Deutschland - 12. August 2021
Rund um die Weidatalsperre
Heute wurde der letzte gemahlene Kaffee zum Frühstück kredenzt. Ab morgen gibt's den löslichen. Als Startpunkt für unsere heutige Wanderung um den Weidastausee (13 km) hatten wir uns das Dorf Piesigitz ausgewählt. Wir parkten direkt vor der geschlossenen Dorfschänke. Die wäre das optimale Wanderziel gewesen. So würden wir uns an der Wanderstrecke selbst erfreuen müssen. Nach vielleicht 250 Metern Straße begann der wirklich toller Wanderweg.
- Sonniger Weg__________________Der Stausee___________________Schattiger Weg
Auf schmalem Waldpfad, den See immer links, wanderten wir durch schattige Gefilde. Die erste Stunde begegneten wir niemandem. Er ist beim Überqueren des
Wehres
Das Brückenwehr im Hintergrund am
Übergang zur Vorsperre Pisselsmühle trafen wir eine Frau, die ihren Hund ausführte. Später folgte ein radfahrendes Pärchen, bevor wir am Rastplatz über der Karpfenwiese einen
Reußen trafen. Der Solowanderer aus dem Schwarzatal äußerte sich begeistert über seine bisherige Tour.
Der Rastplatz war übrigens, vor allem wegen seiner beeindruckenden Aussicht, der schönste der Runde. Eigentlich hätten wir hier unser Picknick abhalten sollen.
- Am Karpfenteich_____________Der Grobisch"________________Die Staumauer
So gingen wir über den Grobisch auf dem kürzestem Wege zu den Kaskaden, die im Fall des Falles ein gefahrarmes Überlaufen der Talsperre ermöglichen sollen. Das imposante Bauwerk ist sicher eine ingenieurtechnische Meisterleistung. Leider entsprach die Wasserqualität des Rückhaltebeckens nicht unseren Ansprüchen an einen Badesee. Wir hatten aber immerhin schon dreiviertel des Parcours absolviert und würden später auch duschen können. Der Weg verschwand hinter der Staumauer wieder im Wald, blieb schmal, bevor er breiter wurde und wir begeistert von dieser Runde wieder in Piesigitz ankamen.
- PDie Kaskade________________Und dazwischen...____________Kein Badesee
Die Dorfschenke blieb verrammelt. Uns blieb nur der Weg der Selbstversorgung. Im Pausaer „Netto” kauften wir vier Bier, sechs Eier, zwei Melonen und ein paar Nüsse. Zwei Bier kamen gleich ins Tiefkühlfach zum baldigen Verzehr. Da wir heute Abend das Gasthaus „Grünes Tal” beehren wollten, gingen wir erst mal duschen. In frischen Klamotten fühlten wir uns noch wohler.
Gegen 18.00 Uhr betraten wir coronagerecht die leere Gaststube, nur im Biergarten sahen wir Leute. Bei einem handelte es sich um den Wirt, der sich sehr für unsere Maskerade bedankte und darauf hin wies, dass wir hier in Sachsen wären, was bedeutete, daß es keiner Maske bedürfe. Wir bedankten uns für den Hinweis und nahmen in sicherem Abstand an einem der Terrassentische Platz. Unser Wirt hatte die Küche schon sehr gelobt und die Fischgerichte noch herausgehoben. Deshalb entschieden wir uns beide für die Fischplatte. Drei Sorten Fisch mit hausgemachter Kräuterbutter und Reis erwiesen sich als eine gute Wahl. Heidi ließ den Reis durch Pommes ersetzen und forderte einen Tomaten Salat dazu.
Um uns die Zeit des Wartens zu verkürzen, ließ uns der wird die aktuelle Nummer des „Erdachsenkuriers” zukommen. Vor über 100 Jahren hatten pfiffige Unternehmer und Politiker Pausa bekannter machen wollen und erklärten einen Punkt im Rathause zum Durchstoßpunkt der Erdachse. Und diese Erdachse muss selbstverständlich auch gut geölt werden. Verantwortlich dafür zeichnet die Schmiernippelscharnierkappenkommission oder so ähnlich.
Und schon war das Essen da. Wir waren wirklich sehr zufrieden. Die Fische waren auf den Punkt gebraten und auch die Beilagen fanden unseren Beifall. Wir bestellten gleich Einen Tisch für Sonntag, denn am Samstag findet hier eine geschlossene Veranstaltung statt. Dann eben Sonntag.
Heute schauten wir später zum wiederholten Male „Alles auf Zucker”. Wir haben uns erneut köstlich amüsiert. Nach den Nachrichten, den späten, wollten wir dann noch mal den Persiiden beim Verglühen zuschauen, füllten uns Wein in unsere Gläser und die gingen hinunter an unseren Stammplatz hinterm Haus. Es war stockfinster (Neumond?) Und somit ideal zum schnuppern gucken. Allerdings wären wir fast über unsere Gastgeber gestolpert, die die selbe Idee wie wir gehabt hatten. Sie baten uns dann sich doch zu Ihnen zu setzen, holten bequeme Stühle und boten uns auch von ihrem Wein an. Sehr nett! Obwohl wir eigentlich nur kurz frische Luft in angenehmen Ambiente mit attraktiven Einlagen hatten schnappen wollen, saßen wir plaudernd und staunend bis 0.30 Uhr mit Adelheid und Gerd zusammen.
Gute Nacht!



