Kuba - 8. März 2016
Mietwagenübernahme

- _________Havanna
Der Jetlag hatte gottseidank bei keinem von uns richtig zugeschlagen, so daß alle die Nacht einigermaßen überstanden haben und pünktlich um 9.00 Uhr zum Frühstück erschienen. Es gab frischen O-Saft, frische Ananas, Bananen und Guaven, getoastetes Brot mit Käse und eine Art Milchbrötchen und Rührei, dazu Kaffee, der mit viel Milch genießbar ist.

- Unser Taxi
Laut unseres abgestimmten Tagesplanes stand zuerst das Mietautoabholen in der City bei der Rex-Autovermietung an. Mit dem Taxi für circa 15 CUC waren wir in einer knappen halben Stunde dort, wobei uns der Taxifahrer schon einige Sehenswürdigkeiten von Havanna erklärte. Eine Besonderheit des Taxis war auch, daß der Fahrer in den engen Straßen der Altstadt öfter seine spezielle Frauenhupe betätigte. Dann flog ein Aufmerksamkeit heischender, melodischer Pfiff durch die Gassen. Da wir zeitig genug da waren, konnten wir noch rund 100 Meter umherlaufen und fanden auch die Vermietstation im Seiteneingang des Hotels „Parque Central”. Hier durften wir ca. zwanzig Minuten warten, ehe die Leute erschienen.
- Alles Baustelle_________________Hotel Parque Central___________Unser Auto
Der Vertreter unseres Reisebüros hieß Juan und hat früher drei Jahre in Rostock erfolglos Mechanik studiert, dafür beherrscht er aber die deutsche Sprache sehr gut. Nachdem Heidi per Karte noch Versicherung und Kaution und ich die Spritfüllung (85,- CUC) bezahlte, waren wir schon eine Menge Geld los, aber dafür hatten wir die Schlüssel für einen Audi A4 mit Automatik in der Hand. Ein paar Kratzer und Schrammen hatte er schon aber ansonsten schien alles O.K. zu sein, sogar ein Reserverad war da, aber dafür keinerlei Papiere und Beschreibung.
- Im Restaurant________________Hemmingway im Hintergrund____Schwer einnehmbare Burg
Als nächstes Ziel des Tages wurde ein Tour nach Cojimar aufgerufen, ganz inder Nähe von Havanna, an der Küste gelegen und natürlich soll da auch Hemmingway in einer Bar getrunken haben. Direkt vor einem Restaurant parkten wir, weil wir natürlich Hunger und Durst hatten. Das Bier war okay, das Essen (Pork-Beefsteak und panierter Fisch) gingen gerade so, aber die Toiletten waren nicht benutzbar... Während die drei Anderen sich bei stürmischer Meeresbrise zur kleinen Festung vorwagten, wartete ich gemütlich auf einer Bank im kleinen Park, natürlich mit Monument.
Dann starteten wir zu Universität, wo wir um 17.00 Uhr mit Patricia und Loirett verabredet waren. Leider hatten wir uns in der City mit ihren vielen Einbahnstraßen und Baustellen etwas verfranst, so daß wir eine junge Brasiliarin nach dem Weg fragen mußten. Obwohl der Vater ihres Kindes in Kassel wohnt, konnten wir uns weder auf deutsch, englisch oder spanisch näher kommen, aber die junge Frau stieg auf Hinweis ihrer Arbeitskollegen zu uns ins Auto und so gelangten wir doch noch, knapp im akademischen Viertel, zum verabredeten Treffpunkt. Die junge Hauptstädterin bekam etwas Geld (5 CUC) für die Rückfahrt, die sie eigentlich nicht annehmen wollte.
Dann begaben sich Heidi und Jost, Karin, Patricia und Loirett (siehe unten) auf einen kleinen Spaziergang durch die City mit dem Ziel des altehrwürdigen, mondänen und riesigen Hotels Nacional, wo man einen schönen Überblick über die Stadt hat. Ich erklärte mich bereit, mit dem Auto diese Tour zu machen und wir verabredeten das Hotel bzw. den Parkplatz Straße O als Treffpunkt. Dann begann mein Dilemma: Obwohl es es nur eine kurze Strecke laut Stadtplan war, verfranste ich mich natürlich auch, landetete immer wieder auf dem Malecón und fuhr rechts durch den Tunnel aus Havanna raus und hätte bald eine Begegnung mit der Polizei gehabt. Nachdem man auch schwer wenden kann, war ich auf dem Rückweg und verpaßte wieder die richtige Abfahrt und landete auf der anderen Seite von Havanna wieder im Tunnel... also wieder zurück und das Hotel gesucht. Nachdem der Audi zwei Mal fast ausgegangen war, konnte ich ihn doch kurz vor dem Hotel abstellen und las schon auf meinem Handy Heidis Ruf: „Günter wo bist Du?”.
Also trafen wir uns doch wieder und wollten in einer Bar auf Loirettes Empfehlung einkehren, die hatte aber leider zu. Also auf zumnächsten Restaurant, das wir auch nach ein paar Minuten erreichten. Die Kubalanischen Würste (tote Oma) gingen einigermaßen und die Salate sowie der Wein waren gut. Gegen 21.30 Uhr verabschiedeten wir uns vom kubanischen Ehepaar und fanden auch fast gleich mit Josts Näschen unsere Pension. Dort mußten wir natürlich noch einen Absacker zu uns nehmen, um den ersten Tag in Havanna auszuwerten und den Plan für den zweiten Tag zu schmieden.
Günter
- Hauptportal der Universität______Lobby Hotel Nacional___________Kampf der Zikamücke
Wir gingen also mit Heidis Kollegen, die wir am Hintereingang der Universität getroffen hatten, den Universitätsberg hinunter zum ungeliebten Haupteingang. Die zu bewältigenden Treppen dort schrecken viele Besucher ab, von hier das Universitätsgelände zu betreten. Nebenbei hielten wir immer Ausschau, ob wir Günter sähen. Er kam aber nicht. Wir gingen weiter über die berühmte Straße L, wo ganz viele, meist junge Leute saßen und auf Handies, Pads und Laptops surften. Wie wir nun erfuhren, gibt es in Havanna mehrere Stellen, an den WLAN verfügbar ist. Eine Stunde kostet die horende Summe von 2 CUC. Man muß sich ein von der zentralen Internetgesellschaft vertriebenes Ticket mit User und Paßwort kaufen und kann dann loslegen. Von Günter war immer noch nichts zu sehen. Wir gingen weiter zum Hotel Nacional, schauten uns die historischen Befestigungsanlagen und die freilaufenden Rebhühner an bevor ich mich wieder vor das Hotel begab, um nach Günter zu schauen. Kein Günter weit und breit. Nur eine mobile Zika-Bekämfungsanlage wurde durch die Straße gezogen. Weil der Akku meines Handys leer war, rief ich mit Heidis Handy Günter an, wo er denn bliebe. Er sei gleich da, immerhin doch schon nach anderthalb Stunden.
Jost



