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Mont Albert

Freitag
5. September 2014

 
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Eine sehr schöne, aber anstrengende Rundwanderung

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Der Rundweg von 17,3 km

Das Frühstückhatten wir mitgebucht, was ganz praktisch war. Um beizeiten aufbrechen zu können, hatten wir den Wecker auf 7.00 a.m. gestellt. Die Sonne strahlte und schien direkt auf die vor uns liegenden Berge. Um 7.45 a.m. saßen wir am Frühstückstisch und um 9.00 a.m fuhren wir hinüber zum Büro des Nationalparks. Das öffnete sowie­so nicht eher.

Wir hätten auch laufen könne, was wir allerdings nicht wußten. Jedenfalls frag­ten wir nach einer Wanderkarte, die wir aber laut Aussage der Beraterin für den Mont Albert allein nicht brauchen würden. Also sparten wir uns die Karte und bezahlten nur obligatorisch 7,50 $ Wan­der­gebühr pro Nase. Das Auto verbrachten wir wieder auf den Hotelparkplatz, denn die zu absolvierende Rundwanderung führte direkt am Hotel vorbei.

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Sonniger Weg______________Monts Chic-Chocs__________________Schattiger Steig

So ungefähr um 9.30 a.m. ging's dann wirklich los. Wir gingen über die Straße, kamen an den Riviere Saint Anne, an dem wir vor dem Aufstieg entlanggingen. Als wir den Fluß überquert hatten, begann sich die Steigung langsam auszubilden. Der Weg ist bestens in Schuß, führt durch MIsch- und Nadelwald, wo sich tatsächlich auch mal schöne Blicke ins Tal ergeben. Der Wanderweg ist der europäischste, den wir bisher gesehen haben. Es war eine Freude auf den Berg zu wandern, zumal wir durch die Kleinwüchsigkeit des Krummholzes einen immer besseren Überblick erhielten.

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Blick vom ...
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Herzhäuschen

Gegen 1.00 p.m. erreichten wir die Gipfelhütte samt Herzhäuschen. Die sind verrückt, die Kanadier. Obwohl, es ist eigentlich ein wirklich nützlicher Service. Jedenfalls hatten wir uns die Rast wohl verdient und genossen den tollen Rundumblick. Kurz unterhalb gibt es eine kleine Ebene, auf der unsere Banknachbarin weidende Karibus entdeckte. Klasse!

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Mont Albert und Pianistinnenbeine

Als sie hört, daß wir deutsch sprachen, fragte sie uns, woher wir kämen. Denn sie hatte 2013 ein halbes Jahr in Leipzig verbracht. Dort hatte sie einen Meisterkurs als Pianistin absolviert und auch mehrere Konzert gegeben. Jetzt lehrt sie an der Musikhochschule in Montréal, aber als gebürtige Gaspésienne fühle sie sich hier am wohlsten. Was man doch für Leute trifft so auf dem Berg.

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Grasende Karibus_____________Hochmoor___________________Belvédére du Versant

Unser Weg führte uns nun über die moorige Hochebene nahe an die Karibus heran. Die ließen sich von den fotografierenden Touristen nicht aus der Ruhe bringen. Hinter einer hölzernen Aussichtsplattform, dem Belvédére du Versant, begann der durchaus strapaziöse Abstieg. Das Geröll ist mal kleiner und mal größer. Das Gehen über die großen Steine verlangte unsere ständige Konzentration, ließ uns aber auch gut vorankommen. Die vielen kleinen Wasserfälle des Ruisseau du Diable am Wegesrand sind wunderschön anzuschauen. Allerdings kann man natürlich nicht ständig stehen bleiben, wenn mann vor Einbruch der Dunkelheit am Ziel sein möchte.

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Klamotten ohne Ende__________Ruisseau du Diable___________Ein Blick zurück

Heidi hielt gut durch, obwohl sie sich ausgiebig über die Unmengen unwegsamen Gerölls ausließ. Um die Hütte „La Serpentine” herum wurde es besser. Wir befanden uns jetzt auf dem International Apalachian Trail - Wahnsinn! Irgendwann gab es extra angelegte Stege, über die wir sumpfiges Gelände durchwanderten. Ein Stück des Weges führte am Lac du Diable entlang, der sich nicht sonderlich photogen gab. Der Wind raute die Wasseroberfläche so auf, daß sich keine spiegelnden Eigenschaften einstellten.

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Über den Teufelsbach_____Der Teufelssee___________________Es wird düster

Inzwischen waren auch Wolken aufgezogen und Heidi begann mit ihrer Regenjacke zu drohen. Das klappte gut. Nur Heidi war mit dem Ergebnis insofern nicht zufrieden, daß die Atmungspassivität der Jacke zu einem Feuchtigkeitsstau in der selben führte. Sie zog die Jacke also wieder aus, was die abgeschreckten Wolken aber nicht mehr mitbekamen, denn die zogen schneller als wir wanderten.

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Teufelsfall___________________Verwunschener Weg___________Shute Saint Anne

Nach dem wir eine weitere Hütte hinter uns gelassen hatten, erreichten wir den Shute du Diable, alles nur wunderschönes Teufelszeug. Als wir endlich wieder an den Riviere Saint Anne kamen, hatten wir es fast geschafft. Noch'n Wasserfall (Saint Anne) und ein paar Spaziergänger später standen wir wieder am Ausgangspunkt. Die Beine hatten an Gewicht zugelegt, so fühlten sie sich zumindest anund die Zehen meldeten Beklemmungen. Aber das Abschlußbier auf der Hotelterrasse würden sie noch ertragen müssen. Das zischte!

Das Abendessen orderten wir für 8.00 p.m. bevor wir uns in unser Bad begaben, um uns frisch zu machen. Mich zog es sogar in die Wanne. Das war ein Genuß! Als wir uns von unserer heutigen Tour etwas erholt hatten, ging es schon auf die verabredete Essenszeit zu. Ich entschied mich für „deer”, was für Hirsch steht. Eine ausgezeichnete Wahl, wie sich erwies. Das ausgesprochen zarte und schmackhafte Fleisch überzeugte mich. Heidi hatte sich für ein Gericht entschieden, das dann doch ein Salat war, allerdings einer der Spitzenklasse. Jedenfalls waren wir beide am Ende satt und zufrieden.

Bonsoir!


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