Vietnam - 16. April 2011
Ankunft in Sapa
- Das Hotel vom Park aus________Unterwegs___________________Alles Handarbeit
Um 6.15 Uhr ging das Licht im Reisebus an und es wurde verkündet, daß wir in Sapa angekommen seien. Noch etwas benommen packten wir unsere sieben Sachen ein und verließen den Bus. Es war nebelig und nicht kalt. Da es in der Nacht geregnet hatte, waren wir froh über die Wetterbesserung. Weniger froh waren wir bei der Entgegennahme unserer Rucksäcke aus dem Gepäckfach des Busses. Nun konnte man verstehen, warum vor der Abfahrt und in der Nacht die Klappe des Gepäckfaches öfter gründlich kontrolliert wurde. Die Rucksäcke waren alle mehr oder weniger feucht verschlammt - eine richtige Sauerei. Wir schnappten unser Gepäck und stiegen in einen Kleinbus ein. Dieser brachte uns ins nahe gelegene Hotel "Summit", es dauerte nur ein paar Minuten. Im Hotel wie immer, Pässe abgeben und ein Zimmer (unseres - Jost, Karin, Heidi) wurde zum zwischzeitlichen Gepäckabstellen und Frischmachen bereitgestellt. Bereits um 9.00 Uhr erwartete uns unser Guide Hung zum ersten Ausflug nach Cat Cat Village, wo die Black H'Mong ihre Waren, besonders Stoffe und Kleidung, Taschen und Schmuck anbieten. Wir machten aber schon beim Abmarsch vor dem Hotel mit diesen Menschen Bekanntschaft, denn wie Schatten liefen sie - Frauen und Kinder in schönen, bunten Trachten - mit uns die ganze Strecke und boten ohne Unterlass ihre Waren feil.
- Hung mit Wasserfall______Gruppenfoto_____________________Mit dem Jeep zurück
Am Wasserfall gab es eine kleine Rast mit Fototermin. Wir entschieden, die 80-minütige Strecke zurück nach Sapa nicht zu Fuß zu gehen - es war so warm und es ging nur bergauf - sondern mit einem alten Jeep zu fahren. Unser Guide bestellte das Auto und wir liefen nur noch 10 Minuten zum Abfahrtsort. Die Fahrt war luftig und lustig und schnell waren wir wieder im Hotel.
- Gürtelherstellung_____________Gemüsestand mit Kind___________Verhandlungen
Nun konnten alle ihre Zimmer beziehen, sich duschen und ausruhen. Zum Mittag gab es ein Menü aus der Karte. Sechzehn Menüs standen zur Auswahl. Danach war weiteres Ausruhen angesagt. Gegen 16.45 Uhr machten wir dem Ort mit Markt unsere Aufwartung. Es herrschte noch reges Treiben. Jost ließ sich einen neuen Gürtel machen. Nach Auswahl des Leders und der Schnalle ging es recht flott. Wir streiften über den Gemüsemarkt, hätten fast eine Hose für Jost gekauft und ließen uns ermattet vor einem italienischen Restaurant, das mit Happy Hour Getränken warb, auf einen Cocktail nieder. Aber manches ist hald anders als gedacht und so erfuhren wir, daß die Cocktails nicht in das Happy Hour Angebot eingeschlossen waren sondern nur Wasser, Bier, Saft und so weiter. Das sollte aber für uns kein Problem darstellen. Karin war ganz wild darauf, den Blue Hawai zu probieren, denn den bekommt man sonst fast nirgends - aber sebstverständlich in Sapa. Das ruhige Genießen der Getränke war dann auch etwas anders, als wir es uns vorgestellt hatten, denn drei der buntgekleideten Damen versuchten wieder ihre kunsthandwerklichen Erzeugnisse bei uns loszuwerden. Nach den Cocktails, die mit einer großen Happy Hour Wasserflasche belohnt wurden, besorgten wir noch Briefmarken in der Post und steckten gleich ein paar Karten in den Briefkasten.
Dann ging es zurück zum Abendessen ins Hotel. Wieder wurde uns die Menükarte vom Mittag vorgelegt, mit weniger Appetit nahmen wir unser Essen ein (Jost, Karin, Heidi). Die jungen Leute unserer Reisegruppe tauchten auch kurz darauf auf und nahmen ein Mahl ein. Danach präsentierten sie uns ihre gekauften Jacken. Sie hatten den Nachmittag auch im Ort verbracht und kamen mit ihrer Beute zufrieden zurück.
Wir spielten noch zu sechst eine Runde Rommé. Getränke gab es nur noch in Zimmertemperatur - der Kühlschrank war schon abgeschlossen. Also blieben nur Rotwein und Weinbrand. Gegen halbelf löschte Hung das Licht und wir gingen müde in Richtung Betten.
Heidi



