Ligurien - 17. Mai 2013
Die Kulissen von
Tintenherz
He, heute scheint die Sonne, wenn auch nicht ununterbrochen. Das Frühstück ist gut und reichlich wie immer und wir können frohen Mutes zu unserem Giro aufbrechen. Wir fuhren bis Bastia, wo wir den Absprung nach Norden verpaßten. Ein kurzes Wendemanöver machte den Fehler rückgängig. Weitere streckenmäßige Abschweifungen gab es nicht. Wir fuhren die landschaftlich schöne Straße von Albenga in Richtung Castellveccio. Vor dem Abbiegen auf die landschaftlich schöne Straße nach Balestrino bzw. Toirano fotografierte ich diese schöne Lanschaft.

- Castellveccio di Rocca Barbena
- Da unten steht das Auto_______Schneebedeckte Berge________Das Meer
In Balestrino parkten wir direkt zwischen Kirche und Burg, denn dort laufen alle Wanderwege zusammen. Die freundlichen Balestrinos des am Wege liegenden Hauses wünschten uns gutes Gelingen oder so. Das war bei dem bestens gekennzeichneten Weg gar kein Problem. Nur Heidi maulte, weil sie nie auf den bequemen Waldwegen bleiben durfte. Dafür gab es tolle Ausblicke zu bewundern. Im Westen konnte man einige schneebedeckte Berge ausmachen und in der entgegengesetzten Richtung Loano und das Meer sehen.

- Da oben steht das Auto
Auch der Aufstieg von Toirano entlang des Barestione war sehr abwechslungsreich. Selbst das falsche "links" des Wanderführers am Ende der Betonstraße durchschauten wir. Allerdings mußten wir uns anschließend an hochwüchsigen Staudenpflanzen vorbeidrücken, um auf den beschriebenen Steig zu gelangen. Offenbar sind Wanderer hier nicht sonderlich beliebt. Andererseits werden wir wohl fast die letzten gewesen sein, die auf dieser Route in die Ruinen Balestrinos gelangten, denn die Tore, die einsturzgefährdeten Häuser und damit den Durchgang zum Parkplatz abzusperren, stehen schon bereit. Sie brauchen nur noch eingehängt zu werden.

- Malerischer Ort
Im ortsansässigen Ristorante tranken wir eine Flasche Bier und eine Flasche Limonade, wobei sich Heidi einen Radler mixte. Sechs Euro waren ein stolzer Preis dafür. Auf dem Rückweg bog ich bei Zeiten von der Staatsstraße 1 in Richtung Villanova ab. Nach Gefühl das Ziel im Auge zu behalten, ist immer wieder eine Herausforderung. Jedenfalls kamen wir auch an der Plastik mit der Künstlerfamilie vorbei.
Dann fiel mir ein, wir hatten immer noch keinen näheren Supermarkt gefunden. Wir könnten ja mal nach "Cash & Carry" schauen. Das taten wir auch und erfuhren dadurch, daß es sich um einen Grossisten handelte - wieder nix. Aber in Villanova muß es doch was geben! Wir bogen von der Hauptstraße ab und parkten an der Stadtmauer. Innerhalb herrschten die hiesigen Gassen vor und wir fanden wenigstens einen Alimentari mit ziemlich magerem Angebot, aber immerhin. Als wir dann den Stadtkern wieder verließen, kamen wir unerwarteter Weise am Kreisverkehr heraus, von dem aus man aber nicht in die Stadt fahren darf. Kurz vor dem Kreisverkehr bemerkten wir aus den Augenwinkeln den so lang gesuchten Supermarkt. Es gibt sogar einen Parkplatz, auf den man vom Kreisverkehr aus fahren kann, wie wir jetzt bemerkten. Man kommt halt nur nicht weiter in die Stadt sondern nur wieder auf die Hauptstraße. Jetzt waren wir schlauer.

- Der Kamin brennt!
Zum Abendessen fanden wir einen entzündeten Kamin vor. Jubel, wir waren erhört worden. Für das Mahl hatten wir um Antipasti und Fleisch gebeten, bekamen aber trotzdem von allem "un piccolo". Die einzelnen Speisen waren lecker wie gewohnt, nur die Schweinsrouladen waren etwas fest. Der anschließende Café versöhnte mich dann aber doch. Das Kaminfeuer tat ein übriges, indem wir es ausnutzten und bis nach 23.00 Uhr sitzen blieben. Das sollte sich als cleverer Schachzug herausstellen, denn von Stund an wurde parallel der Kamin in der Bibliothek befeuert. Dadurch vermied die Wirtin die Aufsicht im Gastraum.
Buona Notte!



