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La Fortezza

Dienstag
15. März 2016

 
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Umzug nach Trinidad

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________Cienfuegos

Unser heutiges Ziel war Trinidad. Aber vorher wollten wir noch das Fortaleza de Jagua am schmalen Eingang zur Bucht von Jagua besuchen. Zuerst fragten wir am Hafen nach der Fähre. Die sollte erst um 11.00 Uhr fahren, und eine Stunde zu warten, hatten wir keine Lust. Der auskunftsfreudige Kubaner meinte, man könne auch vom Ostufer der Bucht mit einer ständig kur­sierenden Fähre die dreihundert Meter zum Castillo bewältigen.

Gute Idee, denn wir hatten den Weg dorthin ja gestern ausgiebig studiert. Also chauffierte uns Günter auf dem kürzesten Wege zum Hotel „Pasacaballo”. Nur war keine Anlegestelle zu sehen. Zwei wenig vertraueneinflößende Straßen führten links hinab zum Wasser. Wir wendeten und wählten das Sträßlein, an dessen Einmündung die meisten Leute standen. Noch immer war keine Anlegestelle auszumachen. Und es war auch nirgends etwas ausgeschildert, außer daß an einem Zaun zum Parken eingeladen wurde. Als wir vor dem Zaun parken wollten, bat uns eine junge Frau, doch auf das eingezäunte Terrain zu fahren. Na gut.

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Die Anlegestelle_______________Fortaleza mit Fähre____________Alles einsteigen

Und siehe da, zwanzig, dreißig Meter weiter stießen wir auf eine total vergitterte Anlegestelle und eine kleine Fähre hatte schon den Kurs hierher aufgenommen. Nun sahen wir, daß auch der zweite Weg zu einer ebenso gesicherten Plattform führte. Es gab also sogar zwei Boote, die die Leute hin- und herbugsierten. Wir handelten 8,-CuC für unsere Transfers aus. Und ab ging die Fähre.

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Seht Euch vor!_____________________Kompaktes Fort

Am anderen Ufer angekommen, nahm Günter umgehend im Fährrestaurant Platz und wir stiefelten die zweihundert Meter zum Castillo Jagua leicht bergan. Die Anlage ist gut in Schuß, obwohl sie wohl Mitte der Neunziger Jahre vom Militär aufgegeben wurde, ohne daß es einen Plan für die weitere Nutzung gegeben hätte. Da alles offen stand, wurde alles, was nicht niet- und nagelfest war, weggetragen und sogar in der Kapelle nach Schätzen gesucht. Es waren einige ehemalige Kommandanten dort begraben worden. Aber das erfuhren wir alles erst später.

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Der Innenhof_________________Die Zisterne___________________Alles zum Anfassen

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Der Wachturm________________Die drei Besucher______________Blick aus dem Turm

Jetzt entdeckten wir einen Gecko im Kanonenrohrimg_1947.jpg
Gecko im Kanonenrohr
und kamen an die heruntergelassene Zugbrücke. Für 1,-CuC pro Person darf man alles besichtigen. Zusätzlich entschieden wir uns für eine englischsprachige Führung, was sich als die beste Wahl herausstellte. Das Castillo war das letzte auf Kuba erbaute Fortaleza und wurde von einem Franzosen konzipiert. Wir besichtigten alles, von der Zisterne für Trinkwasser (100 m³ Fas­sungs­ver­mögen) bis zum Wachturm ganz oben.

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Kanal mit Hotel

Und zwischendurch durften wir sogar das eine oder andere Ausstellungsstück in die Hand nehmen. Das war toll. Zum Schluß betätigte Karin ganz allein die Zugbrücke - ganz schöne Muckis die Gute. Günter fanden wir, wo wir ihn zurückgelassen hatten. Nachdem wir etwas gegessen und getrunken hatten, ließen wir uns wieder auf die andere Seite des Kanals übersetzen. Der Fährmann konnte den 20,-CuC-Schein nicht wechseln, der Park­platz­wäch­ter wohl. So hatten wir alle Schulden beglichen und konnten in Richtung Trinidad starten.

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Günters Aussicht______________Kühle Gaststube_______________Ein letzter Blick zurück

Bei der Führung hatten wir auch erfahren, daß der kürzere Weg, am Botanischen Garten entlang, wegen der Rekonstruktion der Straße gesperrt ist. So fuhren wir erst wieder nach Cienfuegos, um von dort, am besagten Garten vorbei, nach Trinidad zu gelangen. Die Straßen waren ganz gut in Ordnung, wobei man nie vor Schlaglöschern geschützt ist, also immer auch den Straßenbelag im Auge haben muß.

Erst kurz vor Trinidad entschlossen wir uns, an einem Palodar zu halten, denn das Sandwich von vorhin war schon verdaut. Heidi und ich wählten die Hühnerbeine mit viel Reis und etwas Salat. Karin und Günter blieben bei Shrimps. Während wir auf das Essen warteten, warteten ein paar Jugendlich auf eine Mitfahrgelegenheit. Sie vertrieben sich die Zeit mit Katschischießübungen. Ein Glück, daß Günter das Auto nicht in der Zielrichtung geparkt hatte.

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Gleich gibts was zu essen
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Da fahren sie hin

Als der Reis gebracht wurde, lobte ich die coole Sonnenbrille des jungen Camareros. „It's for the sun.” bemerkte er. Aha. Ein gut besuchter LKW schien bereit zu sein, die Jungs mitzunehmen. Ihre Katschis hatten sie vorsorglich verstaut. Auch wirmachten uns auf, unsere letzte Casa Partikular zu beziehen. Wir fanden sie schon beim zweiten Anlauf. Hier stehen die Straßennamen bzw. -nummern wieder oben an den Eckhäusern. Wären wir im ersten Anlauf nur zwei Querstraßen weiter gefahren, hätte es sofort geklappt.

Aber egal. Das Haus liegt direkt im Zentrum und besitzt einen schönen Innenhof und mehrere, über das gesamte Dach verteilte Terrassen. Wenn wir hier zu Abend essen wollten, müßten wir mindestens drei Stunden vorher bestellen. Heute wollten wir uns erstmal Trinidad anschauen. Auf dem Wege zur, vom Gastgeber empfohlenen, „Casa de la Musica” blieben wir in einem anderem Restaurant mit Dachterrasse hängen. Da wir ja schon am Nachmittag warm gegessen hatten, schwebte mir nur eine Kleinigkeit vor. Leider bekam ich weder den angebotenen Shirmps- noch den Krabbencocktail. Die seien aus. Dann eben nicht. In der Getränkekarte wurde ich jedenfalls fündig. Heidi bestellte sich wieder Fisch, den wir uns dann teilten. Günters gegrillte Shrimps mußte er alleine essen, weil Karin ihm nichts abnehmen wollte.

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Zwei Kunstwerke__________Cuba Libre satt___________________Auf dem Heimweg

Anschließend wechselten wir die Lokation, hin zu einem nach Ruine aussehenden Garten­lokal mit Livemusik. Am Nachbartisch saßen zwei Freunde bei einer Flasche Añejo. Gute Idee dachten wir, zumal man die Flasche immer zum Ladenpreis bekommt oder mit einem CuC Aufschlag - perfekt. Wir genossen die Musik und die Athmosphäre. Ab und an mußte ich Eis für unsere Cuba Libre nachholen und so verging der Abend aufs Angenehmste.

Jost

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