Schottland - 29. Mai 1993
Edinburgh und Tschüß
We had our breakfest, oh sorry... Wir frühstückten pünktlich gegen 8.00 Uhr a.m. klassisch ham and eggs. Bis die jedoch fertig waren, ließen wir uns das Müsli bzw. die Kornflakes auf Joghurt munden. Anschließend überredete ich unsere Wirtin, doch den Koffer bei ihr bis zum Erhalt unseres Autos unterstellen zu dürfen. Der wiegt nämlich ganz schön schwer.
Also zogen wir los, um uns für Pfingsten mit dem Nötigsten zu versorgen. Und dabei sollte es dann auch bleiben. Zuerst wanderten wir wieder in die Stadt, an den schon erwähnten Pubs vorbei, und immer noch zuerst nach links sehend, wenn wir eine Straße überqueren mußten. Sämtliche Geschäfte waren offen und irgendeine Feiertagsvorfreude war nicht zu verspüren. Eine geschlagene halbe Stunde benötigten wir, um uns mit dem nötigen Kartenmaterial einzudecken. Die Auswahl wie auch die Preise ließen uns doch etwas zaudern. Die erste Videoaufnahme wurde getätigt und schon fing es an, zu regnen. Nichts wie rein in das berühmte Edinburgher Kaufhaus Jenners. Es gab aber nichts, was ich Heidi nicht hätte ausreden können. In einem Supermarkt deckten wir uns also für's Wochenende ein: 2 Büchsen Fisch, 2 Guiness, 2 Flaschen unheimlich süßen Saft, Brot und Käse und Obst und keinen Whisky.
Über den Busbahnhof gelangten wir in ganz neue Einkaufspassagen und auch unbeschadet hindurch. Auf dem kürzesten Wege, es war schon halber Zwölfe also nur noch 30 Minuten count down bis zum Linksfahren, begaben wir uns zum Autovermieter in der St. Clair road am Ostfriedhof. Und nun wunderten wir uns erneut. Die verkauften dort ausschließlich Autos und dann nicht mal die bestellte Marke Ford sondern ausschließlich Citroên. Auf unsere dummen Gesichter reagierte ein Verkäufer sehr zuvorkommend und half uns unendlich. Wie sich nämlich herausstellte, existiert die Budget-Filiale schon seit einem Monat nicht mehr dort, sondern am anderen Ende der Stadt (8 miles). Er rief dort an, bestellte uns ein Taxi und bot uns obendrein noch Kaffee an. Das half uns doch sehr, unseren Ärger zu verdauen. Das Taxi brauchte einige Zeit, erst um zu kommen und dann durch die Stadt. Pünktlich eine Stunde zu spät bekamen wir unseren Ford Fiesta LX. Heidi leitete uns prima durch die Stadt und unsere Wirtin verstand unser Mißgeschick.

- Schafe in der Einfahrt

- Unser B&B am Loch Lomond
Wir verstauten unseren Koffer in dem kleinen roten Flitzer und endlich ging es los in Richtung Loch Lomond. Über Stirling kamen wir durch die ersten beeindruckenden Landschaften. Nach kurvenreicher Fahrt, auch mit einem Abstecher auf einer single track road, kamen wir um 5.00 Uhr p.m. bei Mrs. Robertson an. Nach dem Aufklappen des Koffers - und damit war das Zimmer endgültig voll - fuhren wir noch schnell essen. Am Loch Long kehrten wir fürwitziger Weise in einen Fernfahrerpub ein. Es war preiswert, gut und außerdem noch schnell. Da kann man sich auch dran gewöhnen. Und außerdem geht's schneller. Auch ins Bett.
Jost



