Ligurien - 30. Mai 2013
Heimreise
Wieder lagen gut 700 Kilometer vor uns. Und wir wollten nicht zu spät bei Ute ankommen, damit wir noch ordentlich Zeit für einander hätten, denn am Freitag wollten wir zwischen 9.00 und 10.00 Uhr die Schlußetappe starten. Jedenfalls klingelte der Wecker um 7.01 Uhr. Schon vor dem Frühstück waren die Koffer und Taschen im Kofferraum verstaut.

- Adio Giandriale
Vom gestrigen, leckeren Kuchen war nichts übriggeblieben. Reibekuchen war angesagt. Durch das schlechte Wetter wurde auch Giandriale hart getroffen. Es sei wie im Januar bedauerte Noreo. Deshalb könnten keine Bienen fliegen, die Erdbeeren würden nicht bestäubt und außer Gras wüchse nicht richtig. Das Gras könne man abe rnicht hauen, da einerseits der Untergrund zu tief wäre und man es andererseits nicht getrocknet bekäme - katastrophal. Der tolle Frühstückshonig reichte auch nur noch für die Gäste, sonst hätte ich mir was von dem leckeren Zeug mitgenommen. Der Honig hat die Konsistenz von Lindenblüten- und den Geschmack von Waldhonig - sensationell. Zu guterletzt bezahlten wir unsere Rechnung in Höhe von 908,-€ und verabschiedeten uns den gastfreundlichen Hausherren. Um 9.13 Uhr rollten wir dann vom Gehöft.
Oh, wir hatten das Navi garnicht angeschlossen. Bis zur Tankstelle an der Autobahnauffahrt würden wir auch so finden. Daß die Tankstelle vormittags auf Self Service läuft, hätte ich nicht für möglich gehalten, wurde aber unfreundlich von der in ihrem Kabuff am PC schaffenden Tankstellenmamsel darauf aufmerksam gemacht. Ich tankte für 50,-€, wofür ich 28 l Super erhielt. Der Tank war wieder gut halb gefüllt und das Navi angeschlossen. Damit kamen wir bis nach Bregenz, wo der der Liter Super nur noch 1,41€ kostete. Aber soweit waren wir noch nicht.
Zum Glück hatte sich Wetter online mit dem großen Schlechtwettergebiet über den Alpen geirrt. Es regnete zwar hie und da, aber das imponierendste blieben die mit Neuschnee überpuderten Gipfel der Voralpen und die Schneedecke rund um den San Bernadinotunnel. Schlauerweise machten wir schon in der Poebene Pause. Wir aßen unsere, im Coop erworbene Wegzehrung und beobachteten zwei Slowaken, die sich auf einem Propankocher Bouletten brieten. Von zwei kleineren Staueinlagen unbeeindruckt, kamen wir gut voran.
Ute meldete sich und fragte nach unserem Verbleib. Das Navi meinte, wir würden gegen 17.30 Uhr in Langenreichen eintreffen. Da Heidi zu dieser Zeit Verzögerungen durch den Berufsverkehr befürchtete, avisierte sie unsere Ankunft zwischen 17.00 und 18.00 Uhr. Ein Tunnel unterbrach das Gespräch.
In Bregenz wurde vollgetankt. Der wartende Östereicherriet mir, mich nicht zu überhasten. Erst später ging mir auf, daß die Bregenzer ihr Auto vor dem Bezahlen von der Tanksäule vorfahren, weil sie fest daran glauben, dann schneller an den Zapfhahn zu gelangen. Meiner Meinung ist das selbst ebi leerer Kasseeher ein Nullsummenspiel und wenn größerer Andrang herrscht. ist man sicher schneller, wenn man eher an der Kasse ist. Was soll's?
In Deutschland dann war die Autobahn erstaunlich leer. Heidi kam auch drauf warum. Frohnleichnam nennt sich der in Preußen nicht begangene Feiertag. Uns fehlten weder die LKW noch der Berufsverkehr. Heidi kontaktierte nun Ute und gab unsere Ankunftszeit mit 17.37 Uhr bekannt. Als wir auch noch eine Minute eheer eintrafen, beschwerte sich Ute über die Unzuverlässigkeit des Navis.
Wir räumten unsere Mitbringsel und die wichtigsten Sachen ins Haus. Zum Abendessen gab es aufgebackene Focaccia mit Schinken und Käde. Ute hatte vorsichtshalber ein paar Schnitzel in die Pfanne gehauen. Ab heute gibt's nach dem Essen keinen Kuchen mehr!
Anschließend brachten wir die exklusiv für Teuringers erworbene Flasche Olivenöl hinüber auf die andere Straßenseite. Martin war gerade fertig mit seiner Büchse Ölsardinen und er lud uns ein, einzutreten. Irmgard war mit der Tochter zu McDonalds gefahren und so holte Martin etwas Wein aus dem Keller und wir berichteten von unserem kühlen Urlaub. Bald tauchte auch der Rest der Familie auf und wir plauschten noch einige Zeit, bevor wir die nette Nachbarschaft unter anderem mit zwei Päckchen frischester Hühnereier wieder verließen
Ich zeigte Helmut und Ute noch die Urlaubsbilder, bevor wir uns alle in die Betten begaben. Helmut will morgen in aller Frühe seinem alten Meister beim Schlachten eines Bullen helfen und Ute fährt Alexander zur Arbeit. Anschließend würde sie uns wecken. Veronika schlief schon fest und ruhig, als wir in ihr umgräumtes Kinderzimmer kamen. Das Bett steht jetzt nicht mehr links in der Ecke sondern mittig an der Wand.
Das mit dem Wecken klappte nicht so richtig, aber Heidi war auch so wach geworden. "Was, ich sollte Euch wecken? Oh!" Alles in Ordnung. Nach dem Frühstück fuhren wir bei REgen um 9.30 Uhr mit den eingefrorenen Leckerbissen im Gepäck vom Hof. Die Fahrt verlief staufrei und da es in Köckern nicht regnete und der Sprit zu Neige ging, rasteten wir hier nach dem Tanken von 20 Litern Benzin. Das sollte dicke bis Berlin reichen. Und kurz vor Berlin fing das Unwetter an. Es goß wie aus Eimern, sodaß die Scheibenwischer selbst mit höchster Geschwindigkeit kaum hinterherkamen. Am Adlergestell füllte ich den Tank dann vollends auf, nicht daran denkend, daß ja in der Glienicker Straße eine neue JET-Tankstelle aufgemacht hatte.
Heute waren wir dann doch in den Feierabendverkehr geraten. Abgebrochene Äste und ein umgetürzter Baum an der verlängerten Waldowallee verzögerten unsere Ankunft außerdem. Was das Blaulicht in der Waldowallee zu bedeuten hatte, sahen wir nicht. Zum Glück nieselte es nur, als , als Heidi um 15.45 Uhr das Tor aufschloß. Am Abend kam dann Andreas Reh wegen des Rehs...
Buona Notte!


