Kuba - 19. März 2016
Autorückgabe und Strandbesuch
Gestern hatten wir uns zu 8.30 Uhr zum Frühstück verabredet. Das Frühstück und hier im Hauptrestaurant am Pool gereicht. Das Buffet ist reichhaltig aber ziemlich schlampig. Es ist jedoch für jeden Geschmack etwas dabei. Wenn man Geduld hat, kann man sich Eierspeisen und Säfte individuell fertigen lassen. Die kubanischen Orangen sind Legende und die Marmeladen stehen ihnen in nichts nach. Der Joghurt sah nicht sonderlich überzeugend aus. Dafür war das Kuchenbuffet ganz gut. Günter erwischte den letzten Rest nutellaähnlichen Aufstrichs. Der Kaffee floß reichlich mit Milch. Am Ende waren alle satt und zufrieden.
Nachdem wir uns frisch gemacht hatten beziehungsweise die Zähne, fuhren wir noch ans Ende der Halbinsel, bevor wir das Auto abgeben mußten. Die Straße führte an einem Golfplatz entlang, in dessen Hintergrund die Hotels zu sehen waren. Hinter dem Golfplatz liegen bis zum Schluss nur Hotelanlagen. Am Ende wird gerade ein großer Yachthafen gebaut, der fast fertig und leer vor uns lag, als wir umkehren mussten.
- Superneu____________________Der Parkplatz_________________Absolut modern

- Schattiger Platz
Der davor liegende, kommerzielle Hafenteil war sehr neu und die allgemeine Meinung im Auto lautete, du kannst doch nicht in diese Hotelanlage einfach reinfahren. Doch, ich konnte. Wir stiegen aus, setzten Günter auf ein sonniges Plätzchen und erkundeten die Marina von Varadero. Durchweg klimatisierte Geschäfte luden die kaum vorhandenen Touristen ein, ihre CUC auszugeben. Am Peer lagen circa zehn Katamarane, die dasselbe taten. Die Stände einer kleinen Markthalle boten die üblichen Souveniers feil. Nur der Schmuckhändler holte seine private Kollektion mit 18 kt Gold verzierten Stücken aus der Versenkung. Allerdings hatten wir schon zu viel Federn lassen müssen, als daß wir den Angaben Glauben geschenkt hätten. Ich nahm nur ein Feuerzeug für Günter mit, weil seine Feuerzeugreserve zerbröselt war. Dann setzten wir Günter in den Schatten um und kühlten uns in einem Supermarkt ab.

- Das Auto retour
Es sind eigentlich deutsche Durchschnittspreise, die hier aufgerufen werden. Für nicht in der Touristikbranche Beschäftigte sind diese Produkte irreal teuer. Das sollte genügen. Wir sammelten Günter auf und fuhren zum Hotel Iberostar. Die Übergabe des Autos verlief reibungslos. Uns wurde sogar der restliche Tankinhalt gutgeschrieben, immerhin eine Geste. Die Differenz von 25,-€ beglich ich mit der Kreditkarte. Ein Taxi wurde herangewinkt und wir ließen uns zu unserem Ressort fahren. Zwanzig CUC rief der Taxifahrer für die knapp zehnminütige Fahrt auf. Vier Personen á 5,-CUC lautete seine Rechnung. Heidi las leider erst später im Reiseführer, dass die Personenanzahl irrelevant ist.

- Alle viere...

- ...beim Erfrischen
Die Sonne schien und der Strand rief. Badetücher mußten wir uns noch bei der Strandbar besorgen. Mit den Liegen hatten wir Glück. Wir brauchten nur eine, mittels gelbem Tuch reservierte, Liege umzustellen und hatten alle eine schattige Stelle neben einer französischen Truppe. Nur das Badetuchabholen zog sich für Karin und mich in die Länge, weil die Badetuchverwalterin ersatzlos zu Tische entschwunden war. Als wir schon die Mojitobecher ins Korn werfen wollten, erschien die junge Dame ausgeglichen und zufrieden, Um ihrer bezahlten Tätigkeit nachzukommen. Das ging dann natürlich schnell. Wozu sie noch die Zimmernummern brauchte, wenn sie unsere registrierten Badetuchgutscheinen bekam, blieb unklar.

- Endlich relaxen!
Endlich konnten wir uns ins wunderbaren Nass stürzen. Mit Brille und Schnorcheln ausgerüstet fand ich noch im flachen Wasser eine große, sehr schöne Muschel, die aber leider bewohnt war. Das stellte sich aber erst heraus, als Günter Heidi schon damit erschreckt hatte und das Teil danach mehreren Stunden im warmen Sand gelegen hatte. Sie wurde wieder dem Golf von Mexiko übergeben. Ich hatte unterdessen etwas weiter draußen in einem Korallenriff zwei weitere, allerdings kleinere, leere Muschelgehäuse gefunden. Schöne Souveniers.
- Matthies' Zimmer______________Unser Aufgang________________Blick vom Balkon
Erst gegen 18.00 Uhr verließen wir, trotz Sonnenschutz und Schattenlage leicht errötet, den Strand. Zu 19.30 Uhr hatten wir uns zum Aperitif verabredet. Heute würden wir um 20.00 Uhr zum Italiener gehen, denn als die Frauen am Nachmittag nach Plätzen in den à la carte Restaurants geschaut hatten, war für den heutigen Abend schon alles andere ausgebucht. Am Sonntag werden wir kubanisch und am Montag am Grill der Strandbar bekocht werden. Für heute wollten wir uns noch fein machen. Das gelang auch. Der Aperitif regter Appetit und Laune an, so dass wir frohgemut ins „Martino” eintauchten.

- Beim Italiener

- Liebevoll angerichtet
Die Kellner waren ausgesprochen freundlich, verwirrten uns nur etwas, da der eine uns einen chilenischen Weißwein für zehn CuC empfahl und der andere meinte der Hauswein für nullouvert sei auch gut. Ich denke, er hoffte auf die Umwidmung des Weinetats in den Trinkgeldetat. Aber er hatte recht, der Wein war durchaus akzeptabel. Es gab vier Gänge plus einem Vorspeisenbüffet. Günter hatte sich als ersten Gang in die Tomatensuppe verguckt. Das dazu kubanische Tomaten die Grundlage bildeten, brach der Suppe das Genick und Günter den Appetit. Der kleine Lachsappetizer blieb das Beste für ihn. Als Hauptgang hatten wir beide Fischfilet gewählt, das zu trocken und entsprechend fest war. Immerhin besorgte der eine Camarero Zitronensaft, was auf Kuba nicht ganz einfach ist. Die Frauen hätten das bessere Los gezogen. Ihre passt die waren Ihnen angenehm, nur die Lammkoteletts waren keine, aber wahrscheinlich wenigstens doch Lammartiges. Das Tiramisu zum Abschluß kam kritiklos gut an. Der Camarero lud uns für Dienstag ein, hier wieder zu erscheinen und nein, eine Anmeldung bräuchten wir nicht. Alles klar.
Die Bar vor dem Restaurante war schon zu und so bewegten wir uns in Richtung Pianobar, die nicht schließt. Hier ließen wir die italienische Nacht ausklingen.
Jost



