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Ceé und Noia

Donnerstag
27. August 2015

 
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Besuch zweier Küstenorte

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Ceé

Und täglich läutet der Wecker. Draußen ist alles dunkel und naß. Für heute war uns der regnerischste aller Tage angekündigt worden. Nach dem Frühstück fuhren wir nach Ceé, einem nahegelegenen, größeren Ort am Meer.

Wir parkten direkt unter dem neuen Einkaufszentrum. So konnten wir im Trockenen einkaufen. Heidis Schlechtwetterfrust ließ aber nicht nach, da die diversen aus­ge­wähl­ten Kleidungsstücke dann doch nicht paßten, schlecht geschnitten waren oder sonst irgendwie durchfielen. Ich fand eher zufällig einen preiswerten Gürtel bei einem Räu­mungsverkauf. Im obligatorischen Supermarkt fanden wir heraus, daß die Jakobs­muscheln hier Zamburinas heißen - wenigstens etwas. Anschließend fragten wir uns zur Post durch, denn wir brauchten noch Briefmarken für unsere Ansichtskarten. Egal ob man hier Brief oder Karte verschickt, alles kostet 90 Cents! Soviel kosteten zumin­dest die angebotenen Sondermarken, in die angeblich ein keimfähiger Blumensamen eingearbeitet ist. Das erfuhren wir aber alles erst, nachdem wir den Schalterbeamtinnen geschlagene 15 bis 20 Minuten bei der Abfertigung von fünf Kunden und der fern­münd­lichen Reparatur bzw. dem Neustart der elektronischen Waage zu­schau­en durften.

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Das Wappen als Mosaik
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Im Herzen Ceés

Es regnete übrigens die ganze Zeit nicht. Deshalb entschieden wir uns, einen kleinen Stadtbummel durch Ceé zu unternehmen. Jetzt erkannten wir ganz deutlich, daß dieses Einkaufszentrum samt umliegenden, neuen Verwaltungs- und Gemeinde­bauten zum Einen nur schauriger Ersatz der ehe­maligen Bebauung sein konnte und zum Anderen die Geschäfte der Altstadt größ­ten­teils zur Aufgabe gezwungen hatte. Attraktive, steinalte Gebäude waren ihres jahr­hun­der­te­alten Zweckes beraubt worden. Ein trister Rundgang, passend zum Wetter, könnte man sagen, war dies.

Heidi hatte eigentlich schon genug, aber ich hatte keinen Bock, den Rest des Tages in Frixe zu verbringen. Wenn es hier schon nicht regnete, könnte es ein klein wenig südlicher vielleicht noch etwas besser sein. Die nächste, etwas größere Ortschaft ist Noia, wohin wir nun aufbrachen. Das Navi führte uns auf dem kürzesten Weg dorthin, was trotzdem eine Stunde dauerte.

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Anton Aviles de Taramancos______Rúa Cantón____________________Iglesia San Martin

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Noia

Am Stadtpark fanden wir auch gleich ein Plätzchen fürs Auto. Ein Jahrmarkt war in Auf­lö­sung begriffen. Wer will bei solchem Wetter auch schon Riesenrad oder Walzer­bahn fahren? Heidi meldete ihr Interesse an einer Kalorienaufnahme an. Der Neubaublock am Wasser beherrbergte bestimmt sechs gastronomische Einrichtungen, wir konnten uns aber nicht zu einer Entscheidung durchringen. Etwas oberhalb fanden wir dann schnell eine Pizzeria, die auch ein Menü (siehe gestern) für 9,-€ anbot, also Vorsicht. Klar wären wir mit zusammen 18,-€ günstiger gefahren, aber nach Wellfleisch stand uns der Sinn so garnicht. Da der Seehecht aus war, mußte ich auf Bacalao umschwenken. Heidi bestellte die potugiesische und ich die galicische Variante. Eigentlich hätte auch eine einzige Fisch­platte für uns beide genügt, aber Fisch ist ja leicht, oder nicht? Der Tischwein für 5,-€ schmeckte sehr gut und zum Abschluß noch einen Kaffee. Uns ging es bestens.

Übrigens wurden wir auch hier auf deutsch bedient, was wir garnicht gleich bemerkt hat­ten, denn der Chef sprach etwas undeutlich. Jedenfalls hatten die Wirtsleute 18 Jahre in St. Gallen gelebt und gearbeitet - schon komisch diese Häufung. Die Chefin wies uns noch den Weg in die Altstadt.

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Tolle Arkaden,...__________________... Rundbögen...___________...und Durchgänge

Noias Herz ist baulich älter und noch attraktiver als das Ceés, aber die Vielzahl der geschlossenen Geschäfte war nicht nur der Siesta geschuldet. Mir gefielen die alten Arkadengänge am besten. Das Fest, dessen Überreste gerade hier und da abgebaut wurden, hatten wir allerdings verpaßt. Bei dem Wetter kann man für die Veranstalter nur hoffen, daß sie nicht zuviel Nasse gemacht haben.

Der Weg zurück in unser Domizil dauerte ebenfalls eine Stunde. Hier setzten wir uns in die Lobby, Heidi las und ich versuchte den Laptop und die Fritzbox zu überreden, eine VPN-Verbindung aufzubauen. Das Handy tat es ohne Probleme und ich rief kurz zu Hause in der Bibliothek an. Aber die Box akzeptierte irgendein Paßwort nicht :-(

Heidi bat zum Essen. Eine Kleinigkeit wie Mies- und Jakobsmuscheln, dazu etwas Brot und die salzigen, gebratenen Peperoni sollten es sein. Endlich kam ich zum Tagebuch und Heidi amüsierte sich köstlich über des Fürsten Pücklers Biographie. Heidis kleiner Hierbas darf hier nicht unerwähnt bleiben, mein etwas größerer dürfte es schon. Jedenfalls ging's um die Beförderung des Wohlseins.

¡Buenas noches!

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