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Comiso

Dienstag
23. Mai 2006

 
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Comiso.pngStadtbummel

Es sah so aus, als würde es wieder ziemlich warm und so entschlossen wir uns, den Orten Comiso und Vittoria einen Besuch abzustatten. Die Reihenfolge ergab sich ganz von selbst, als an einer Weggabelung Comiso günstiger anzusteuern war.

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Ein schattiges Plätzchen

Kurz nach 9.00 Uhr parkten wir in einer kleinen Nebenstraße ersteinmal im Schatten. Die Sonne war wieder kräftig am Einheizen. In einem Gemischtwarenladen fanden wir außer Kühlung noch Feuerzeuge (5 Stk. 1,- €), zwei Cannolizylinder aus Edelstahl, zwei Kerzengefäße aus Terracotta, fünf Zitronellakerzen gegen Mücken und einen Bimsstein. Dieser Euro-Sparmarkt war wirklich günstig, denn alles zusammen kostetete nur 5,- €. Mit unserem Einkauf schlenderten wir durch's Städtchen, beobachteten dabei die älteren Herren, wie sie sich die Zeit vertrieben, kamen auch an der einen oder anderen Sehenswürdigkeit vorbei, was man an den daran angebrachten Schildern erkennen konnte und landeten schließlich in einem gut klimatisierten Café. Dort kam der Schweißstrom langsam wieder zum Stehen. Unterhalb des alten Palazzos gibt es witzigerweise so etwas wie einen öffentlichen Trinkwasserbrunnen. Jedenfalls hielt eine junge Frau mit ihrem Auto direkt vor den drei Wasserhähnen und füllte einen 10-Literkanister mit dem offensichtlich geschätzten Nass. Es war inzwischen nicht nur

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Palmen und mehr________________Sehr historisch__________Vor dem Dom

Dreiviertelzwölf geworden, sondern auch ziemlich warm. Als wir wieder am Auto ankamen, stand es in der prallen Sonne. Wir rissen die Türen und Fenster auf, um es im Wageninneren erträglicher zu machen. Dann machten wir die Türen zu und neben dem Motor auch die Klimaanlage an, was sogar den Füßen Linderung brachte.

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Ein Hund fühlt sich wohl

Wir beschlossen ob der klimatischen Verhältnisse, Vittoria doch lieber auszulassen und am Pool stillzuhalten. Das heißt Heidi blieb auf der Terrasse und ich legte mich an den Pool unter den Sonnenschirm, nachdem ich mich erfrischt hatte. Salvatores Dalmatiner scheint mich zu mögen, denn als ich in Marlen Haushofers "Die Wand" weiterlas, nahm er zu meinen Füßen auf der Sonnenliege platz, nickte wie ich ab und an ein, bis er wieder mehr Bewegung brauchte. Irgendwann tauchte auch Salvatore auf und verriet mir, daß sein Dalmatiner auf den Namen "Lucky" hört oder besser hören sollte. Zum Abendbrot gab es heute einen griechischen Auberginenauflauf, der hervorragend schmeckte, aber von der Menge her nicht zu schaffen war. Morgen ist ja auch noch ein Tag. Durch die unzeitgemäße Hitze ist es sehr trocken und es brennt ständig irgendwo. Kurz nach acht Uhr, wir hatten versucht, im italienischen fernsehen einen Wetterbericht zu erhaschen, bemerkten wir einen schon kräftigen Brand unten bei den Müllcontainern. Glühende Asche wird niemand eingeworfen haben.

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Es brennt und brennt

Jedenfalls informierte Anja telephonisch die Feuerwehr und schon eine halbe Stunde später kam der Löschzug an. Zum Glück stand der wind für Salvatores Haus günstig und war auch nicht zu kräftig. Also im Endeffekt ist nur Brachland bereinigt worden und niemand zu Schaden gekommen. "Piano, piano" ein, wenn nicht der Leitspruch der Italiener, hatte sich in diesem Falle einmal mehr bestätigt. Beruhigend ist das allerdings nicht wirklich. Jedenfalls ließ uns dann auch noch Melanja mit Lucky allein, der sich aufführte, als müsse er der ganzen umliegenden Hundewelt seine Dominanz deutlichmachen. Auf Schlaf war erst zu hoffen, wenn das Licht im Garten erlöschen würde. Der Versuch, Lucky in seiner Hundehütte zur Ruhe zu bringen, war kläglich gescheitert, denn er bellte auch dort permanent weiter. Dann sollte er doch lieber unten am Pool weitererzählen als vor unserem Schlafzimmer.

Buona Notte?!

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