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Schlußwanderung

Montag
16. August 2021

 
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Wanderung durchs Triebtal

Da es morgen zurück nach Jena geht, wollten wir uns zum Abschied die kleinere Schwe­ster­brücke der Göltzschtaler, die Elstertalbrücke ansehen. Dazu fuhren wir zur Barth­mühle und stellten das Auto auf dem Wanderparkplatz gleich neben dem Briefkasten ab. Der Standort, so hoffte ich, würde die meiste Zeit im Schatten liegen. Und man sieht die Elstertalbrücke schon vom Parkplatz aus. Hätten wir auch gleich wieder einsteigen können, hätten wir nicht die 10 Kilo­me­ter­runde mit Besuch der Pöhlsee-Staumauer von unten geplant gehabt.

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Sie schimmert schon durch_____In der Talsohle_______________An der Teufelskanzel

Von dem im Urlaub befindlichen Restaurant Barthmühle aus folgten wir dem Wanderweg bis zur Teufels­kanzel mit Holzbrücke. Dabei passierten wir schon ein erstes Mal die impo­sante Elstertalbrücke. Der schöne Weg führte uns bis zum Restaurant Lochbauer, das natürlich auch Urlaub machte und und sonst auch nur Freitag bis Sonntag geöffnet gehabt hätte. An der Brücke war die Pfaffenmühle mit den Schließtagen Mittwoch und Donnerstag angezeigt. Wir waren uns aber ob der Aktualität nicht sicher und wollten die anderthalb Kilometer Umweg lieber nicht riskieren.

Die von den Vorwanderern bei Komoot genutzte Abkürzung war inzwischen untergepflügt worden, jedenfalls nicht mehr als Weg erkennbar. Wir querten die Weiße Elster über die Eisenbahnbrücke und bogen vor dem Tunnel links auf den Uferweg ab. Der ist dann nicht mehr so bequem wie der am anderen Ufer dafür aber abwechslungsreicher. Der Fluß ist meist gar nicht zu sehen, weil man neben und über den Gleisen läuft. Teilweise geht es da schon mal zehn Meter steil bergab. Am Ende dieser nicht vorhandenen Ausbaustufe steht ein Schild, daß man sich eigenverantwortlich in Gefahr begibt, so man hier weitergeht. Zu spät, wir waren schon durch.

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Erbaut 1851_________________Malerisches Plätzchen_________Auch ein Riesending

Den Abzweig bachaufwärts der Trieb hatten wir schon rechts liegenlassen, was ich aber noch rechtzeitig bemerkte. Die Elstertalbrücke bildete erneut einen grandiosen Blickfang. Hier an der Einmündung der Trieb machten wir Rast und stärk­ten uns mit der Wegzehrung. Nun ging es auf einem breiten Uferweg die Trieb hinauf zur Staumauer. Ihre 50 Meter sichtbare Höhe ist schon beeindruckend. Wir querten die Trieb erneut und gingen am Nordufer auf dem nun schmalen Weg bis nach Jocketa hinauf. Als erstes stach uns ein Schild ins Auge, das darauf hinwies, daß neugierige Begehungen des ehemaligen Gast­stät­ten­geländes unerwünscht sind. Muß wohl mal ein beliebtes Aus­flugs­ziel gewesen sein.

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Auf zum Gipfel

Dann folgten einige beeindruckende Villen, die wir hier nicht erwartet hätten. Wenn sie nicht schon aufs Feinste hergerichtet waren, arbeitete man daran. Tolle Gar­ten­anlagen gehörten dazu. Eine Treppe führte uns dann auf die mittlere Ebene der Eisenbahnbrücke, die man per Pedes nutzen kann. Auf der anderen Seite der Elster stand erneut ein Schild mit dem Hinweis, daß die Pfaffenmühle Mittwoch und Donnerstag Ruhetag hat. Wir entschlossen uns, den Versuch eines Besuches der Mühle mit dem Auto zu unternehmen. Und siehe da, die Pfaffenmühle war tatsächlich geöffnet und zwar von 11.00 bis 19.00 Uhr, wobei ab 17.00 Uhr sogar noch die Karte erweitert wurde. Wegen Corona ist ja alles etwas um­ständlich, aber es funktioniert. Das Plauener Schwarz­bier paßte sowohl zu meinem See­lachs­filet als auch zu Heidis Salat mit Kartoffelecken. Zum Nachtisch gab es noch Him­beersahnetorte für Heidi und Apfel­kuchen mit Schlagsahne für mich. Das hatten wir uns verdient.

Auf dem Heimweg hielten wir weiter nach Glas­con­tai­nern Ausschau, wurden aber nicht fün­dig. Gerd über­nahm freundlicherweise die Entsorgung unseres Leer­gu­tes. Inzwischen hatte sich herausgestellt, daß Gisela schon aus dem Krankenhaus entlassen und zu Hause angekommen war. Das veranlaßte Heidisch schon mal mit dem Packen zu beginnen. Ich ging in den Garten und schrieb Tagebuch bis Heidi sich zu mir gesellte. Eigentlich wollten wir mit Gerd noch ein Abschiedsbier trinken, aber da begannen sich die Wolken zu ver­dich­ten.

Weil wir noch Abendbrot essen wollten, verabredeten wir uns für nach den Nachrichten. Also soweit war, regnet es kräftig und Gerd kam im Anorak über den Hof gestiefelt. Wir setzten uns in den großen Gastraum, tranken Wein und unterhielten uns über Afghanistan, das Versagen des Westens im Allgemeinen und der USA im Besonderen. Adelheid war nicht zugegen, weil sie ihre Tochter unterstützen mußte. Wir kamen auf das Thema Gin und Heidi bot von ihrem Grapefruit-Gin an. Wir probierten auch noch meinen 27'er bevor wir uns um halbzwölf in die Betten verabschiedeten.

Gute Nacht!

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