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Chiavari

Sonnabend
25. Mai 2013

 
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Regenwetter

Der Himmel weint selbst hier in Ita­lien, weil Mario Götze verletzt ist. Noreo gab uns beim Früh­stück den Tip, Chiavari zu besuchen. Das wäre wegen der vielen Torbögen auch bei Regen ein gutes Ziel und ist auch nur ungefähr dreißig Kilometer entfernt. Wir meldeten uns vom Abendessen ab, weil wir ja in Tavarone den Abend verbringen würden. Wir fuhren hinunter nach Sestri und von dort auf der Küstenstraße in Richtung Norden weiter nach Chiavari.

In Chiavari fanden wir auch gleich einen bezahlbaren Parkplatz (0,75€/h) und waren praktischerweise gleich im Zentrum. Vor dem Rathaus wurde Reis geworfen, musiziert und applaudiert. Es mußte eine Hochzeit im Gange sein. Nur das Brautpaar bekamen wir nicht zu Gesicht. Heute früh war auch von einem Markt die Rede gewesen. Wir gingen also weiter und wurden auch fündig, ein kleiner Markt mit den üblichen frischen Lebensmitteln.

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Die ersten Arkaden

Na gut, ohne Küche oder anders, immer gut bekocht, blieb für uns hier nichts zu erwerben. Trotzdem gingen wir weiter und bemerkten plötzlich einen Torbogen, der von zwei weiteren Bögen gesäumt war. Und die zwei säumenden Bögen waren gerade keine Tor- sondern Arkadenbögen. Wir konnten so selbst bei stärkstem Regen trocken von einem Geschäft zum nächsten gelangen. Zum Glück hatte es jedoch aufgehört zu regnen und wir konnten auch ohne auf­ge­spannten Schirm nach rechts oder links abbiegen, wo nämlich keine Arkaden mehr waren.


Als wir an der Parallestraße der regen­geschützten Läden ankamen, waren auch hier alle Geschäfte mit Arkarden bewehrt - toll. Selbst vor dem Café säßen wir perspektivisch im Trockenen. In einem, schon im mittäglichen Schließen begriffenen Spezialitätengeschäft fanden wir die hoffentlich richtigen Mitbringsel für Vivien. Die Chefin packte sie uns sogar als Geschenk ein.

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Gehen wir rüber?__________Oder bleiben wir hier______________Da geht's weiter

Und endlich fanden wir auch den gesuchten Markt der Geschmäcker Italiens. Aus allen Regionen waren Stände vertreten. Jetzt waren wir verloren, denn für unsere Wanderungen waren diverse Wegzehrungsangebote vorhanden. Am südtiroler Stand wurden flugs Schüttelbrot und Hirschschinken gekauft, getrocknete Tomaten am sizilianischen, Gebäck am ligurischen und Käse am piemonteser. Wahnsinn. Und gekostet mußte auch noch reichlich werden.

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Alles voller Stände
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...und Arkaden

So, nun können wir auch den Praxistest mit dem Café vor dem Café starten. Allerdings wurde aus dem Café ein wirklich vorzüglicher Gewürztraminer. Wieder defilierte Bernhard mit Anhang an uns vorüber. Nein, kaufen würden sie hier nichts. Na dann eben nicht. Auf dem Weg zum Auto füllten wir unsere monetären Reserven an einem DB-Automaten auf. Die daneben befindliche Kathedrale war inzwischen geschlossen, also leider nicht mehr zu besichtigen. Schade eigentlich.

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Zum Aufenthaltsraum
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Ab ins Trockene

Schon gegen 14.30 Uhr waren wir wieder auf dem Gehöft. Ich verzog mich in den Aufenthaltsraum, da kann man nämlich an einem Tisch sitzen und an den Ergüssen des Tagebuches arbeiten. Ich schaffte es immerhin, zwei Tage nachzupflegen. Allerdings schlitzte ich mir, an der selbst für mich zu niedrigen Tür, beim Holzholen die Kopfhaut auf. Es ist immer das selbe, die schützende Signalgebung des Haupthaares fehlt gänzlich.

Als es endlich auf 20.00 Uhr ging, klapp­ten wir sämtliche Bücher zu und fuhren hinunter nach Tavarone. Der Fern­seher lief schon stumm vor sich hin und die deutsche Sportgruppe war auch schon beim Essen. Wir entschieden uns für Spaghetti aglio e olio, um anschließend noch eine Pizza mit Schinken und Pilzen zu ordern. Inzwischen hatte das Finale schon angefangen. Mit einem Auge hatten wir vorher die einleitenden Ritterspiele zwischen den bajuwarischen und den dortmunder Kohorten beobachtet. Der italienische Kommentar war für uns nur ein begleitendes Rauschen.

Es entwickelte sich ein ausgezeichnetes, spannendes und sehr intensives Spiel, in dem sich ersteinmal die Torhüter auszeichnen konnten. Es war ein offener Schlagabtausch im wahrsten Sinne des Wortes. Im Endeffekt hat mit den Bayern das glücklichere Team gewonnen. Es hatte sich auf jeden Fall gelohnt, nach Tavarone zu fahren. Nur daß sich Heidi auf dem Weg ins Haus durch einen Fehltritt ziemlich zerrte.

Buona Notte!

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