entenbein. Als es 8.00 p.m. wurde, konnten wir gleich zur Bestellung übergehen. Es schmeckte alles vorzüglich. Auch Heidi war es zufrieden. ”Nein, heute kein Dessert, das heben wir uns für morgen auf, 7.00 p.m.„ ”Oh, schon um 7.00 p.m. - gern!„

Na dann bonne nuit!

Valid CSS!