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Salcombe

Donnerstag
13. September 2018

 
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Salcombe via East Porthmouth

Heute schien endlich wieder die Sonne und so wiesen wir unser Navi an, uns nach East Porthmouth zu geleiten. Das liegt gegenüber von Salcombe und eine Fähre verbindet die beiden Orte. Das ist sehr praktisch, sonst hätten wir um den ganzen Kingsbridge Estuary und seine Ausläufer herum fahren müssen. Natürlich waren auch hier die Straßen sehr eng. Aber soweit waren wir ja noch gar nicht.

Da wir wußten, daß die Straße nach Torcross derzeit nicht existent war, ließen wir uns auch nicht in die Irre führen. Erst nach dem Umspringen der Route folgten wir den Anweisungen des Navis. Wir fuhren quasi über eine Halbinsel, was für Verkehrsarmut spricht, allerdings auch für landwirtschaftlichen Verkehr. Wir hatten Glück, daß ich in die Einfahrt eines Bauernhofes ausweichen konnte, als ein Trecker mit aufgegabeltem, großen, schwarzen Stroh- oder Heusack die Straße total ausfüllte. Die sonstigen Begegnungen mit entgegenkommenden Fahrzeugen sind nicht erwähnenswert. In East Porthmouth sahen wir gegenüber einer engen Rechtskurve ein Auto parken. Es war reichlich Platz dort und so stellte ich unser Gefährt daneben. Es musste sich um den in der Wanderkarte ver­zeich­ne­ten Parkplatz handeln.

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Kingsbridge Estuary____________Da geht's los_________________Salcombe

Das Beste war, dass hier direkt ein Wanderzubringer zum Küstenwanderweg losging. Ein kleines Stück Straße mußten wir noch laufen, bis an der Millbay der Bitumen in Split und Sand überging, um sich dann auf Fußwegbreite zu verschlanken. Wir wanderten den berühmten Küstenweg entlang, naschten wieder Brombeeren und schauten auf die einladenden Strände.

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Küstenwanderweg_____________Gara Rock Pavillon____________Gara Rock Beach

Nach zwei Stunden krabbelten wir einen etwas steilen, mit einem Seil abgesicherten Weg hinunter zu einem Strand, an dem außer uns zwei weitere Badewillige ihre Decken ausgebreitet hatten. Also praktisch menschenleer. Heute ging nur ich schwimmen, Heidi hatte keine Lust. Das mag am unwegsamen Abstieg gelegen haben. Das Wasser hat er seine Temperatur im Vergleich zum letzten Badegang gehalten. So eine Erfrischung tut auch bei nicht ganz so hohen Temperaturen gut.

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Moor Sand___________________Ruhige See__________________Schmetterling

Wir stiegen ohne Seilnutzung wieder aus der Bucht heraus nach oben und begaben uns auf den Rückweg. Die vielen Aussichten, die Felsformationen und die Brombeeren begleiteten uns weiterhin. Wir wählten jetzt den alternativen oberen, sich weiter im Land befindlichen Parallelpfad, um zur Millbay und dann weiter nach Salcombe zu gelangen.

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Windflüchter_________________Drei Gestalten________________Brombeerverkostung

Die Fähre ist ohne Unterlaß am Hin- und Herfahren. Als wir ankamen, konnten wir ohne stehen bleiben zu müssen, direkt einsteigen. 1,60 £ pro Nase für fünf Minuten Kahn fahren ist OK. Als wir heute früh hier am Mouth angekommen waren, hatte Flut geherrscht, Jetzt war Ebbe. Alle möglichen schwimmfähigen Gefährte lagen auf dem Schlick oder Sand.

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Unsere Fähre_________________Fester Stand_________________Trockensteg

Auf der Terrasse der Fährenschenke am Jubilee Pier gönnten wir uns einen Cider. Leider war schon Küchenschluß und so mußten wir uns eine andere Nahrungsquelle suchen. In einem Bistro wurden wir fündig. Wir entschieden uns für die typischen Pasteten, ich mit Wurst und Heidi traditionell mit Fleisch-, Apfel- und Kartoffelfüllung. Es stellte sich heraus, daß der Betreiber auch ins Strete wohnte und natürlich auch den „Laughing Monk” kennt. Im „Kings Arms” seien besonders die gefüllten Auberginen zu empfehlen. Echt witziger Zufall.

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Zum Bistro___________________Weitere Fähre________________Lifeboat Station

Gegen 16.30 Uhr fuhren wir wieder hinüber zum anderen Ufer. Vom Anlegeplatz führt eine Treppe direkt zum Parkplatz. 138 Stufen waren zu steigen, um hinauf zu gelangen. Eine Stunde vor unserem Abendessen im „Monk” trafen wir wieder in Strete ein. Genug Zeit zum Duschen und Vorbereiten hatten wir allemal.

Wir gingen praktisch um 9.15 Uhr los und schafften die 100 Meter noch in der selben Minute. Der Empfang war überaus freundlich.Wir wurden an unseren Tisch geleitet und mit dem nötigen Kartenmaterial versorgt. Heute wird geschlemmt und deshalb muß erstmal ein Aperitif auf den Tisch und Wasser. Weder Heidis Kir Royal noch mein Prosecco Rose rechtfertigten die 7,50 £, die sie kosteten. Na, was soll's.

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Gediegen und leer

Die beiden bedienenden Damen husch­ten nur so durch das Etablissement. Als Vorspeise gab's Jakobsmuscheln für Heidi und eine Enten-Aprikosen-Brandy-Terrine für mich. Das entsprach schon eher unseren Vorstellungen. Dazu be­stell­ten wir einen weißen Tempranillo20180913_220733
Sehr guter Wein
aus dem Riojaanbaugebiet. Der paßte hervorragend, auch zu den Haupt­ge­richten. Heidi entschied sich für das gebratene Steinbuttfilet und ich für das auf der Tafel20180913_220314
Guter Tip
empfohlene Fischgericht - gebratene John Dory Filets mit Gar­ne­len und Zitronenbutter, was auch im­mer das für ein Fisch ist. Es war alles sehr gut. Nur die rasenden Kellnerinnen paßten nicht so recht zur Atmosphäre.

Danach waren wir so satt, dass wir auf den Nachtisch verzichten. Inzwischen waren wir die letzten Gäste, obwohl noch drei Tische nach uns besetzt und bedient worden waren. Die Mädels hatten alles in Grund und Boden gerannt. Ja, das wollten die englischen Gäste hier so, weil sie ja morgen wieder arbeiten müßten, wurde uns erklärt. Es waren gerade anderthalb Stunden seit unserem Eintreffen vergangen. Selbst das Geburtstagsessen einer Familie war nach einer guten Stunde vorbei. Das sind ziemlich gewöhnungsbedürftige Praktiken für ein gemütliches Dinner. Ein ganz exzellenter Gin beschloß unseren befrie­digensten Restaurantbesuch.

Good night!


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