3. Urlaubstag

Donnerstag
5. Juli 1990

 
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Auch an schönen Tagen trügt der Schein!

Unser heutiges Ziel ist Poprad, um endlich etwas Geld in der Staatsbank zu wechseln. Als wir sie endlich dank unseres Reiseführers gefunden hatten, waren alle Türen verschlossen. Auch das in der Staatsbank ausgewiesene Hotel „Gerlach” fühlte sich außerstande auf unsere Wünsche einzugehen. Na gut, sagten wir uns, für den nötigen Einkauf reicht das Geld schon noch. Nur daß wir kaum ein Geschäft fanden, das überhaupt geöffnet war. Also orientierten wir uns nach einem kleinen Stadtbummel auf Strebske Pleso, wo das Hotel FIS eine Wechselstube betreiben sollte.

Wieder rein in die Tatrabahn und ab ging's. Leider hatten wir diesmal die Kasse nicht gefunden und mussten so 40 Kronen Strafe zahlen. Entscheidend hielt uns das gute Wetter bei Laune. Nach 1 ¾ Stunden Bahnfahrt und der Wanderung zum Hotel FIS erfuhren wir dort, daß nur Reiseschecks getauscht würden. Aber die Hotels „Patria” und „Panorama“ die tauschen bestimmt. Und tatsächlich, beim insgesamt vierten Anlauf klappte es endlich. Und da erfuhren wir auch den Grund für die vielen verschlossenen Türen: es war ein Nationalfeiertag angesagt. Nur uns hatte man das verschwiegen. Wir wanderten noch um den See Strebske Pleso, tranken Kaffee und schon ging's bei schönstem Sonnenschein - diesmal mit Fahrkarten – wieder heim.

Unser Quartierswirt hatte uns eine Gaststätte über der Post empfohlen und so gedachten wir, den doch etwas verkorksten Tag in der Taverne zu beenden. Und siehe da, wir kamen in eine sehr angenehme Denny-Bar, worauf wir wahrlich nicht gefaßt waren. Das Essen und die Bedienung waren vorbildlich und das Beste an diesem Etablissement war der Kofferfernseher. Nicht wegen des gezeigten Tennismatches sondern der abzusehenden Möglichkeit, die Spiele der Weltmeisterschaft doch noch unerwarteter Weise verfolgen zu können. Es gab also einen versöhnlichen Abschluß, mit einer gewissen Vorfreude auf kommende Ereignisse.

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