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Diavortrag

Mittwoch
21. Juli 1993

 

Tschukotka in Bild und Kommentar

Der Vormittag verflog beim Scrabbeln. Um 17.00 Uhr war die Verdunkelung für Valdas Diavortrag ausgeführt. Obwohl sich die Diarähmchen gern im Projektor verhakten, kam der Vortrag ausgezeichnet an. Mischa übersetzte die nötigen Informationen sehr engagiert simultan und die Bilder selbst waren auch sehr beeindruckend.

Diese Gegend galt wegen seines Goldvorkommens über Jahrzehnte als verbotenes Gebiet. Die dort "ansässigen" Nomaden wurden sozusagen kaserniert und den Schamanen ihre Kompetenz abgesprochen, was sie natürlich nur nach außen hin akzeptierten. Die Bären sehen auch auf den Dias sehr kuschelig aus, sollen aber doch auch sehr kratzbürstig sein können, wenn man sie jagt. Das einzige was hilft, ist ihnen in die Zunge zu kneifen. Dann machen sie schlapp. Toll die Rentiere, und die Gegend und überhaupt...

Anschließend gab's außer Wodka noch Kartoffelsuppe mit Würstchen und ich durfte Familie Danilevicius nach Miskiniskas zurückfahren. Der Weg dorthin, in das Wäldchen (Miskiniskas), durch den halben Nationalpark war wunderschön, vorbei an Seen, mitten durch den Wald und über zweifelhafte Holzbrücken. Im Wäldchen angekommen, verschwanden die Kinder im Heu und ich wurde zum Tee eingeladen. Einige Kinder erschienen dann doch wieder zu Blaubeeren mit Milch. Ach so, mein kundiger Führer Falko Heim war natürlich nicht im Heu. Und "eine kleine Eierlikör" mußte unbedingt gekostet werden. Heidi machte sich schon Sorgen, wo wir denn blieben.

Bei Pommes und Scrabble beendeten wir einen weiteren unserer Urlaubstage und ließen uns in Morpheus Arme fallen.

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