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Lecco

Donnerstag
16. Juli 1998

 
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Lecco

Stadtbesichtigung

Nach der gestrigen Wanderung stand heute eine Stadtbesichtigung auf dem Aktionsplan - Lecco. Laut Segniore Masolini wäre die einzig wahre Anreisemöglichkeit für Lecco das Schiff. Wir entschieden uns trotzdem für die Tunnelvariante. Dem letzten der, wer weiß wie vielen, Tunnel entschlüpft, ist man praktisch schon im Ort. Parkmöglichkeiten gibt's für ein gewisses Entgeld zumindest donnerstags schon. Wir wählten ein schattiges Parkhaus, das auch nicht teurer als ein sonniges Plätzchen war und begaben uns in die viel gepriesene Altstadt. Von Sei­den­produktion war nichts mehr zu spüren. Die Fußgängerzone mit den ersten Preisnachlässen, wie in anderen Orten auch, war ausgesprochen dominant. Und die Bautätigkeit mit ihrern lautstarken Aktivitäten zerrte vor allem an Heidis Nerven. Die Suche nach dem "Platz des 20. Dezember" war erst nach gezielter Nachfrage mit Erfolg gekrönt. Der oberlahme Kellner muß in sich hineingegrinst haben, als ich ihn nach der hundert Meter entfernten Piazza fragte. Wir hatten uns für dieses Ristorante entschieden, weil in der Gassen zu dem oben erwähnten Platz Presslufthämmer vom Begehen abrieten. Alexander genoß seine Sprite und verlangte dann nach seiner wohlverdienten Ruhe. Gisela, Heidi und ich blieben noch vor Ort, um den Hafen zu besichtigen und eventuell Frischfisch zu erstehen. Den Weg nach Pescarena sparten wir uns dann doch, da nach 12.30 Uhr in Italien nichts mehr geht, was mit Einkäufen zu tun hat.

Wieder in Curcio angekommen, stärkten wir uns mit frischem Salat, Brot und diversen Beilagen. Der anschließende Spaziergangführte uns in den Wald oberhalb unserer Behau­sung. Auf engen Pfaden, die auch nicht als Wanderwege ausgewiesen waren, kraxelten wir bis auf eine kleine Lichtung mit Häuschen. Dabei begleitete uns hin und wieder ein Motorradfahrer, der die Wege nicht unbedingt befestigte. Aber vielleicht nimmt er ja an irgendwelchen Meisterschaften teil.

Am Abend war allgemeines Ausspannen in der Pizzeria (mit Hotel) La Stua angesagt. Alexander machte auf dem Parkplatz einmal kurz Bekanntschaft mit dem dortigen Belag. Die Tränen waren schnell getrocknet, die Pizze waren köstlich und erst der Tischwein und die Aussicht auf den See und...

Auf Schleichwegen ging's heim und da nicht genügend Activity-Interesse bestand, fand sich ein Scrabbleteam mit Maxi, Ute und mir, bis dann endgültig die Müdigkeit durchschlug.

Jost

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