Deutschland - 6. August 2021

- ______Friedberg
Wanderung mit Uwe
Nach dem Frühstück bereitete Heidi zwei Salate für den heutigen Grillabend vor – einmal Rote-Beete- und einmal Möhrensalat. Da keine Küchenmaschine auffindbar war, wurden die Möhren manuell mit dem Messer zerkleinert, was dem Salat keinen Abbruch tat. Heidi war ja schon glücklich, daß sie den Kartoffelschäler fand. Im Zuge der Salatzubereitung wurden auch gleich der Kühlschrank und das Zutatenregal aufgeräumt. Ich schrieb am Tagebuch und versuchte, mich nicht von Heidis verzweifelten Kommentaren ablenken zu lassen.

- Mit leerer Hand
Der Routenplaner veranschlagte 26 Minuten für die Fahrt zum Friedberger Bahnhof. Das kam auch ganz gut hin. Uwe erwartete uns schon auf dem Parkplatz. Liane konnte leider nicht mit uns kommen, weil sie von der Zweitimpfung umgehauen worden war. Uwe hatte sich gut vorbereitet und beglückte uns mit einer kleinen Stadtführung.
Entlang der Stadtmauer liefen wir in Richtung Burg. Unterhalb des Burgberges gibt es einen Teich, den die Prinzessin ohne goldene Kugel ziert. Der ungenehmigte Spielplatz machte einen guten Eindruck. Die eigentliche Attraktion, eine 50 Meter lange Rutsche, war schon wieder wegen der Anwohnerproteste demontiert worden. Die Lärmbelästigung durch die Tag und Nacht herabkollernden Steine war einfach zu groß.

- Die alten Zimmergenossen
Über Wulfratshausen wanderten wir in Richtung Haberskirch, wo Uwe im Restaurant einen Tisch für 13.00 Uhr bestellt hatte. Pünktlich trafen wir am Lokal ein, vor dem eine Hochzeitsgesellschaft das Protokoll zelebrierte. Und das größte war, daß Uwe nicht nur den Tisch bestellt hatte, sondern uns obendrein auch noch zum Mittagessen einlud. Danke noch mal. Mein Rostbraten war ausgezeichnet und Heidis Garnelenspieße ließen überhauptnichts zu wünschen übrig. Auch Uwes Rindersteak verschwand mit der Zeit vollständig.

- Adler und Uhu
Zum Glück blieb uns noch der Rückweg, ein paar Kalorien zu verbrennen. Dabei passierten wir eine auf einem Bauernhof fernab der Hauptstraßen vor wenigen Jahren eröffnete Konditorei. Die hat sich so etabliert, daß sie Kunden und Gäste aus München und Augsburg sowie den dazwischenliegenden Gegenden anzieht. Heidi war begeistert aber satt. Erneut die Holzkunst passierend wählte Uwe anschließend eine alternative Strecke durchs Zentrum von Friedberg. Die Altstadt machte einen guten Eindruck und gefiel uns mit ihren Fachwerkhäusern. Plötzlich standen wir vor dem Bahnhof und hatten sechs kurzweilige Stunden miteinander verbracht. Vielen Dank dafür.

- Friedlicher Schwan
Eine halbe Stunde später waren wir wieder zurück in Langenreichen beziehungsweise am Kühlentaler Weiher. Nach der Wanderung wäre ein Bad eine sicher angenehme Wohltat. War's auch. Zuerst schwamm Heidi den See ab. Die Schwanenfamilie hatte sich aufs Putzen konzentriert, bevor sie graste. Danach schwamm ich zum Ponton und genoß die geschätzten 23°C Wassertemperatur. Als wir gegen 18.00 Uhr zum Grillabend einrollten, hatte Ute schon die Festtafel gedeckt. Wir brauchten uns nur noch zu platzieren. Alexander rollte mit seinem Dienstwagen auf den Hof. Dann trafen Kasubes ein, nur Tommi und seine Süße ließen auf sich warten. Sie kamen dann kurz bevor Maximilian eintraf und die Runde komplettierte.
Endlich konnte das große Fressen beginnen. Nein, nein, es lief alles sehr gesittet. Die Brätchen waren toll geworden, das Einlegen hatte sich ausgezahlt. Ich hätte halt mittags nichts essen dürfen, um noch mehr zu schaffen. Ankes und Heidi Salate ergänzten die Fleischspeisen vorzüglich. Zur Verdauung gab's Schierker, bevor einige Ginsorten probiert wurden. Neben dem Thüringer Gin bekam vor allem Heidis rosaner Grapefruit-Gin gute Noten. Den Rosagin hatte Maximilian aus der Schweiz mitgebracht, ebenso wie zwei Schachteln Wein und einen weiteren Gin für mich. Wahnsinn! Gegen Mitternacht begann sich die Zehnerunde aufs Eckige zu reduzieren, Erst Oktogon dann schnell Sechseck. So gegen eins da war dann nur noch eine Linie übrig, die aber bis circa 3.43 Uhr stabil blieb.
Gute Nacht!



