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Soto de Luiña

Mittwoch
2. September 2015

 
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Alte Maßschneiderei

Auch heute wurden wir ohne Wecker wach und waren trotzdem die ersten Gäste im Frühstücksraum. Nach dem Frühstück bestellte ich die Rechnung und wir packten alle mitzunehmenden Güter in die Koffer und Rucksäcke. Schränke und Kommoden wurden mehrfach überprüft, damit ja nichts vergessen würde. Heidis gute Lesebrille blieb verschwunden. Die zehn Tage hier hatten uns mit allen sonstigen Ausgaben 900,-€ gekostet. Das war es auch wert.

Wir verabschiedeten uns herzlich von der Familie und verließen kurz nach 10.00 Uhr Frixe in Richtung Flughafen von Santiago den Compostella, um das Auto zu tauschen. Die Fahrt bis dorthin verlief erwartungsgemäß glatt. Der Autotausch verlief erwartungsgemäß sinnfrei aber gewinnorientiert. Car de Soleil erhielt von mir einen halbgefüllten Tank und ich mußte für den vollen Tank (35 l) des äußerlich identisch blauen KIA wiederum 61,88€ bezahlen. Dass Do You Spain mit unlimitierter Kilometerzahl geworben hatte, interessierte die Dame von Car de Sol nicht. Es sei trotzdem immer noch eine traumhafte Mietrate. Was soll's? Wir packten unser Gepäck um und weiter ging's in Richtung Asturien.

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Begrüßung beim Entré_______________Knabenmode______________Die Bibliothek

Es war inzwischen 12.00 Uhr geworden, aber im Prinzip führte unsere Route ausschließlich über die Autobahn. Die war zwar etwas voller als gewohnt, trotzdem kamen wir auch mit dem Limit von 120 km/h super voran und gegen 14.30 Uhr in unserer neuen Bleibe an. Das Wetter unterwegs lassen wir mal außen vor. Es hatte ordentlich gesaut. Das Hotel „Casa Vieja del Sastre” ist sehr geschmackvoll, wenn auch etwas überladen eingerichtet. Das Zimmer ist in Ordnung und zwei Aufenthaltsräume gibt es außerdem. Nur in einem gibt es einen Fernseher und zusätzlich sogar einen Laptop. WLAN ist sowieso inzwischen Standard. Der zweite öffentliche Raum ist als Bibliothek eingerichtet und Heidi meint es riecht leicht wie bei ihren Großeltern. Hier mußte früher mal Zigarre geraucht worden sein.

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Herrenmode___________________Kleine Ausstellung__________Berufsbekleidung

Wir müßten vielleicht eine Kleinigkeit essen und stiegen zu diesem Zwecke wieder ins Auto. Parallel zur Autobahn fuhren wir auf der ehemals einzigen Straße nach Westen. Eine Straßenkarte Asturien hatten wir noch nicht, aber auch nicht die geringsten Zweifel, daß wir etwas Eßbares auftreiben würden. In einem Dorf gab es eine Bar, vor der zwei Autos parkten. Das genügte, uns dazu zu gesellen. Ja, belegte Brote könnten Sie uns anbieten, Heidi wählte Käse und ich blieb bei Chorizzo, die durchaus unterschiedlich schmecken kann. Der Orangensaft löschte den Durst und ich wäre gern noch ans Meer hinunter gefahren. Auf dem Nachbartisch lag ein deutschsprachiger Wanderführer neben den angelehnten, sehr feucht wirkenden, großen Rucksäcken zweier junger Pilgerinnen. Obwohl sie gleich weiter wollten, durfte ich mich kurz orientieren, wo ist die nächste Strandzufahrt gibt. Die Mädels waren schon zwei Wochen unterwegs und überlegten, ob sie nicht mit dem Zug nach Muxia fahren sollten und dann nur den Rest laufen. Ich fand die Idee nachvollziehbar. Wir wünschten Ihnen „Bon Camino”.

Leider nieselt es immer wieder. Wir fuhren an einen fast menschenleeren Strand, der bei gutem Wetter und Hochsaison gut besucht zu sein scheint. Es gibt einen Grillplatz, Toiletten in sauberem Zustand und derzeit geschlossene gastronomische Einrichtungen. Gut, fahren wir zurück, was über die Autovia schnell ging. Auch in Soto gibt es einen Abzweig, der zu einem Strand führen soll. Die Straße führt unter der Autobahnbrücke hindurch zum Meer. Auch hier sind alle Möglichkeiten vorhanden, aber derzeit ungenutzt. Nur auf dem Campingplatz war betrieb. Als es wieder zu nieseln begann, reichte es uns endgültig. Wir wollten heute gleich mal die Küche im Hotel testen.

Das Restaurant öffnete allerdings erst um 20.30 Uhr. Da war noch etwas Zeit, die wir im Zimmer verbrachten. Als wir dann hinunter gingen, saß dort immerhin schon ein Gast und löffelte seine Suppe aus. Heidi bestellte sich Entenbrust mit Tagliatelle und ich Filet vom iberischen Schwein mit Kartoffeln. Es war beides klasse jedoch war Heidi eine ganze Brust etwas viel. Für einen Nachtisch war trotzdem noch Platz, wir teilten uns eine Variante der Tarta Queso. Dazu gab's übrigens einen Rosé aus der Region. Doch, die Küche kann man empfehlen. Mein abschließender Kaffee war ebenfalls vom Feinsten.

¡Buenas noches!


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