Vollbild Vollbild Vollbild Seite nicht verfügbar Vollbild Vollbild

Regentag

Sonnabend
18. Mai 2013

 
|Übersicht|

Ala.gifAlassio mit strichweise Regen

Für den Vormittag waren nur ein bis zwei Regentropfen ange­droht. Wir schlossen daraus, daß es möglich sein könnte, den sonn­abend­lichen Wochenmarkt in Alassio trockenen Fußes zu besuchen. Unsere Teilnahme am Abendessen sagten wir ab, da wir Appetit auf etwas anderes als vorzügliche Hausmannskost hatten.

cimg1703.jpg
Und natürlich Fisch

In Alassio fanden wir nach einer ersten Durchfahrt einen Zahl­parkplatz direkt an der Strand­promenade und 1,50€ die Stunde sind akzeptabel. Ausgerüstet mit dem großen Schirm bummelten wir an den Schau­fenstern der Markenboutiquen vorbei, ohne uns wirklich an den Artikeln zu inter­essieren. Aber die Promenade war trotz oder wegen des Wetters gut besucht. Was wir nicht fanden, war der Marktplatz. Auch die parallel zur Promenade verlaufende Straße bietet viele Einkaufsmöglichkeiten unter denen hier auch Lebensmittel- und Delika­tessläden sind. Im ersteren kauf­ten wir Tomaten, Melone und Wein, im zweiten Olivenöl nach entsprechender Verkostung. Es hatte inzwischen zu nieseln begonnen.

cimg1700.jpg
Muretto di Alassio

Heidi trug den Schirm und ich die Einkäufe. Zum Glück war das Auto nicht weit und ich konnte den Schirm wieder übernehmen. Aus dem Niesel war ein ordentlicher Regen geworden. Da kam uns das Schuhgeschäft gera­de recht. Ich fragte in Gebär­den­sprache nach einem Gefäß für meinen triefenden Regen­schirm, den ich am Laden­eingang provi­sorisch abgestellt hatte. Regen­schirme gäbe es zwei Geschäfte weiter, lautete die Antwort. Erst als die hilfsbereite Verkäuferin meinen Schirm entdeckte, kam ihr die Erleuchtung. Wir kauften jedenfalls jeder ein Paar Schuhe, Heidi für die Arbeit und ich für einen heißen Som­mer. Auch die wurden sofort ins Auto verbracht.

Einige Geschäfte weiter bot ein Inder Schmuck feil. Heidi war schon einige Zeit auf der Suche nach Malachithängern und so betraten wir das Geschäft. Mode- und Silberschmuck bedeckte die bedeckte Auslagen und Wände, nur Malachit war nicht zu finden. Selbst in dem Plastikbeutel, den der Inhaber hervorkramte und der bestimmt zweihundert weitere Paare verschiedenster Ohrringe enthielt, war nur ein Paar, das aber nicht gefiel. Jetzt schien der Himmel alle Schleusen geöffnet zu haben. Es goß kleine Jungs mit Holzpantinen, hätte meine Großmutter gesagt. Wir kamen also nicht so richtig weg von dem Laden. Und der Inder ließ nicht locker. Irgendwo in seiner Schatzkammer hatte auf Angelsehne gezogene Malachitkugeln ausgemacht, aus denen er sich erbot, eigens für Heidi ein Paar Ohrringe zu kreieren. Da konnt Heidi unmöglich "Nein" sagen. Sämtliche Einzelteile waren selbstredend in Mengen verfügbar und sogar die Verarbeitung von einrastenden Verschlüssen anstatt einfacher Silberhaken konnten wir erreichen. So kam Heidi zu einer Individualanfertigungfür 15,-€. Am liebstens hätte der Herr auch noch eine Kette, zumindest aber ein Armband gebastelt, aber beides hat Heidi gottseidank schon.

icimg1705.jpg
Schutzsuchender
cimg1706.jpg
Promenade unter Wasser

Als es wieder normal regnete, gingen wir noch einmal auf und ab, um dan 45 Minuten vor Ablauf unseres Parkscheines, das Trockene zu suchen. Das fanden wir auf "Il Poggio" und zwar in unserem Zimmer. Selbst als wir gegen 19.00 hr nach Villanova zum Essen fuhren, taten wir dies im Regen. Wir entdeckten das Ristorante "Le 10 Torri", vor dem gerade ein Parkplatz frei wurde. Das paßte hervorragend. Wir konnten den Schirm im Auto lassen. Es wurde uns ein Tisch zugewiesen und wir bestellten Rotwein zu Heidis Muscheln und meiner Goldbrasse. Die bestellten Antipasti verloren sich auf dem nicht mal großen Teller - lecker zwar aber total überteuert. Heidi war begeistert von ihren in Weißwein gegarten Muscheln und ich kämpfte mit den Gräten. Das tat ich aber gern, denn dadurch aß ich langsamer. Als eine Fußballmannschaft Kinder mit ihren Eltern und sonstigen Betreuern in die "10 Torri" einfiel, räumten wir das Feld.

Und der Regen ließ nicht nach. Da die Bibliothek durch eine Veranstaltung belegt war, verbrachten wir den Rest des Abends mit dem am Vormittag erstandenen Wein auf unserem Zimmer. Das Rauschen des Regens schläferte uns irgendwann ein.

Buona Notte!

Valid CSS!