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Nordküste

Freitag
18. März 2016

 
|Übersicht|

Über Santa Clara nach Varadero

Heute geht es circa 260 km in den Nordosten nach Varadero, um die ereignisreichen, bisherigen Tage etwas zu verarbeiten und noch die herrliche kubanische Sonne und das karibische Meer - besser den Golf von Mexiko - zu genießen. Gegen 8.00 Uhr stärken wir uns auf der Dachterrasse unserer Unterkunft mit dem bereits gewohnten Frühstück. Heute fehlt der Kuchen - na sowas! Aber wir wollen sowieso weiter. Fix packen wir unsere Sachen, bezahlen unsere Rechnung beim Wirt und verabschieden uns. Kurz nach 10:00 Uhr startet Jost das Auto, fährt es vors Hotel, wir packen alle Gepäckstücke ins Auto und los geht es!

Wir finden relativ schnell die Straße nach Norden durch die bereits quirligen kopf­steinbepflasterten Gassen des kolonialen Trinidad. Wir wollen einen Abstecher nach Santa Clara (ungefähr 75 km) unternehmen, das genau auf unserem Weg zur Halbinsel Hicacos liegt. Die Landstraße, auf der wir zügig vorangekommen, ist ausgesprochen gut d.h. ohne große Unebenheiten und Löscher. Rechts und links erstrecken sich Felder und Wiesen. Manchmal durchfahren wir kleine Ortschaften oder sehen vereinzelte Gehöfte mitten in der Wildnis. Pferde am Straßenrand, ein paar Rinder oder Büffel auf der Wiese, Reiter, die anscheinend zum Einkauf fahren, und Zuckerrohrfelder, Außerdem strahlende Sonne - mit Deutschland kann man das nicht vergleichen.

Der Verkehr auf der einspurigen Landstraßen ist mäßig, nur Traktoren oder Pferde­fuhr­werke verlangsamen unsere Fahrt. Kurz vor 12:00 Uhr mittags sind wir in Santa Clara, der 200.000 Einwohner zählenden Provinzhauptstadt von „Villa Clara”. Hier erzielten die Revolutionäre 1958 einen ihrer größten militärischen Erfolge. Dafür gibt es noch heute entsprechende Monumente zu besichtigen. Außerdem sind hier die sterblichen Überreste von Che und seinen Kameraden beigesetzt. Das interessiert uns jedoch nicht sehr, eher wo parken wir? Ein Straßengewirr empfing uns, zum Zentrum der Stadt immer verwirrender. Aber wie so oft schon: Ein netter fahrradfahrender Kubaner gibt uns ein Zeichen, ihm zu folgen. Er lotst uns zur einem „Parkplatz”, erhält ein CUC und übergibt uns seinem Kumpel, der auf unser Auto samt Inhalt aufpaßt. Ist nicht schlecht, das System, für beide Seiten.

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Günter am Parque Vidal____________Bäcker bei der Arbeit_______Im Baumarkt

Günni sucht sich eine Bank im Grünen. Der zentrale Platz - Parque Vidal - hat genügende Bänke zur Auswahl. Wir drei anderen schlendern um den Platz, der ziemlich bevölkert ist, fotografieren und lassen das quirlige Flair der Stadt auf uns wirken. Ein paar Gassen weiter erstehen wir für CUB (Peso) ein paar Brötchen bei einem Becker, dem man in die Backstube sehen kann. Außerdem kaufen wir zur Stärkung Für 48 CUB (Circa zwei CUC) vier kleine Pizzen, die wir durch die Gassen zurück zu Günter tragen, um sie im Park zu verspeisen. Um die Ecke am Kiosk kaufen wir Wasser und so gegen 13.30 Uhr geht es mit dem Auto weiter nach Varadero. Unser Parkwächter eilt seinen Obolus (zwei CUC) und ist erfreut.

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Pizzakauf____________________Und gleich verspeist____________Oder auf der Parkbank

Es liegen circa 190 km vor uns, die Fahrt verläuft zügig, und auch auf dieser Strecke ist die Straße meist ohne Schlaglöcher. Die Gegend ähnelt der von heute Morgen. Wir fahren nach Nordosten über Esperanza, Santa Domingo, Colon und und wollen in Perico nach Norden abbiegen, um auf die Peninsula zu gelangen. Ein Brand, weit hin sichtbar, und der daraus resultierende Stau auf der Straße sorgte für die Umkehr nach Colon und eine Umfahrung über Marti und weiter nach Cardenas. Kurz vor Martin oder bereits Perico ein Signalton vom Auto. Wir fahren nun auf Reserve, Kühlung wird abgestellt, alle sind etwas angespannt. An drei Tankstellen gibt es unser benötigtes gutes Benzin nicht. Schaffen wir es zur nächsten Tankstelle??? Lange Rede kurzer Sinn: in Cardenas können wir tanken (10,- CUC) und mit Kühlung geht es nun weiter nach Varadero.

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Bar am Wegesrand
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Che auch in Cardenas

Unsere Hotelanlage Breezes bei den Los Americanos finden wir recht schnell. Der check in ist unkompliziert und Alex, wie er sich vorstellt, erklärt uns die Hotelanlage im Überblick, gibt Zimmerschlüssel und Badetücherkarten aus und erklärt die Essensmöglichkeiten und -zeiten. Alles inklusive - auch alkoholische Getränke rund um die Uhr. Alex bringt unsere Koffer zu unseren Junior-Suiten und wird hocherfreut über die großzügigen Zimmer mit Balkon und funktionierenden Bädern(vor allem Spülung). Wir packen nur die not­wen­digsten Dinge aus und wollen bei immerhin 30°C an den Strand.

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Exotik überall_________________Vor der Lobby________________Sonnenuntergang

Zum Baden ist es zu spät, denn es gibt nur bis 17.00 Uhr Badetücher. So erkunden wir in einem ersten Rundgang die Anlage, während Günter eine ausgiebige Raucherpause macht. Gegen 19.30 Uhr gehen wir ins Restaurant, um uns heute am Buffet zu stärken. Die Auswahl ist groß. Von Salaten über Fisch und Fleisch und Desserts bis gegrilltem Lobster. Den nehmen wir! Gut, die Qualität ist nicht so berauschend. Aber wir werden gut satt. Es gibt auch Tischwein, Wasser und Eis zum Nachtisch.

Den Abend lassen wir ruhig in der Pianobar Mojito, Pina Colada und Cuba Libre ausklingen in der Vorfreude auf den morgigen Badetag!

Karin

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