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Sankt Lorenz

Donnerstag
4. September 2014

 
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Gîte du Mont-Albert

Und schon frühstückten wir ein letztes Mal auf der Terrasse des Baumhauses. Das warme Baguettestückchen ist immer wieder ein Genuß. Ansonsten ist alles für den Umzug vor­be­rei­tet. Gegen 19.15 a.m. gaben wir den Schlüssel an der Rezeption ab. Es war schon eine tolle Sache, so allein und relativ spartanisch ein paar Nächte im kanadischen Wald zu verbringen.

Doch jetzt hieß unser Ziel Mont Albert auf der Halbinsel Gaspésie. In dem in einem der vielen Nationalparks gelegenen Hotel Gîte du Mont-Albert wollten wir ein Zimmer nehmen. Von dort aus kann man nämlich direkt zum Mont Albert aufbrechen. Dazu mußten wir aber ersteinmal über den Sankt-Lorenz-Strom gelangen. Unser Plan war, die Fähre von Godbout aus zu diesem Zwecke zu nutzen. Die 230 Kilometer bis dorthin würden wir bequem bis zur Abfahrt um 2.00 p.m. schaffen. So war es dann auch. Wir verpaßten zwar einmal eine Abzweigung noch Godbout, aber die verlorenen zehn Minuten waren leicht zu verkraften. Um 1.00 p.m. ordneten wir uns in die Schlange der nicht angemeldeten Passagen ein. Vor uns standen vielleicht 10 PKW. Die Hochsaison ist halt vorbei.

An Bord zahlte ich dann die 80,-$ für die zweistündige Fahrt. Der Strom, beinahe hätte ich „das Meer” geschrieben, war nicht ganz so ruhig wie die Tage zuvor. Die Fähre wurde von den Wellen gut bewegt und die Fahrt verging schnell. Von Matane, unserem Fährziel, fuhren wir weiter nach Nordosten. Nun lag der Strom links von uns. Die kanadischen Straßen erlaubten auch hier eiin zügiges Vorankommen. Es gibt zwar, wie überall, auch hier diverse Baustellen, die aber nur selten auf eine Ampelregelung hinausliefen. Bevor der Winter kommt, werden möglichst viele Schadstellen beseitigt oder auch gleich die Fahrbahndecke erneuert.

So 6.30 p.m. trafen wir im Hotel ein und erhielten ein Zimmer im Haus Le Caribou, das zwei Minuten vom Haupthaus entfernt steht. Das in etwa drei Mal so große Zimmer wie unsere vorherige Unterkunft, inklusive Terrasse, war mit zwei Kingsizebetten und einem famosen Blick auf den Mont Albert ausgestattet. Das Hotel gehört zur selben Kette wie das in Duchesnay und verfügt über eine ebenso ausgezeichnete Küche. Die konnten wir zum Abendessen gleich ausprobieren. Wir ließen uns für 8.00 p.m. einen Tisch reservieren. Bis dahin würden wir es uns auf dem Zimmer gemütlich machen. Nach den drei Nächten im Baumhaus fühlten wir uns hier in den totalen Luxus versetzt. Nur Internet war nicht verfügbar, denn das gibt es nur im Haupthaus. Aber alles andere war perfekt.

Das Essen erfüllte alle Erwartungen. Heidis Heilbutt war absolut zart und wohlschmeckend. Ich probierte ein Gericht (Aup-Filet), dessen Inhalt ich nicht wirklich verstand. Es wurde jedenfalls ein kleiner Vogel kredenzt. Ich tippte auf Taube oder so. Das Fleisch war ebenfalls zart und nicht so trocken, wie es manchmal bei Hähnchen der Fall ist. Den restlichen Weißwein nahmen wir mit aufs Zimmer. Morgen wollten wir auf und um den Mont Albert wandern - 17 km. Im Fern­sehen lief übrigens Football. Tagebuchschreiben ging trotzdem.

Bonne Nuit!


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