Elsaß - 27. Juli 2022

- ____Kaysersberg
Erst Weinfelder dann Kaysersberg
Heute bricht unser letzter Urlaubstag an. Wir wollen ein letztes Mal durch die Weinberge wandern und so nach Ribeauvillé gelangen. Für heute Abend bestellten wir einen Tisch im „Au Riesling” am Ortsausgang, aber auch nicht weiter als zehn Gehminuten von unserem Studio entfernt. Da war schon mal ein würdiger Abschluß gesichert.
- Zellenberg__________________Kirche Hunawihr_____________Ringsrum Wein
Durch die Weinfelder, die fleißig bearbeitet wurden, wanderten wir also nach Norden. Die drei Burgen und auch die Hohe Königsburg waren immer zu sehen. In Hunawihr kamen wir am berühmten Brunnen vorbei, an dem Huna für Arme die Wäsche gewaschen und auch schon mal Wein fließen lassen haben soll. Es lief sich weiter gut, denn es ging ein leichter Wind und es war auch nicht so warm wie die letzten Tage. In Ribeauvillé kauften wir bei einem gut besuchten Bäcker verschiedene Schokocroissants und ein Brot, tranken in unserem Stammlokal ein kühles Glas wein, bevor wir nach Mitbringseln Ausschau hielten. Weihnachten wird hier besonders groß geschrieben und Käse. Wir beehrten also den uns schon bekannten Käseladen und kauften reichlich ein vor allem der Käse mit den Brennnesseln hatte Eindruck hinterlassen. Münster gab es nur im Ganzen, kann man später sicher immer noch teilen. Gisela und Juliane aber auch Matthies freuen sich hoffentlich über den Gaumenschmaus.
So nun sollten wir langsam sehen, wie wir wieder nach Zellenberg kommen könnten. Das Wie war klar – der Bus, der 13.02 Uhr von der Haltestelle am großen Parkplatz fahren sollte. Es gibt nur eine Haltestelle in beiden Richtungen, die zwischen zwei 100 Meter voneinander entfernten Kreisverkehren liegt. Man muß halt auf die angezeigte Richtung achten, was wir taten. Die leichte Verspätung, das Kassieren und Beschriften der Fahrscheine dauerte seine Zeit und Zellenberg wollte auch verstanden werden - Seelenbär gesprochen. Es fügte sich alles. Die Fahrt selbst, und das sogar über Hunawihr, dauerte 10 Minuten.
Auf dem Balkon nahmen wir unter Beobachtung eines einzelnen Storches einen kleinen Imbiß ein. Die morgige Abreise animierte uns, schon mal Ordnung in die verteilten Habseligkeiten zu bringen und wenn nicht mehr gebraucht in den Koffern zu verstauen. Das war dann bald erledigt und wir wollten uns noch das vormals schönste Dorf Frankreichs Kaysersberg anschauen. In der Nachmittagssonne lag der Ort malerisch herum. Ein Flüßchen zeigte sich hier und dort und war sicher einer der Gründe, hier eine Ansiedlung samt Burg zu etablieren.
- Vor der Kirche_______________Eine Töpferei________________Untrennbar verbunden
Die gängigen Fachwerkhäuser schmiegten sich aneinander und eines gar an eine Kirche. Im Pfefferkuchenladen kauften wir dann doch nichts. Das Weihnachtszeug ist
hier noch präsenter als in Rothenburg ob der Tauber. Hier fließt übrigens die Weiss. Und dann waren da noch die Störche, die gepflegten
Vorgärten
Liebevoll hergerichtet
und die Burg
Rauf haben wir's nicht geschafft. Der Besuch
lohnte sich, denn es gab sehr viel zu sehen. Hier habe ich auch das erste Mal temporäre Schwalbennester gesehen. Den Konflikt zwischen Tierschutz und Tierkot gibt es hier
offensichtlich ebenfalls. Ist auf jeden Fall ein besuchenswerter Ort, dieses Kaysersberg. Für die Museen, die es hier wie fast überall gibt, hatten wir allerdings keine Zeit.
- Die Weiss___________________Fachwerk eben______________Eine Bäckerei

- Zellenberg vom „Au Riesling” aus
Als wir alles soweit für die morgige Rückreise präpariert hatten, starteten wir zum Abendessen. Der Tisch auf der Terrasse war ideal bei dem warmen Wetter.
Es ging auch ein leichter Wind, so daß Heidi sich ein Tuch umband. Wir entschieden uns beide für das gleiche Menü - Verlorenes Ei auf
Steinpilzragout
Machte Appetit, dann Wolfsbarschfilet
aber für verschiedene Nachspeisen. Ich bin da eher schokolastig
Sah nicht nur gut aus
und Heidi bevorzugt Früchte
Famos angerichtet.
Wir genossen also das gute Essen und die dazugehörige Aussicht.
Nach dem kurzen Heimweg stand das Halbfinalspiel der Damen im Fußball auf dem Programm, gegen die Französinnen und das hier im Elsaß. Das spannende Spiel endete 2:1 für Deutschland, wobei alle drei Tore von den deutschen Damen erzielt wurden. Die Torhüterin Merle Frohms lenkte einen Pfostenschuß unglücklich ins eigene Tor nachdem Alexandra Popp fünf Minuten vorher die Führung erzielt hatte. Und Poppi hatte dann auch in der 76. Minute das Durchsetzungsvermögen, das 2:1 ins Tor zu köpfen. Beeindruckend. Der Damenfußball hat sich wirklich erstaunlich entwickelt. Mal sehen wie's am Sonntag gegen England läuft.
Gute Nacht!



