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Urlaubsauftakt

Dienstag
3. Juli 1990

 
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Viel Fliegen für's Geld

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Am Flughafen Schönefeld

Heute früh gings endlich los. Der "Blaue Blitz" mußte hier auf dem Parkplatz blei­ben. Maximilian ließ sich samt Koffer von Florian chauffieren. Die Querelen der Währungsunion zurücklassend star­teten wir um 8.40 Uhr vom Flughafen Schönefeld aus in Richtung Prag. Bei herrlichstem Flugwetter lag Berlin wie eine Landkarte unter uns, zumindest bis wir über die wenigen Wolken stiegen. Die Jungs waren begeistert. Bei der ersten Zwischenlandung in Prag beka­men wir unsere Bagage erst nach einer Dreiviertelstunde an der total über­la­steten Aufbewahrung los. Mithilfe eines Taxis versuchten wir, die verlorene Zeit wieder aufzuholen. Für 120,- Kronen gelangten wir so auf dem kürzesten Wege unter die Menschenmassen auf der Prager Burg.

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Auf der Prager Burg

Besonders die bunten Wachen und Fenster erfreuten sich großer Be­liebt­heit. Per pedes bewegten wir uns in Richtung Altmarkt und blieben durch unsere knurrenden Mägen in einem chinesischen Restaurant hängen. Für 140,- Kronen beruhigten wir die Quäl­geister.

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Der Altmarkt

Auf dem Altmarkt kamen wir gerade zur Apo­stelparade zurecht. Staunend blieben wir vor einem drei Meter hohen, goldenen Trabbi auf vier Füßen (auch ganz in Gold) stehen; ein Ori­gi­nal­ab­bild männlichen Geschlechts und sehr manö­­vrierfähig. Mit dem Vorsatz die Zeit effektiv zu nutzen, wandten wir uns dem Wenzelsplatz zu. Der erste Abzweig rechts war mir noch dunkel als Weg zum „u flecku” in Erinnerung, aber dann begann das große Suchen und Fragen. Der Count down lief und gegen 15.00 Uhr konnten wir unser Schwarzbier in dem historischen Ambiente des „Flecks” genießen. Immerhin blieb uns noch eine ganze Stunde auf dem sonnigen, frisch reno­vier­ten und wie immer gut besuchten Hof in der Kre­me­tova utca.



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Im "U Fleku"

Dann wieder mit dem Taxi zum Flugplatz und einchecken. Auch der zweite und dritte Flug - nach Auftanken des Flugzeugs auf dem Platz und der Passagiere im Transitraum – verliefen sehr ruhig. Nur daß sich das Wetter dahingehend verschlechtert hatte, daß von der Tatra rein garnix zu sehen war. Auf jeden Fall fanden wir mit Hilfe einer weitgereisten älteren Slowakin und eines Taxifahrers unser Quartier in Nova Lesna gegen 21.00 Uhr. Endlich, nach dem zweiten Klingeln ging auch das Licht im Hause an. Uns fiel ein Stein vom Herzen. Das Quartier ist pico bello eingerichtet. Nach dem geliehenen Abendessen, dem Bezahlen des Zim­mers und der Übergabe des Kaffees fielen aber auch wir dann in die Betten.

PS: Beim Durchsehen der Dias fiel mir noch ein Bild von der Karlsbrücke auf. Es gaben sich auf dieser Brücke bestimmt alle Maler und sonstige Künstler dieser Stadt ein Stelldichein und versuchten Ihre Werke an den Touristen zu bekommen. Nur mit dem Angebot zünf­tiger Gartenzwerge hatten wir absolut nicht gerechnet.

Gartenzwerg
Ein Gartenzwerg

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