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Badetag

Dienstag
20. Juli 1993

 

Baden im Bache

Der gesamte Tag war auf den abendlichen Besuch bei Gyntas und Audra ausgerichtet:

nach Ignalina zum Einkaufen fahren
die Kinder in den Wald schicken
Saunaholz von Valdas holen
Griesbrei kochen (gekaufte Milch sauer)

Um 17.30 Uhr konnten wir dann aufbrechen. Günter chauffierte uns in einer Stunde an den Bestimmungsort.

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Gyntas Haus

Gyntas war schon ganz unruhig. Er hatte uns früher erwartet. Obwohl, die Sauna war noch nicht bereit. Es wurden Sa­kus­kis und der Begrüßungswodka gereicht. Die Konservierungsmethode der selbst­ein­gelegten Gurken (Ei­chen­faß über den Winter im See) ist sehr in­te­ressant. Die Rehrippchen schmeck­ten ausgezeichnet und der eine oder andere Wodka förderte die Verdauung. Dann war es endlich soweit und wir konnten die vielgepriesene Sauna kennen und lie­ben lernen. Gyntas legte eine "Faschistas Granatas" nach der anderen nach und peitschte alle mit Birken­bü­scheln aus. Der reißende Bach kühlte uns wieder ab. Nur einer mißtraute der Ungefährlichkeit des herzhaften Gewässers. Günter verließ sich vielmehr auf die Kühlung von innen mittels Bier.

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Vorbereitungen für's Essen
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Beim Abendessen

Drei Mal wiederholte sich das grausame Spiel mit wechselnden Rollen. Und zwischendurch mußte man sich natürlich wieder für die nächste Peinigung mit Sakuskis und Wodka stär­ken. Zum Abschluß wäscht man sich noch in der Banja.

Zur Verabschiedung sozusagen gab's dann noch Kuchen und Süßigkeiten zum Tee oder Wodka. Karin brachte uns sicher wieder nach Antalksné. Die Kinder hatten gerade ihre Party beendet und durften nun endlich zu Bett. Auch wir waren rechtschaffen müde und fielen umgehend in tiefen Schlaf. Zumindest Günter vermeldete geräuschvoll die Genüßlichkeit seiner REM-Phase, als Mischa die Ankunft eines uns unbekannten, roten Ladas vermeldete. Gastfreundschaft demonstrierend - vielleicht würden die Gäste Feuer­holz brauchen - begab ich mich mit unserem Beil in der Hand an Mischas Seite. Einer der drei anscheinend betrunkenen Litauer war schon bei den Kindern im alten Haus. Der große Falko und Wilko expedierten den lallenden Fahrer wieder ins Freie, wo Mischa ihm den Weg nach Ignalina wies. Und Tschüß...

Nur langsam zog wieder Ruhe ein und alle trafen Günter in Morpeus' Reich.

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