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Limskikanal

Freitag
18. Mai 2007

 
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Rovinj.gif... und das schöne Rovinj

Heute wollten wir uns nun endlich den berühmten Limskikanal anschauen, über den wir schon so viel gelesen hatten. Nach Fisch- und Muschelzucht stieß auch das Filmgewerbe auf den Fjord genannten Karsttrichter. Als Filmkulisse ist er unter Experten berühmt. Aber zuerst stand das Frühstück an und dazu gehören unbedingt die von mir zu besorgenden Brötchen. Drei Minuten nach acht betrat ich unseren Minimarkt und wurde wieder mit "Dobar Dan!" begrüßt. Ist 8.00 Uhr die die magische Grenze vom "Dobro Jutro!" zum "Dobar Dan!"? Mit dem Kauf dreier Sesambrötchen und einer salzigen Milchbrötchenstange sowie den letzten beiden Apfel- und einem Stück Käsestrudel leitete ich die alles entscheidende Frage nach der Zeitgrenze des Gutenmorgengrußes ein. Ach, so bis 12.00 Uhr kann man "Guten Morgen!" sagen. Und dann kommt "Dobar Dan!" vor dem "Dobra Večer!" und dem abschließenden "Dobre Noć!", wurde ich freundlich belehrt, wobei das "Dobre Noć!" von viel Gekicher begleitet wurde. Nun wußte ich endlich bescheid, daß ich beruhigt bis Mittag den Morgengruß erbieten kann und wurde mit "Do videnja!" zum Wiederkommen aufgefordert. Beflügelten Schrittes eilte ich zurück an den Frühstückstisch, der wie von Zauberhand schon gedeckt war, um meine neuesten Erkenntnisse weiterzugeben. Wir frühstückten also wie immer ausgiebig. Heidi und Karin nickten wohlwollend ob der brandheißen Informationen und kauten weiter hingebungsvoll auf ihren Brötchen. Der Kuchen wurde brüderlich aufgeteilt und -gegessen.

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Im Jachthafen von Vrsar________Santa Ana___________________Blick auf Vrsar

Gegen 9.30 Uhr brachen wir voller Vorfreude auf die Indianerfilmkulissen in Richtung Vrsar auf. Nach 13km Fahrt fanden wir sogleich einen Parkplatz am Hafen, allerdings, da wir uns rechts orientiert hatten, näher am Yachthafen als an den Touristendampfern. Kein Problem, denn zu Fuß sind wir gut unterwegs. Nachdem wir die verschiedenen, nur in Details und den Abfahrtszeiten differierenden Angebote sondiert hatten, entschieden wir uns für die zeitlich nächstgelegene Möglichkeit, die Tour zu absolvieren. Anstatt eines Mittagsmahles in der Piratenhöhle des Limskifjords, würden wir auf dem Schiff verköstigt werden und der Aufenthalt in Rovinj war nun vor dem Essen terminiert. Wir würden also noch frisch und munter sein. Natürlich haben wir den Skipper noch etwas zappeln lassen (zehn Minuten) bevor wir ihm unsere Entscheidung mitteilten und die damit verbundenen 180,- Kuna (ca. 25,-€) pro Nase übergaben. Um 11.00 Uhr legten wir mit der originellen Nachbildung eines angeblichen, mittelalterlichen Piratenschiffes ab und schipperten ein Stündchen an der hiesigen Riviera entlang. Die Felsplateaus waren für die Vorsaison gut gefüllt. Und immer wieder und überall gab es entsprechendes Meereszugangsequipment - meist Leitern. Aber auch die "Strände" und deren Zugänge waren gut ausgebaut. Man scheint auch, überall am Ufer entlang zu kommen. Ich habe einfach das Gefühl, die Kroaten wollen ihren Gästen wirklich etwas bieten, den Aufenthalt hier, die schönsten Tage des Jahres angenehm gestalten helfen. Was will man mehr?

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Rovinj kommt näher

Mit an Bord war eine österreichische Reise- gruppe, die uns Mut machte, fürderhin auch in höherem Alter und durchaus mit Gehhilfen reisefreudig zu bleiben. Nach nur 45 Minuten machten wir an der Kaimauer von Rovinj fest. Gut zwei Stunden hatten wir jetzt Zeit, uns die Altstadt oder was auch immer reinzuziehen. Wir blieben in der Altstadt dieser historischen venezianischen Metropole. Einfach wunderschön. Wir staunten immer wieder über die lange Geschichte Istriens und fragten uns, warum es vor der Wende keine Reiseangebote hierher gab. Klar ist es ein anderer, der mediterrane Kulturkreis, aber das allein kann's ja wohl nicht gewesen sein. Egal - vorbei.

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Aussicht nach Süden

Wir durchstreiften die Gassen, ich fotografierte einiges, wir tranken lecker Capuccino (den können sie hier super) und Heidi wurde bei den Schmuckhändlern fündig (Ohrringe), während Karin eine Telefonkarte (nicht ganz so attraktiv) kaufte. Wir hatten natürlich auch die Kirche besichtigt und den Campanile bestiegen aber die zwei Stunden vergingen wie im Fluge. Rovinj muß man gesehen haben, lautet unser einmütiges Urteil.

Wieder an Bord wurden uns umgehend unsere Makrelen mit Salat und Brot serviert. Dazu wählten wir Weißwein. Spätestens jetzt war klar, daß wir den richtigen Veranstalter gewählt hatten, denn der hatte den besten Fischbrater engagiert, den wir kennen. Auf unsere Nachfrage hin bekamen wir sogar noch eine Zusatzmakrele (auch zwei wären drin gewesen - aber meine Bescheidenheit...) die Heidi filetierte. Auch ich bekam noch etwas ab. Ich goß mir ein Mal Weißwein nach, da es bei dem alternativen Anbieter geheißen hatte, Wein, Grappa, Saft bis zum Umfallen frei. Das wird hier aber anders gehandhabt, wie sich später herausstellte. Die 10,- Kuna für den Becher waren aber erschwinglich.

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Viele Torbögen,________Gassen______________auch zum Meer________waren zu bewundern

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Die Piratenhöhle
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Der Limskifjord

Endlich bogen wir auch in den Limskifjord ein und stellten uns vor, wir müßten Drehorte für Indianerfilme aufspüren. Es ist zwar wirklich sehr schön hier, aber wahrscheinlich war das früher alles eher eine Kostenfrage. Daß man den Fjord privat garnicht befahren dürfte, stimmt so auch nicht, denn erst nach einer, vor den Muschelbänke installierten Bake beginnt das Naturschutzreservat. Also sogar bis zur Piratenhöhle darf jeder Bootsführer schippern und die liegt etwa in der Mitte der so gut vermarkteten Touristenattraktion. Da wir verspätet in Rovinj abgelegt hatten, der Smutje und der Steward waren im Zweitjob auch als Matrosen im Einsatz, liefen wir entsprechend verspätet im Vrsarer Hafen ein. Dort erwartete uns schon der Marketingchef und versuchte krampfhaft, die am am Bug des Bootes installierte Gangway gangbar zu machen, das heißt auf die Kaimauer abzusenken. Leider vergeblich. Auch mechanisch ließ sich offensichtlich nichts ausrichten und so mußten wir an einer anderen Stelle backbord anlegen, damit wir von Bord gehen konnten. Eine spannende Aktion, die uns eine weitere Verlängerung des Turns brachte.

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Leckerste Eisbecher

Jetzt hatten wir Appetit auf Eis undd ließen uns deshalb in die Altstadt treiben. Und tatsächlich, gleich am Hafen gibt es eine nette Eisbar, in der wir uns gern niederließen. Heidi entschied sich für einen Eisbecher in Nuss, Karin und ich favorisierten hingegen die Erdbeeren. Alle waren mit ihrer Wahl vollauf zufrieden. Besser geht's nicht, zumal auch die Capuccini wieder bestens mundeten. Anschließend stiegen wir noch zur Kirche hinauf, genossen die tolle Aussicht und spazierten durch gartenartigen Anlagen wieder hinunter zum Hafen. Damit war der Bogen zum Auto geschlagen.

Aber da steht ja eine Telefonzelle oder eher -säule. Karin rief bei ihren Eltern an, um ihnen das Neueste aus dem Urlaub zu erzählen und dann Wilko, um zu hören, wie es denn zu Hause so läuft. Wilko hat sich von Falko in die Geheimnisse der Waschmaschine und ihren richtigen Gebrauch einweisen lassen. Für morgenfrüh war der Start des gerade ausgewählten Waschprogrammes eingestellt und die Waschmaschine befüllt. Viel Glück dabei und viele Grüße! Ich konnte leider nur Gisela erreichen, die schon feste beim Kofferpacken war. Maximilian wird sich wohl beim Design-Mai herumtreiben.

Endlich konnten wir heimdüsen, um unseren eigentlich noch nicht vorhandenen Hunger in den Tagesablauf zu zwingen. O.K. wir speckten das Abendessen von einem Restaurantbesuch auf selbstbereitetes Capaccio ab. Dazu trabte ich nochmal zum Konsum, denn es mangelte an Brot. Natürlich war alles täglich frisch Gelieferte inzwischen vergriffen. Aber Toastbrot (Wir haben garkeinen Toaster) und ein paar als Gesundheitsbrot eingeschweißte und deklarierte Vollkornbrotscheiben standen zur Auswahl. Also das Vollkornbrot sah gut aus und wechselte für 14,35 Kuna den Besitzer. Das Capaccio kam darauf bestens zur Geltung und hätte jedem Restaurant zur Ehre gereicht. Oliven rundeten das Ganze noch ab. Da die Tagebucheinträge von Karin und Heidi erledigt waren, lauerte ich auf die Vorträge derselben -  sehr schön und beiden gut gelungen. Auch die Bilder des heutigen Tages erfüllten alle Erwartungen. Wir konnten uns kaum sattsehen am Erlebten. Ein wiederum sehr schöner Tag ging zuende und müde von den vielen Eindrücken fielen wir in unsere Betten. Nur Karin war unterfordert und löste noch bis 00.30 Uhr Sudokus.

Jost

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