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Oviedo

Donnerstag
3. September 2015

 
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San Isidoro bröckelt

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_Oviedo

Die Straße vor dem Hotel ist nass. Das hört man, wenn ein vorbei­fahrendes Auto das Regenwasser hoch wirft. Haben wir auch nicht anders erwartet. Wir sind trotzdem auf das Frühstück gespannt. Und es hielt, was die Internetseite des Hotels versprach. Obwohl wir die einzigen Gäste waren, ging uns das Herz ob der angebotenen Wahlmöglichkeiten auf. Drei Brotsorten, diverse Kuchen und Backwaren, ordentlicher Käse und mehrere Sorten Schinken, selbst gemachte Marmeladen, auch wenn abgepackt, waren zu haben. „Möchten Sie ein Ei gebraten bekommen, Rühr- oder Spiegelei? Mit Schinken?” So soll es sein. Wir freuen uns schon auf morgen.

Wir fragten, ob sich Oviedo für einen Besuch lohnen würde, was mit einem überzeugten „Sí!” beantwortet wurde. Wir wollten dann auch ziem­lich schnell los, damit wir noch etwas von den Marktaktivitäten des Mercado el Fontan mitbekämen. In einem Parkhaus konnten wir unsere Coche problemlos abstellen. Durch den zentralen Park Campo de San Francisco gelangten wir zu einem Kiosk der Touri­sten­information. Zum Markt geht's davon links ab. Alles Wichtige wurde im Stadtplan markiert, vielen Dank.

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Auf dem Markt__________Nasser Innenhof________Die Markthalle

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Thunfisch___________Languste_______________Obst & Gemüse

Jetzt hörte es auf, langsam zu regnen. Heidi fand trotzdem eine brauchbare Bluse für zehn Euro. Das Wasser wurden nicht nur uns sondern auch den Händlern lästig. Selbst bei den Regenschirmständen war nix los, auch Untertrikotagen gingen schlecht. In der alten Markthalle ist es trocken, laß uns dorthin gehen. Es ist eine tolle Markthalle mit allem was man in der Küche so braucht. Wir können zu sehen, wie der eine oder andere Thunisch zerlegt wird - beeindruckend. An einem der vielen Gemüsestände kostete ich von den Muscatellatrauben und konnte nicht widerstehen. Bäckereien, Fleisch-, Käse-, Gewürz-, Fisch-, Obst- und Gemüsestände bieten ihre Leckereien an. Hier läßt es sich aushalten, trocken und warm.

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Kathedrale San Salvador___________Ein Brunnen_________________Dame in Pink

Draußen regnet es immer noch. Da vorne, die Kirche ist nicht weit, das wird unser näch­stes Ziel. Leider ist kein Durchkommen zum Porta, denn die Feuerwehr hat den Durchgang gesperrt. Dann müssen wir ums Carré gehen, um wieder ins Trockene zu gelangen. Vor dem Kirchenportal ist ein Feuerwehrmann beim Zusammenfegen zerbröselten, wahr­schein­lich durch den Regen gelockerten, roten Sandsteins. Den hätte ich ungern auf's Basecap bekommen, muß ich sagen. Aber da wär ja auch noch der Regenschirm davor gewesen, hätte aber wohl weniger genutzt als gegen den Regen. Innen ist ein riesiger Altar mit viel Gold. Das alles machte Durst auf den Besuch einer Sidreria in der Calle Gascona.

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Schinkenreicher Wirt_____Sehr rustikal_____________So wird eingeschenkt

Gleich in der ersten Schänke auf der linken Seite wurden wir fündig. Rustikales Mobiliar und Holzspäne auf dem Fußboden bestimmten den ersten Eindruck. Das Essen war er­war­tet gut und angemessen teuer. Und wir sahen hier erstmalig das klassische Einschenken des Sidres. Ohne auf das tiefgehaltene Glas oder die hochgehaltene Flasche zu schauen, geht es darum, den Sidre etwas aufzuschäumen. Ich schätze mal, durch die so erreichte Belüftung wird dem eher trockenen Getränk möglichst viel Aroma eingetaucht. Aus­ge­zeich­net nicht nur für den Umsatz, denn ein guter Teil landet bei den Holzspänen. Die Nachbestellung ist nicht wirklich teuer und befördert das Geschäft, wogegen auch nichts zu sagen ist. Wir gingen dann die ganze, ausgewiesene Sidregasse ab und waren im Nachhinein mit unserer Wahl hochzufrieden.

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Blick in den Hof

Das Archäologische Museum war unser nächstes Ziel. Daß der Eintritt in dieses moderne Museum ko­stenlos ist, war ein guter Anfang. Von der Steinzeit über die alten Römer bis ins Mittelalter werden die musealen Fundstücke multimedial unterstützt prä­sen­tiert. Daß dies alles ausschließlich auf spanisch geschieht, ist etwas bedauerlich, aber ein eng­lisch­sprachiges Skript half uns da gut drüber hinweg. In einem Teil des alten Palastes ist dem spanischen Gründungsvater der Archäologie eine eigene Aus­stel­lung gewidmet. In Spanien gibt es zum Beispiel die weltweit ältesten Höhlenzeichnungen zu sehen, wozu man sich aber wegen der limitierten Be­su­cher­anzahl telefonisch anmelden muß. Übers Internet klappte es leider nicht. Na jedenfalls hat sich der Besuch des Museums gelohnt.

Auf dem Weg zum Parkhaus wollte ich noch die Statue Woody Allens sehen. Das gelang erst nach der Umrundung des gesamten Platzes, weil Woody Allen laut Reiseführer diagonal von der Tou­ri­sten­information stehen sollte. Seit Redaktionsschluß muß die Information allerdings versetzt worden sein. Vorhin hatten wir uns dort die Stadtkarte geben lassen. Aber diagonal am anderen Ende des Parkes stand keine Statue, von niemandem. Irgendwann hatten wir sie dann doch gefunden. Für das Abstellen des Autos hatten wir 15,80 Euro zu berappen, oha. Aber dafür war der Museumseintritt ja frei gewesen.

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Wasserfeste Ottana______Diskusionsrunde"_______________Woody Allen/dd>

Das Navi brachte uns bestens aus der Stadt heraus und im Regen zurück nach Soto de Luiña. Zum Abendessen bestellten wir diesmal nur etwas leichtes. Heidi Heidi hatte grünen Salat mit Hähnchenfleisch, wobei letzteres überwog. Ich entschied mich für das Carpacciomit Parmesan. Alles sehr gut.

¡Buenas noches!


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