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Giandrale

Dienstag
21. Mai 2013

 
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Umzug

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Mit Moskitonetz______________Der Vorraum________________Die Bibliothek

Unser letztes Frühstück auf "Il Poggio" durften wir bei Sonnenschein auf der Terrasse einnehmen. Die Schwarzwälder saßen rechts, die Karlsruher links von uns. Ja, die Zeit hier war schnell vergangen, aber wir schauten schon erwartungsfroh in Richtung Giandriale, unserer nächsten Station. Nach dem Frühstück packten wir in aller Ruhe unsere Habseligkeiten zusammen und anschließend ins Auto. Wir verabschiedeten uns von Sabrina, bekamen unsere Quittung und verließen gegen 11.00 Uhr Marmoreo.

Unser Navi führte uns vorzüglich bis Tavarone und die dortige Abzweigung in Richtung Giandriale. Dreihundert Meter weiter behauptete es, wir seien am Ziel angekommen. Es fehlten aber, wie schon beim letzten Mal, ungefähr zwei Kilometer zum wirklichen Ziel. Zum Glück standen an den wichtigen Stellen Hinweisschilder und ich hatte auch die Beschreibung von der Homepage abgeschrieben. Gegen 13.30 Uhr stellten wir das Auto auf dem Parkplatz ab.

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Blick ins Tal_________________Die Terrasse________________Das Haupthaus

Obwohl erst 14.00 Uhr die Anreise erwartet wird, erhielten wir schon unsere Zimmer­schlüssel. Unser neues Domizil ist beheizt, was ausgesprochen angenehm ist. Auf 700 Meter Höhe ist das auch angebracht. Wir richteten uns ein und machten es uns auf der Terrasse gemütlich. Von der Chefin bekam ich eine Wanderkarte und diverse sonstige Flyer mit touristischen Anregungen. Auf einer Übersichtskarte war Maissana, die hiesige Kreisstadt, genauso groß wie Castiglione Chiavarese, durch das wir vorhin gefahren waren, eingezeichnet. Heidi meinte, das könne man sich doch mal ansehen. Es ist ja auch nur fünf Kilometer weit weg.

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Weg zur Kirche____________Blick über Maissana_______________Auf dem Rückweg

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Also starteten wir unsere erste "Expedition" ins Hinterland. Den Weg nach Maissana zu finden, war nicht das Problem. Aber ich fuhr ersteinmal am Ort vorbei, da er nicht direkt an der Straße liegt. Am Rathaus, das direkt am Ortseingang steht, parkten wir. Weiter kommt man mit dem Auto eh nicht. Ein Bürger des Ortes war mit seinem Rasen­kantenschneider dabei, seine Garten­terrassen zu pflegen. Einen weiteren Bürger sahen wir nicht. Wir gingen die Stufen zur Kirche hinauf und fragten uns, wie die drei abgeparkten Fiat 500 überhaupt hierher gekommen waren. Am Friedhof kehrten wir um, gingen andere Gassen entlang, ohne uns verlaufen zu können. So klein ist Maissana, kein Geschäft, keine Osteria, nichts. Der fleißige Bürger war immer noch am Werken, als wir nach einer Viertelstunde vom Stadtrundgang zurückkamen. Wir grüßten und verließen die wenig einladende Kreisstadt in Richtung Agriturismo.

Zu den Straßen muß noch gesagt werden, daß sie hier sehr schlecht sind. Die drei Ortsansässigen kennen wahrscheinlich jedes Schlagloch im Schlafe, aber als Aus­wär­tiger hilft nur die langsame Passage der Kurven, um den Schlaglöschern oder sonsigen Überraschungen ausweichen zu können - eine abenteuerliche Strecke.

Zum Abendessen war der Tisch im Speiseraum gut gefüllt. Eine vierköpfige, ameri­kanische Familie, ein kanadisches Paar, vier weitere Deutsche und ein italienischer Weltenbürger (Piero) hatten Platz genommen. Hier scheint es immer drei Gänge zu geben: Pasta, Carne und Insalte, schließlich Dolce. Jeder bedient sich nach Belieben und es ist ein ständiges Hin und Her der Schüsseln und Platten. Die Gnoggi waren sehr gut, wie auch die Fleischscheiben in grüner Sauce zu grünem Salat und Blumenkohl. Zum Kuchen bestellte ich mir einen Kaffee.

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Richtige Bettwäsche

Piero hatte von einem Freund aus der Gegend eine Flasche spezellen Weines geschenkt bekommen, dessen Verkostung er anbot. Das portwein­ähnliche Getränk schmeckte leich säuerlich, als wäre der Wein kurz vorm Umkippen. Es war jedenfalls eine sehr nette, internationale Runde.

Die Betten sind übrigens auch sehr angenehm, da sie einen echten Bettbezug besit­zen. Heidi ist ganz begeistert.

Buona Notte!




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