dev.png ply.png cimg5582 cimg5585 cimg5588 cimg5590 cimg5594-pano cimg5600 cimg5601 img-20180908-WA0012

Burgh Island

Sonnabend
8. September 2018

 
|Übersicht|
dev.png
_______Devon

Abreise und Umzug

Um 6.30 Uhr war die Nacht vorbei. In aller Ruhe frühstücken wir, bereiteten den Reise­proviant für Ute und Helmut. Koffer und Taschen wurden ins Auto verbracht, ein letzter Rundgang unter­nommen, bevor wir uns bei unserem Vermieter bedankten, denn er hatte die gestern noch über mittelten Flugtickets für uns ausgedruckt. Als ich ihm sagte, ich würde ihn weiterempfehlen, gab er mir seine Visitenkarte. Auf Wiedersehen!

ply.png
_________Plymouth

Gegen 9.00 Uhr verließen wir unsere gemütliche Mühle. Die Fahrt nach Plymouth verlief völlig entspannt erst durch die en­gen, grünen Gassen und dann über größere, teilweise mehr­spurige Straßen. Das Navi führt uns bestens zum Bahnhof, wo wir so zeitig eintrafen, daß noch Zeit für einen Kaffee blieb. Im Bahnhofsrestaurant genehmigten wir uns alle Capuccini. Der Zug würde pünktlich um 11.00 Uhr abfahren. Wir verabschiedeten uns in der Bahnhofshalle, weil man nur mit einem gültigen Ticket auf die Bahnsteige gelangt. Dann gute Heimreise!

Heidi hatte auf der Fahrt nach Plymouth schon über attraktive Zwischenstationen auf dem Weg zu unserer neuen Unterkunft, die wir erst ab 15.00 Uhr belegen durften, nach­ge­dacht. Im Reiseführer hatte sie das Burgh Island entdeckt. Diese Insel ist bei Ebbe zu Fuß erreichbar. Also gab ich dem Navi das neue Ziel vor. Als wir Plymouth verließen, wurden die Straßen wieder enger, ungefähr so wie wir sie aus Cornwall kannten. Kein Wunder, Devon liegt ja auch direkt nebenan. Am Folly Hill fanden wir gleich einen Park­platz.

cimg5582jpg cimg5585.jpg cimg5590.jpg
Burgh Island_________________Pilchard Inn__________Hotelzufahrt

Wie erhofft herrschte gerad Ebbe und viele Familien oder Freunde nutzten den Sonnabend hier zum Grillen. Ein Mann spazierte mit zwei Freunden die Straße entlang. Das Schild um seinen Hals wies ihn als Geburtstagskind aus. Herzlichen Glückwunsch zum 40-sten! Wir gingen also ganz bequem nach Burgh Island hinüber, am Fährtraktor vorbei, der bei Flut aktiviert wird und die Inselbesucher hin- und herbringt. Auf der Insel selbst gibt es nur das Fischerman's Cottage und ein Hotel, das gern von Agatha Christie besucht wurde. Es gab wohl auch Verfilmungen ihre Romane hier. Wir stiegen hinauf zum höchsten Punkt und auf dem Rundweg wieder hinunter zum Pilchard Inn, eines der ältesten Pubs in England. Der Burger, den wir uns teilten, schmeckte ganz ordentlich und stillte unseren Hunger. Ein Jeep passierte die trockenen gefallene Verbindung zur Insel. Das Wasser begann wieder zu fluten. Entlang des Ufers gingen wir zurück zum Auto. Ein hübsches Fleckchen Erde hatten wir hier kennengelernt.

cimg5594-Pano.jpg
Blick vom höchsten Punkt der Insel
cimg5600.jpg
Der erwähnte Jeep

Die restlichen 30 Kilometer bis Strete, unseren nächsten zu Hause, waren um 14.00 Uhr absolviert. Eine Stunde zu früh standen wir vorm Haus. Machen wir doch einen Abstecher nach Dartmouth. Das ist nicht weit. An sich keine schlechte Idee, aber es war nirgendwo ein Parkplatz auszumachen. Aus dem Augenwinkel sah ich kostümierte Leute. Irgendein Fest schien hier zelebriert zu werden. Wir fanden gut aus der Stadt heraus und standen bald wieder vor dem Häuschen. Kein Mensch weit und breit. Blieb nichts übrig, als das Kontakttelefon zu bemühen.

cimg5601.jpg
Auf zum Gipfel

Neben der Haustür befand sich ein Nummernschloß, dessen Code uns mitgeteilt wurde. Wenn wir den ein­gegeben haben würden, sollte sich ein Türchen mit dem Schlüssel da­hinter öffnen. Es tat sich aber nichts. Weder die Haustür noch die weiße Klappe an der Seite ließen sich bewegen. Ein Nachbar, der seine Golfsachen putzte, bot seine Hilfe an. Ja, so eine Einrichtung habe ja auch an seinem Haus. Die zu öffnende Klappe war integraler Bestandteil des Codeschlosses, klemm­te aber und war nicht so leicht zu öffnen. Allerdings hatte ich es nicht einmal versucht, da ich offensichtlich die Beschreibung der Vermieterin falsch interpretiert hatte. Egal, jetzt waren wir ja drin, dank des netten Nachbarn. Diese Wohnung bot den am warteten Gegensatz zur vorherigen. Klare, moderne und geschmackvolle Einrichtung, schwere, massive Möbel aber absolut nicht bieder. Auch wenn es keinen Kamin gab, gefiel uns das neue Quartier sehr.

Nach dem Auspacken füllten wir im Dorfkonsum unsere Vorräte auf. Die wurden in die Wohnung verbracht und es wurde langsam Zeit fürs Abendessen. Im „Laughing Monk” war alles ausgebucht für heute, aber wir bestellten gleich einen Tisch für Donnerstag um 19.15 Uhr. 19.00 Uhr ging nicht, da hätten schon andere Gäste reserviert. Eigentlich gar keine schlechte Idee, die Tischreservierungen zu staffeln und so eventuelle Wartezeiten für die Gäste zu minimieren und den Koch nicht allzusehr zu stressen. Na mal sehen. Zum Glück gibt es auch einen Pub unten neben dem Laden. Dort trafen wir sogar unsere Nachbarn wieder, Ohne ihm jedoch gleich zu erkennen. Das war ausgesprochen peinlich. Natürlich kamen wir sofort ins Gespräch und als ich ihm erzählte, daß Golf in der DDR ausschließlich als VW-Modell stattfand und ich inzwischen zu alt dazu sei, meinte er, um damit zu beginnen, sei es nie zu spät. Schaun 'mer mal.

img-20180908-WA0012.jpg
Herrliche Aussicht

Da wir gleich gesagt hatten, daß wir auch etwas essen wollten, brauchten wir nicht jedes Siderrunde einzeln zu bezahlen. Wir gingen nach oben in die eigentliche Gaststube und ge­nossen unsere zwar schmackhaften aber etwas trockenen Gerichte sowie den Blick aufs Meer. Doch, hier lässt es sich aushalten. Zurück in un­se­rem Unterschlupf machten wir es uns gemütlich und schauten noch die Wochenshow der vorigen Woche bei Wein und Nüssen. Morgen wer­den wir Schusters Rappen wieder die Sporen geben.

Good night!


Valid CSS!