Madeira - 29. Mai 2008
Der letzte Tag
Das Handy forderte uns um 6.30 Uhr auf, die Betten zu verlassen, was auch umgehend geschah. Im Großen und Ganzen war ja schon alles gepackt und wir konnten ein letztes Mal auf unserer Terrasse frühstücken. Während Heidi die Küche aufräumte, kümmerte ich mich ums Gepäck. Schließlich wurden Koffer und Taschen herausgestellt, unser Urlaubsdomizil verschlossen und der Schlüssel am verabredeten Ort hinterlegt. Für das Auto fand ich auch eine Ladeposition direkt am Weg. Die Koffer bis hinauf zum Parkplatz zerren zu müssen, wäre eine ziemlich Aktion geworden. Jedenfalls verließen wir um 8.10 Uhr den gastlichen Ort.
Trotz des morgendlichen Berufsverkehrs kamen wir gut voran und an der Tankstelle konnte ich die Zapfpistole selbst betätigen, womit allen Eventualitäten diesbezüglich ein Riegel vorgeschoben war. Mit vollem Tank trafen wir gegen 9.00 Uhr am Flughafen ein, bogen aber einmal zu früh links ab. Vor der Parkplatzschranke kamen wir zum Stehen, aber natürlich funktionierte unsere Parkplatzkarte hier nicht. Hinter uns hatten sich schon zwei weitere Autos eingereiht, deren Fahrern ich nun bedeutete, daß sie zurück auf die mehrspurige Flughafenstraße stoßen müßten. Das klappte dann auch ganz gut, wobei mir nicht ganz klar wurde, warum die beiden mich nicht einfach nur herausließen, sondern eine Warterunde fuhren. Im zweiten Anlauf klappte es mit dem Anfahren des Jardimparkplatzes besser.

- Etwas angeschrabt
Ich wies die junge Frau gleich auf die am allerersten Tag erfahrenen Kratzer hin. Insgesamt waren wir hier 1500 Kilometer mit dem Auto gefahren. Da sonst alles in Ordnung war (Innenraum, gefüllter Tank) und wir eine Selbstbeteiligung ausgeschlossen hatten, bekam ich meinen Kreditkartenbeleg (665,- €) ungebraucht zurück. Es gab also keine Extrabelastungen für die Urlaubskasse.
Zum Einchecken kamen wir ca. 9.15 Uhr auf der Abflugebene an. Die Schalter der Air Berlin waren gut gefüllt. Es dauerte jedoch nicht lange und Heidi durfte sich einen Fensterplatz aussuchen - zweite Reihe Platz E und F. Jetzt hatten wir jede Menge Zeit, das Abfluggate war noch unbekannt. Wir gingen an die frische Luft und beobachteten die ständig ankommenden kleinen und großen Busse, die die organisiert erholten Urlauber wieder in die Heimat entließen. Manchmal wurden die Koffer auch extra angeliefert und auf dem Bürgersteig aufgereiht. Nicht jeder fand auf Anhieb sein Gepäck. Und wie die Leute die vielen Blumenkartons auseinanderhalten, soll nicht mein Problem sein.
Obwohl das Abfluggate immer noch nicht feststand, brachten wir die Sicherheitskontrolle hinter uns, denn wir wollten ja noch einige Kleinigkeiten im Duty Free Shop einkaufen. Diese als ungefährlich eingestuften Flüssigkeiten dürfen wie gesagt ins Handgepäck. Es gab weiterhin keinen Anhaltspunkt für das Gate, die Abflugzeit war nicht mehr zu halten. Im Endeffekt hoben wir mit knapp einer Stunde Verspätung um 11.20 Uhr in Richtung Osten ab. Die Desertas lagen auf unserer Seite, von Funchal, Machico oder São Laurenço sahen wir nichts mehr. Auf dem meist ruhigen Flug wurden wir bestens betreut. Wegen der widrigen Winde konnte die Verspätung zwar nicht verringert werden, aber sie vergrößerte sich auch nicht. Die vier Stunden vergingen wie im Fluge.
Die anschließende Heimfahrt im Berufsverkehr Berlins dauerte auch wegen der vielen Baustellen entsprechend lange. aber die informative Unterhaltung mit dem netten Taxifahrer (Brand im Dachstuhl der Philharmonie, Verhältnis zwischen Polizei und Taxifahrern) war recht kurzweilig. Kurz vor 18.00 Uhr waren wir endgültig zu Hause angekommen und ich macht mich umgehend an das Sprengen des Rasens, während Heidi die Koffer auspackte.
Bei einem Glas Sekt ließen wir den Urlaub ausklingen. Nur das Rauschen des Wasserfalles fehlte uns doch. Dafür sang eine Amsel im Apfelbaum unserer Nachbarin einen Willkommensgruß.



