Ligurien - 20. Mai 2013
Finale Borgo
Schon wieder ist kein Regen angesagt, was eine letzte Wanderung angeraten scheinen ließ. Wir, das heißt Heidi entschied sich, natürlich mit meiner ausdrücklichen Zustimmung, für Finale Borgo. Ausgehend vom ansehnlichen Städtchen ging's an der Burg vorbei in die Berge.

- Die Burg

- Der Blick zurück
- Ein römischer Eckturm________Castel Gavone_______________Der Pallas
Auf dem bestens ausgezeichneten und beschriebenen Wanderweg gewannen wir schnell an Höhe und waren auch schnell an einem Abzweig vorbei. Gut, wir hätten nicht die zweihundert Meter zum Castrum Porticae und weitere einhundertzwanzig Meter zum Aussichtspunkt hinter San Antonio laufen müssen, aber es wäre wirkllich schade gewesen, wären wir nicht zurückgegangen. Zum Glück ging der Weg so bergab, daß wir erst dachten, wir wären völlig falsch. Egal, wir konnten dann doch alle Sehenswürdigkeiten auch würdigen. Bei uns kam nur die Frage auf, wie das Castrum im Mittelalter versorgt wurde. Der Wanderweg war wenig dazu geeignet. Und die sich nun anschließenden verwunschenen Terrassengärten hätten für die Versorgung dieser großen Anlage bestimmt auch nicht gereicht. Von der Bewaffnung wurde dabei noch garnicht gesprochen. Aber wer weiß schon, wie das vor knapp tausend Jahren hier ablief?

- "Blick nach Süden vom Aussichtspunkt

- Der Steinbruch

- Pian Marino
Am Steinbruch sahen die schiefen Zimmer, die aus dem Gestein geschnitten worden waren, wirklich lustig aus. Aber am besten gefiel Heidi die tolle Wiese Pian Marino. Ob hier früher Marinoschafe weideten, weiß ich nicht. Aber die heißen ja auch Merinoschafe. Dafür unterhalten uns die Zikaden bestens bei der Rast. Diverse Feuerstellen legen Zeugnis ab, daß hier zeitweise Naturfreunde den einen oder anderen netten Abend verbringen.
Unterwegs hatten wir einige Kletterer und ihren Nachwuchs gesehen. Was auffiel, daß wir in diesem Mekka der Mountain Biker noch gar keinen zu Gesicht bekommen hatten. Das änderte sich dann hinter Montesordo, blieb aber in erträglichem Rahmen.

- Die Osteria

- Castel Gavone
An der Osteria di Castel Gavone wurde unsere Hoffnung auf eine Erfrischung enttäuscht, denn in der Osteria tat sich überhaupt nichts. Auch der Weg von hier zum Castel sah vorsätzlich ungepflegt, sprich überwuchert, unauffindbar und somit unbegehbar aus. Nichts zu machen.
Erst auf der Piazza Garibaldi bekamen wir ein kühles Bier. Die hier ebenfalls abhängenden Kletterer und Bikerboten ein tolles Bild. Vor allem die teilweise extrem verdreckten Räder stachen ins Auge wie auch einige mit Stolz und Wehmut getragene Blessuren oder gar Krücken. Einen Geldautomaten zu finden, wir brauchten Bares, um unsere Rechnung auf "Il Poggio" begleichen zu können, war garnicht so einfach. Auf Nachfrage bekamen wir aber die notwendige Hilfestellung.
Hat alles gut geklappt und gegen 19.30 Uhr trafen wir wieder im Quartier ein. Unser letzter Abend mit entsprechendem Mahl stand an. Leider war heute der Kamin nicht am Brennen. Ein weiteres
Pärchen, ich tippe aus Nordeuropa, war eingetroffen und ließ sich gut verpflegen. Ich bezahlte noch am Abend alle Außenstände. Alle anderen Gäste hatten sich schon zurückgezogen, als
Sabrina
Sabrina uns eröffnete, sie
hätte in der Bibliothek den Kamin angezündet. Dies sagte uns sehr zu. Es war angenehm warm und soo gemütlich.
Buona Notte!



