Istrien - 16. Mai 2007
Heiliger Simeon, die zweite

- Es braut sich wieder was zusammen
Um 7.00 Uhr klingelte heute der Wecker, denn heute sollte es nun wirklich zum Weg des heiligen Simenon gehen. Nach dem Frühstück wurden wieder Brot Schinken und Äpfel nebst Wasserflaschen eingepackt und los ging es Richtung Pazin. Der Himmel begann sich schon wieder zu verdunkeln und wieder fing es an, zu regnen. Da es sich immer mehr verdunkelte, fuhren wir zügig durch das verregnete Gračišće weiter Richtung Labin. Ich hatte im Reiseführer von einem schönen Weg von Labin nach Rabač gelesen und das wollten wir nun angehen. Auf der Fahrt wurde das Wetter immer besser (es regnet hald nur beim Simenon) und in Labin war es trocken und die Sonne zeigte sich wieder. Den Einstieg zum Wanderweg fanden wir schnell, wie beschrieben, gleich neben der Touristeninformation, welche aber geschlossen hatte.

- Blick ins Tal auf Rabač

- Die Kvaerner Bucht
Also ohne Wanderkarte los. Auf gut gekennzeichnetem Weg ging es immer bergab auf schmalen, schattigen Wegen. Ab und zu öffnete sich der Blick und wir
konnten unser Ziel schon sehen. Nach einer Stunde hatten wir das Camp Oliva erreicht. Dort tobte immer noch ein Fußballspiel, welches uns akustisch auf dem Abstieg begleitet
hatte. Noch ein kurzes Stück Weg vorbei an einer großen Hotelanlage und wir hatten die Bucht von Rabač erreicht. Die Adria leuchtete uns blau entgegen und an einigen
Geschäften, Cafés und Restaurants vorbei fanden wir auch ein schönes Plätzchen, etwas erhöht gelegen, mit Blick zur Bucht. Dieses Plätzchen mit dem Namen "Restoran
Terasa" war eine gute Wahl. Zuerst gab es Capuccino und Bier. Danach entschied sich Jost für eine gegrillte Makrele. Mit etwas Verzögerung schob ich noch ein paar gegrillte
Sardinen
Sardinen
nach. Alles ganz lecker. Karin war noch nicht nach Essen zumute. Sie trank Wasser und mit uns zusammen noch eine wunderbare Flasche "Traminac".
Ein herrlicher Wein - wir können diesen noch nicht in einem Supermarkt bekommen.

- Am unsichtbaren Wasserfall

- Die drei Zypressen
Gut gestärkt verließen wir nach 14.00 Uhr die Terrasse und machten uns auf den Rückweg. Es gab noch ein Eis auf den Weg und der Aufstieg (ca. 230 Höhenmeter) konnte beginnen. Wir benutzten eine Variation des Weges vom Abstieg und konnten dabei immer wieder auf einen Bach mit kleinen Wasserfällen und Gumpen blicken. Dabei wurde auch kräftig fotografiert. Schnell waren wir wieder in Labin - es dauerte keine Stunde. Uns die Stadt anzusehen, hatten wir keine Lust und so stiegen wir ins Auto mit dem Ziel Badestrand. Wir fuhren jetzt eine andere Strecke über minj, am Ende des Limskikanals entlang über Vrsar nach Poreč zurück.
An der Straße stellten wir das Auto ab und gingen mit unseren Badesachen zum Steinstrand. Schon nach kurzer Zeit wurde diese Badestelle als ungünstig beanstandet und wieder verlassen. Ein Stück weiter, ganz nah bei Mali Maj, stiegen wir dann ganz ohne Badebekleidung ins Wasser. Es war wieder herrlich, ohne große Wellen im klaren Wasser zu schwimmen oder sich einfach treiben zu lassen.
Nach diesem erfrischenden Bad mußten wir nur noch einkaufen, denn heute sollte angegrillt werden. Schnell war der Einkauf im Konzum erledigt. In der Villa Palma wurde nun der vielgereiste Schinken wieder in den Kühlschrank gelegt. Aus Tomaten, Gurke, Zwiebel und den restlichen Pellkartoffeln ein Salat gezaubert und die gekauften Fleischspieße (Schwein und Geflügel) lecker gegrillt. So ließen wir uns das Abendessen munden. Wie jeden Tag gab es noch ein paar Gläser Wein und eine Bilderschau, und ein schöner Tag, wieder ohne heiligen Simenon, ging gemütlich zu Ende.
Heidi



