Asturien - 4. September 2015
Deutschlandspiel

- _Cudillero
Nach dem Frühstück - heute ohne Ei - suchten wir uns eine kurze Wanderung aus dem deutschsprachigen Prospekt der Touristeninformation heraus. Es sollte von San Esteban über 6,3 Kilometer und 444 Stufen zur Praya del Aguilar in der Routenart „Durchfahrt” gehen. Gemeint wahr wohl, daß es eine Streckenwanderung sei. Das offizielle Heft „Natur und Routen” war von einem Programm übersetzt worden, was das Auffinden des Ausgangspunktes verkomplizierte, denn den wichtigsten Punk „el Muelle” hatte das Programm nicht übersetzt. Und der alte Herr, den wir danach fragten, konnte uns nicht weiterhelfen, wahrscheinlich weil er uns nicht verstand.
- Alter Kran_______________Hafenaufsicht___________Alte Schüttgutrampe

- Die Mole zu Füßen
Abends schaute ich im Internet nach, es war die Mole gemeint. Wir brauchten nur durch den alten Industriehafen zu laufen, um zur in 444 Stufen ansteigenden Treppe zu gelangen. Mit der sich vergrößernden Höhe konnte man auch die Sportanlage immer besser übersehen. Direkt am Strand lag ein Freiluftschwimmbecken mit olympischen Abmaßen aber ohne Startblöcke, hm.
- Der Weg nach oben___________Die Kapelle_________________Die Küste

- Playa de Aguilar
Oben kamen wir an der Kappelle des heiligen Geistes an. Der Wanderweg
Karte am Rande
war durchgehend gepfalstert, was ganz schön anstrengend war. Diverse Aussichtspunkte, feste Pavilions teilweise mit
Trinkwasseranschluß machen die Strecke zu einem sehr luxuriösem Wanderweg. Am Zielstrand herrschte absolute Ebbe aber nur meerseitig. In der Bar gab's Wein und Bier zum Thunfischsalat.
Und es gab sogar drei badende Männer zu beobachten und eine junge Frau, die mit ihrem Brot unabsichtlich eine Möwe angelockt hatte. Es gab ein hübsches Bild, wie die Möwe geduldig beobachtend
dicht vor dem Ziel ihrer Begierde stand.
- Naturbecken___________________Am Tunnelende__________Im Zentrum
Für den Rückweg hatten wir uns eine Streckenänderung ausgedacht. Aus der „Durchfahrt” machten wir so eine „kreisförmige”. Das klappte bestens und wir kamen 50 Meter neben dem Auto eine Treppe herunter. Jetzt könnten wir uns noch Cudillero, das vielgelobte Fischerdorf anschauen. Es liegt auf dem Weg. Um einen Parkplatz zu finden, mußten wir durch den ganzen, engen Ort fahren. Sehr interessant. Am Hafen gab's dann auch einen Platz für das Auto. Zufällig fanden wir einen Tunnel, durch den ein Bach fließt und den wir als Fußgänger, wie wir es von Madeira her kannten, passieren konnten.

- Fischgedrängel

- Panorama
Wir kamen oberhalb des eigentlichen Ortszentrums wieder ans Tageslicht. Die Enge des Tales hat dafür gesorgt, daß sich die Ursprünglichkeit des Fischerdorfes erhalten hat. In den Geschäften gibt es Kitsch und Kunst wie überall. Wir beobachteten ein Fischschwarm, dessen Individuen nach irgendetwas schnappten. Wenn die Angler gegenüber wüßten, was hier los ist, daß man die Fische nur einfach mit dem Köcher fangen könnte, wären sie bestimmt schon hier. Oder diese Variante ist ihnen zu unsportlich.
Über Nebenstraßen oder besser die alte Landstraße kehrten wir nach Soto zurück.Wir tingelten noch etwas durch den Ort, füllten die Urlaubskasse wieder auf und kauften etwas Obst und Wein im Supermarkt. Zum Abendessen gab's heute Fisch, bei Heidi Haddock mit Parmesan und bei mir Meerbrasse, beides wie gewohnt exellent.
Vom Länderspiel konnte ich nichts sehen, da RTL über Zattoo nur gegen Entgeld überträgt und andere Streamingkanäle sagten mir auch nicht zu. Blieb nur, per Liveticker auf dem Laufenden zu bleiben. Der 3:1-Sieg brachte das deutsche Team wieder auf Platz 1 der Qualifikationsgruppe. Nur mein Tip (2:1) lag knapp daneben.
¡Buenas noches!



