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Auf geht's

Sonntag
20. August 2023

 
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___________Dublin

Auf nach Dublin

Heidi ließ sich schon um 3.45 Uhr wecken, wobei sie so­wie­so schon zwei Minuten eher wach geworden war und den Wecker seiner ureigenen Aufgabe enthob. Um 4.00 Uhr wur­de dann für mich eine muntermachende Melodie vom Handy gespielt. Es blieben noch 55 Minuten bis zum Ver­lassen des Hauses. Die Koffer hatten wir schon gestern befüllt und verschlossen. Nach der Morgentoilette, einem minimalistischen Frühstück, allerdings mit Käsekuchen, wur­de noch der Abwasch getätigt, der Reiseproviant im Rucksack verstaut und schon konnte es pünktlich losgehen.

Die Straßenbahn fuhr zwei Minuten zu früh, wodurch wir am S-Bahnhof mehr Zeit für die Fahrstuhlnutzung bekamen. Am Ostkreuz hatten wir noch zwölf Minuten Zeit, bevor der Flughafen-Express uns aufnahm. Es lief alles ruhig, gemütlich und ohne jede Komplikation, so wie wir es mögen. Nur bei der Sicherheitskontrolle wurde Heidis Rucksack einer Son­der­behandlung unterzogen. Laut Sicherheitsleitlinien darf jeder Fluggast genau ein Feuerzeug mit sich führen und das am Mann. Heidi hatte drei im Rucksack, das geht gar nicht. Eines konnte ich noch retten und es an mich nehmen, aber das dritte wanderte in den Müll. Heidi war da offensichtlich schon ein Sicherheitsrisiko!

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Im Landeanflug

Nach dem ebenfalls ruhigen, einstün­di­gen Flug landeten wir am Gate A38, viel mehr Weg zum Abfluggate B32 ging nicht. Selbst mit Nutzung der diversen Laufbänder brauchten wir eine halbe Stun­de, waren aber achtzig Minuten vor dem ultimativen Start am Gate ein­ge­trof­fen. Wir vertilgten unsere Pausen­brote und tranken dazu das von der Lufthansa spendierte Wasser. Sogar Scho­koladen­tä­fel­chen waren verteilt wor­den. Auch die zweite Maschine stand auf dem Vorfeld, was dem pünktlichen Abflug keinen Abbruch tat. Es gab auch wieder Wasser und Schokolade und ich hielt unsere bisherigen Erlebnisse fest. Trotz des angekündigten Gegenwindes landeten wir pünktlich in Dublin. Nur damit, daß die Gangway streikte, konnte niemand rechnen. Erst nach einer guten halben Stunde und einigem Hin und Her konnten wir den reparierten regulären Ausstieg nutzen. Dafür kreisten unsere Koffer schon auf dem Band und erwarteten uns.

Wie sich herausstellte, war unsere Reiseleiterin Petra ebenfalls an Bord gewesen, am Treff­punkt hatte sich also niemand die Beine in den Bauch gestanden. Petra schlug vor, in die City zu fahren, da die Hotelzimmer erst am späten Nachmittag beziehbar wären. Der Bus­fahrer Jerry mußte ersteinmal das dreidimensionale Kofferpuzzle lösen, bevor wir in Rich­tung Dublin fahren konnten. Dann setzte er Petras Idee bestmöglich, dem Stau stand­hal­tend, um. Am Trinity College wurden wir auf Dublin losgelassen.

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In der Duke Street
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So macht Durst Spaß

Petra hatte schon während der Anfahrt auf diverse Sehenswürdigkeiten hingewiesen und gab uns ein Stündchen Zeit, mal hinein zu schnuppern. Wir gingen also die Nassau Street hoch zur Fuß­gän­ger­zone, hörten alle hundert Meter anderen Musikern zu, bevor wir in einer Nebenstraße vor einem ein­la­denden Pub zwei Plätze fanden. Das Guinness und das Smithwicks löschten unseren Durst bestens. Es gefiel uns hier ausgenommen gut. Aber da Petra angeboten hatte, uns schon mal eine kleine erste Einführung ins Dublinern Sein angedeihen zu lassen, trafen sich die meisten Grup­pen­mitglieder wieder vor dem Kaufhaus Kilkenny, um dieses Angebot nicht zu verpassen. Alle anderen würden dann um 17.30 Uhr zum finalen Hoteltransfer wieder dazustoßen.

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Molly Malone______________________Oscar Wilde_______________Eine Kaufhaustreppe

In den verfügbaren fünfundsiebzig Minuten lernten wir zuerst Molly Malone kennen, erfuhren vom Osteraufstand der Iren 1916, der auch in St. Steven's Green ein Zentrum hatte. Daran dachte am heutigen, sonnigen Sonntagnachmittag wohl keiner der die Wiesen besitzenden Erholungssuchendenimg_20230820_155210.jpg
Bestes Wetter
. Das Oscar-Wilde-Denkmal im nahegelegenen Park konnten wir nur an einer am Zaun ihre Bilder anbietenden Künstlerin vorbei ablichten. Wir kamen am Department of the Taoiseach (Tischok gesprochen), dem Amtssitz des dem Bun­des­kanzler vergleichbaren Staatsdieners vorbei, sahen die Nationalgalerie und georgi­anische Häuser mit bunten Türen, sowie den Gründungspub der „Dubliners”. Der erste Eindruck machte Appetit auf mehr. Morgen werden wir mit dem Bus alles erweitern und vertiefen können.

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The Taoiseach________________Georgianische Häuser_________Gründungspub

Am Hotel angekommen bezogen wir unser Zimmer und bereiteten uns auf das Abendessen vor, das für 19.00 Uhr anberaumt war. Im Restaurant lag an jedem Platz eine Menükarte mit den zur Wahl stehenden Gerichten. Gemüsesuppe gab's oder Cäsarsalat, sowie Hähnchenbrust oder Lachsfilet. Unser beider Wahl fiel auf Salat und Fisch. Ein kleiner Kuchenteller zu Kaffee oder Tee rundete alles vortrefflich ab. Satt und von der Küche positiv überrascht frequentierten wir abschließend die Bar des Hauses und bezahlten 18,60€ für zwei Gintonic - teures Pflaster. Ich schaute mir auf dem Handy noch den 4:1 Auf­takt­sieg Unions gegen Mainz 05 an, bevor wir die Lichter löschten. Die Ein­schalt­vorrichtungen hatten wir erst kurz vorher entdeckt.

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