Zypern - 20. Mai 2010
Wander- bzw. Lesetag
Nach einem schönen Frühstück, wie immer, ging es auf zu unserer geplanten Wandertour zum Kap Aspro. Günter übernahm die Haushaltsführung wie Abwasch und Aufräumen nach dem Frühstück. Weiterhin sollte Günter heute auf die Vögel aufpassen und das Haus hüten. Wir machten uns gegen 9.45 Uhr auf den Weg nach Pissouri Beach.

- Der bewachte Parkplatz

- Die Strandpromenade
Dort sollte der Weg hoch über das Meer beginnen. Nach einer Stunde erreichten wir unser Ziel und stellten das Auto auf einen bewachten Parkplatz für 2,-€ ab. Um 11.00 Uhr stiefelten wir auf der Strandpromenade los gen Westen. Die ersten Hotelgäste hatten es sich schon auf den Liegen am Strand gemütlich gemacht und ein paar Leute spazierten auf der Promenade umher.

- Die Pissouri Bay
Wie im Wanderführer beschrieben, passierten wir die verlassene Taverne und nach kurzem Hin und Her fanden wir den Anfang des Weges hinter einem breitgetretenen Kieshaufen. Die Lufttemperatur war angenehm etwas über 20°C und so war der Aufstieg auf schmalen Pfaden nicht so schweißtreibend wie unsere erste Wanderung bei 31°C. Schon bald konnten wir die schönsten Aussichten auf die Pissouri Bay genießen. Das Wasser erschien über große Flächen türkies gefärbt und wurde in Richtung Horizont immer dunkler.

- Blick um die Ecke

- Und das war zu sehen
Zuerst gingen wir wieder in eine Schlucht mit einer Bademöglichkeit hinab, welche wir nicht nutzten. Nach kurzer Erkundung der Bucht ging es wieder aufwärts, vorbei an
löchrigen Felsblöcken und sich ständig ändernden Aussichten. Nach einem kleinen Olivenhain
Wirklich klein ging es wie beschrieben durch einen offenen
Ziegenpferch
Ziemlich caotisch.
Dann liefen wir geradeaus, was der falsche Weg war, was Karin nach kurzer Zeit korrigierte, denn sie war die Trägerin des Wanderführers. Am Wegesrand gab es eine Grube mit den Resten
toter Ziegen, welche einen kräftigen Geruch verströmten.

- Aufstieg zum Plateau

- Flotte Wolken
Seit ca. zwei Stunden sahen wir hinter uns noch ein Wanderpärchen und begegneten später noch anderen Wandersleut. Nun nur noch ein kurzer Aufstieg zum Plateau, dort weiter geradeaus in Richtung Westen und nach 2.30 Stunden hatten wir unser Wanderziel erreicht. Es war ziemlich windig und die Wolken zogen am Himmel flott voran.

- Blick Richtung Westen
Der Ausblick auf das Kap und im Hinterland auf die Schluchten und Berge mit vereinzelt stehenden Häusern, einer kleinen Siedlung und einer Militästation, welche mit Radar das ganze Geschehen überwachte, war sehr abwechslungsreich und schön. Wir suchten uns ein nicht ganz so windiges Plätzchen - Karin hatte schon wieder Gänsehaut - , setzten unsere Beobachtungen mit dem Fernglas fort und verspeisten unser mitgebrachtes Brot mit den fetttropfenden Würstchen, Keksen und getrockneten Aprikosen.
Mit einer Frau aus Schwaben kamen wir kurz ins Gespräch. Sie war mit ihrem Mann zur Bucht hinunter gestiegen und da es ihr dort nicht so gut gefiel, war sie schon vor ihrem
Mann auf dem Rückweg. Kurz nach unserem Aufbruch zurück begegnete er uns auch, wir sprachen einige Wort und dann eilte er voraus. Unterwegs konnten wir uns wieder von den halsbrecherischen
„Ziegenweiden”
Unglaubliche Kletterer
beeindrucken lassen - an den unmöglichsten Stellen sind diese Tiere unterwegs.
Wir folgten weiter dem Wanderer vor uns und konnten so etwas abkürzen. In der kleinen Badebucht entschieden wir uns wiederum gegen ein Bad - zu viele große Steine im Wasser - und liefen zurück zum Pissouri Beach. Noch vor dem liegenverstellten Strandabschnitt nahmen wir eine Bank in Beschlag und warfen uns ins türkisscheinende Wasser, welches herrlich erfrischend war und durch den aufgewühlten Sand (?) leicht trübe erschien. Jedenfalls konnte man nicht in die Tiefe schauen.

- Das ist das Schokotörtchen
Herrlich erfrischt entschieden wir uns noch für einen Kaffee und ein Stück Kuchen mit Meerblick. Es mundete uns allen ausgezeichnet - Schoko- und Käsetörtchen und Baklava-Blätterteig mit Nüssen von Honig triefend.
Auf dem Weg nach Hause hielten wir noch kurz an, um Salat zum Abendessen zu besorgen. Gegen 18.00 Uhr kehrten wir wieder zurück nach Klonari. Günter war überrascht, uns schon so früh zu sehen. Er hatte das Haus und die Vögel gut gehütet, sein Buch ausgelesen und war gerade beim Lösen eines Sudokus.
Wir packten unsere Sachen aus und gingen zum gemütlichen Teil des Abends über. Zum Abendessen gab es Spaghetti mit Pesto und Parmesan, dazu einen frischen Mischsalat mit Feta. Nicht lange nach dem Essen verließen uns Günter und Jost und machten sich auf zur Fußballbar an der B6. Wir Frauen stürzten uns auf unsere Bücher. Karin hatte den Brunetti-Krimi schon gegen 23.00 Uhr ausgelesen und setzte sich wegen der kühlen Temperatur nach drinnen zum Tagebuchschreiben. Ich folgte kurz darauf mit meinem Buch. Um Mitternacht waren die Herren noch nicht von ihrem Fußballausflug zurück und noch bis 0.50 Uhr mußten wir auf sie warten - es hatte Verlängerung und Elfmeterschießen gegeben. Gegen 1.30 Uhr konnte wir uns endlich zur Ruhe begeben.
Heidi



