Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Ein Nickerchen tut gut! Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild Vollbild

Nikosia

Mittwoch
26. Mai 2010

 
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ΛΕΦΚΟΣΙΑ

Heute soll es in die letzte geteilte Hauptstadt der Welt gehen, nach Nikosia, in der Landessprache Lefkosia (früher vor x-hundert Jahren Ledra). Daher wird unser Terras­senfrühstück heute nicht länger als notwendig ausgedehnt. Allerdings merkten wir schon am Morgen: Heute wird ein schöner, heißer Tag!

Gegen 9.30 Uhr geht es los; die Frauen hübschgemacht in Rock und Bluse und Jost als Fahrer, fix sind wir durch Kellaki und Perekkleisia durch und folgen dann immer nur der Autobahn A1 in Richtung Lefkosia. Dabei können wir in Ruhe die verschiedenen Landschaftsformen begutachten. Meer zur Rechten, Hügel, Täler und später Bergland zur Linken. Und immer wieder der herrliche Oleander in weiß, rosa und rot als Straßenbepflanzung!

Nach ca. 90 km erreichten wir die Außenbezirke der Stadt. Da wir uns die Altstadt mit Bauernmarkt ansehen wollen, müssen wir sicher ins Zentrum. Jost meistert das mit Hinweisen von Günter und einmaligem Wenden hervorragend, sodass wir gegen 11.00 Uhr einen Parkplatz ganz in der Nähe des Constanzer Platzes und Busbahnhofes finden. Wir lösen einen Parkschein, für sechs Stunden zahlen wir 3,00 ° und legen diesen normalen, weißen Parkschein in die Frontseite des Autos ab. Das Ergebnis war für uns alle eine pure Verblüffung. Als wir gegen 16.30 Uhr wieder am Auto eintreffen, ist der Parkschein fast schwarz! Thermopapier ist in dieser Region kein gutes Material für Parkscheine.

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Die Altstadtgassen...____________...sind die reine..._____________...Verführung

Nun orientieren wir uns erstmal, finden auf Anhieb die richtige Richtung und finden uns nach ein paar Schritten auf einer befahrenen Hauptstraße inmitten der Altstadt Nikosias wieder. Die Souveniershops laden ein, wie die Restaurants und Cafes. Wir brauchen ja auch noch Karten und Briefmarken! Und stellen mit Erstaunen fest, daß das Porto nur 0,43 Euro plus 0,02 Euro beträgt! Karin kauft einen kleinen Bildband, Heidi ein Tischdeckchen und wir versprechen, in keinen Souveniershop mehr zu gehen. Na auch, um das Versprechen sofort wieder zu brechen. Zu schön sind Schmuck in Gold und Silber, Kleidung und sonstige Angebote.

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Auf dem Bauernmarkt..._________...findet man, was...____________...das Herz begehrt

 

Aber dann kommt der Bauernmarkt in Sicht, begeistert berauschen wir uns an Massen von Kräutern, Tomaten, Zwiebeln, Zuccini, Auberginen, Bohnen, Kartoffeln und diversem Obst, alles in bester Qualität und unter freiem Himmel, sprich bei ca. 35°C! Wir ziehen weiter durch die Gassen Nikosias, bewundern die Wohnhäuser im eng­lischen Kolonialstil und nehmen auch die teilweise im Verfall begriffenen, haus­ähnlichen Gebilde zur Kenntnis.

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Bauen im Süden______________Im Ledra Museum_____________Propaganda im Norden

Wir entdecken vor uns den Shacolas Tower, ein elfgeschossiges Büro- und Geschäfts­haus, in dessen elfter Etage sich das Ledrasmuseum inklusive Aussichtsplattform über der Stadt erhebt. Dieses besuchen wir natürlich und erhalten hier einen herrlichen Überblick über die in Nord und Süd geteilte Stadt mit ihren 1000 Sehenswürdigkeiten, anhand der vielen Fotos und Erläuterungen, die sogar auch in Deutsch ausgewiesen sind.

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Vorm Coffee Corner
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Grenzübergang

Anschließend ist eine Erfrischung von Nöten, wir laufen die Ledrastraße nach Norden, da wir nun in den türkisch besetzten Teil wollen. Kurz vor der Green Line nehmen wir eine Erfrischung (Bier, Frappe und Strawberry Froozen) zu uns - wunderbar, und beobachten den Grenzpunkt, wo hin und wieder ein Tourist seine Taschen den Zöllnern/Polizisten vorzeigen muss. Vor unseren "Übertritt" schauen wir uns in "Museum der geteilten Stadt" um, wo augenblicklich anscheinend für das Reiseland Malta geworben wird.

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Der Innenhof
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Tolles Moped

Dann passieren wir unter Vorzeigen der Per­sonal­ausweise die Grenze (und Ausfüllen eines Doku­men­tationszettels - was tun damit? Keiner will diese Dinger haben). Nun sind wir in der "Türkei". Viele Souveniershops und Restaurants laden ein zu günstigeren Preisen als im griechischen Teil. Aber die Gassen wirken unsauber, die Häuser (schöne Stadtvillen) sind oft dem Verfall preisgegeben. Eine Kirche steht neben der anderen, bzw. Moschee, man kann nur staunen über die vielen alten Gemäuer. Wir kehren in eine alte Karawanserei ein - im Innenhof eine kleine Moschee, ringsherum Restaurants, Bars, Souvenier- und Handwerksläden. Heidi kauft Kette und Ohrringe aus Porzellanröschen. Und wir nehmen einen Imbiss zu uns: Salat, Weinblätterröllchen und Teigtaschen mit Käse inklusive Bier und Zitronenlimonade! Es ist hier angenehm ruhig (mit leiser türkischer Musik) und schattig.

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Leere Nieschen_______________Innenansicht__________________Günter entspannt

Weiter geht es, wir sehen vor uns die Sophienkathedrale, eine ursprünglich gotische Kirche, die irgendwann zu einer Moschee umgebaut wurde (mit zwei Minaretten und dem Entfernen der christlichen Figuren). Jost und Heidi besichtigen die Moschee auch von innen, wozu sie sich ihrer Schuhe entledigen müssen. Anschließend geht es durch einige Gässchen zurück. Uns reicht das Gesehene.

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Obst & Gemüse_______________Ein Kramladen________________Nach dem Schlachten

 

Wir besichtigen noch eine türkische Markthalle und finden uns schnell wieder zum Grenzpunkt zurück. Hier will man unsere Ausweise sehen und die abgestempelte Deklaration zur Person - wo ist die? Doch nicht etwa dieser seltsame Zettel, den wir vorhin ausgefüllt haben? Aber da ist ja kein Stempel drauf. Wir wundern uns wieder, werden aber, da wir als Deutsche erkannt werden, durchgewunken.

In der Fußgängerpassage laufen wir die Ledrastraße wieder hinauf, kommen an eine Kreuzung, wo wir unsere Urlaubskasse mittels Barbhebung etwas aufbessern und finden fix den Weg zum Parkplatz. Gegen 16.30 Uhr verlassen in Nikosia, geschafft vom Spazierengehen und der Hitze.

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Abendstimmung
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Welches ist wessen Bier?

Und beschließen, auf der Rückfahrt einen Sprung ins kühle Nass am Governors Beach zu nehmen. Günni chauffiert zurück, problemlos, und wir genießen am leeren, uns bekannten Strand ein erfrischendes Bad. Günni verzichtet darauf, aber nicht auf das zuvor georderte Bier für alle.

Kurz vor 19 Uhr fahren wir zurück zum Ferienhaus. Dort lassen wir den Abend aus­klin­gen mit Brottaschen mit Gemüse, Tunfischsalat mit Ei, Anchovis und Kapernkraut, Wein, Bier und Schnaps. Und erfreuen uns der gemachten Fotos, die Jost wie jeden Abend fix überspielt auf seinen Laptop. Manch einer liest ja noch oder schreibt Karten, ich falle jedenfalls totmüde gegen 23 Uhr ins Bett!

Karin

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