Sizilien - 31. Mai 2006
Die Heimat ruft

- Ein letzter Blick zurück
Der Wecker war auf 6.40 Uhr gestellt. Bis zum Frühstück war alles bis auf das Zahnputzzeug im Auto verstaut. So konnten wir uns um 8.15 Uhr von Luciano verabschieden, der uns einlud, ihn wieder einmal zu besuchen. Getankt hatten wir schon gestern, so daß wir mit vollem Tank in Richtung Catania starteten. In Randazzo waren viele Polizisten unterwegs, die den Schulweg der Kinder besonders im Auge hatten.
Auf der Höhenstraße kamen wir bestens voran und waren schon bald an der Autobahn. Für 90 Cent fuhren wir bis nach Catania, wo die Autobahn, zumindest in Richtung Flughafen, in eine Schnellstraße übergeht. Es paßten mit Mühe und Not vier Liter Diesel in den Tank, dann war er wieder voll. Jetzt brauchten wir nur noch einen Supermarkt, um die letzten Einkäufe zu tätigen. Der Tankwart bestätigte auf meine Frage nach einem Supermarkt, daß in der von mir gezeigten Richtung ein solcher sei. Irgendwie muß er mich aber mißverstanden haben, oder aber er war sauer über die nur 5,- € Umsatz. Jedenfalls war am Lido di Plaia kein Supermarkt auszumachen. Irgendwo bei der erneuten Anfahrt auf den Flughafen fanden wir immerhin einen Minimercato, in dem wir gut bedient wurden und der Ricotta sogar reisetauglich verpackt wurde. Noch etwas von diesem Käse und eine Flasche Amaro (leider nicht dell'Etna) kamen hinzu. Endlich waren wir komplett. Das heißt das Auto war natürlich noch zuviel. Sie sind hier zwar nicht so schnell wie in Kapstadt, aber es verlief alles reibungslos.
Der Flughafen von Catania ist trotz der Baumaßnahmen relativ übersichtlich. Leider gehörte die einzige Menschentraube in der Halle zu unserem Flug. Und die Abfertigung zog sich elend hin. Diesmal bekamen wir zwei Gangplätze bis Nürnberg. Nach Berlin hätten wir dann Plätze am Notausgang. Alles klar.
Arividerci Trinacria!
P.S.: In Berlin wird gebaut wie doll und verrückt, bemerkten wir, als wir mit dem Taxi nach Hause fuhren. Der Bahnhof "Lehrter Straße" ist gerade als neuer Berliner Hauptbahnhof eingeweiht worden. Und der Taxifahrer berichtete uns in diesem Zusammenhang vom Amoklauf eines sturzbetrunkenen Jugendlichen, der weit mehr als zwanzig Besucher mit seinem Messer teilweise sehr schwer verletzte. Wir waren erst einmal bedient. Ach, und der Umbau des Kaufhauses am Alex ist fertig. Soll ganz ordentlich geworden sein.
Jost


