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Pöhltalsperre

Freitag
13. August 2021

 
|Übersicht|
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______Plauen

Erkundung der Pöhltalsperre

Nachdem wir ausgeschlafen und gefrühstückt hatten, der Instant­kaf­fee war besser als be­fürchtet, bereiteten wir uns auf den heutigen Badetag vor. Auf dem Pöhlstausee wurden auch Dampferfahrten angeboten, die erst um 11.00 Uhr. Das Navi meinte, wir kämen um 10.57 Uhr an. Das würde wohl nicht reichen. Über viele Nebenstraßen stießen wir an den See vor. Parkplätze wurden rechts und links ange­boten, auf die Anlegestelle wies nichts hin. Ich entschied mich für links, was uns auf einen Parkplatz brachte, auf dem die meisten Besucher nicht wirklich parkten, sondern neben oder vor ihren Gefährten Tische und Stühle aufgestellt hatten und derart ihre Naturverbundenheit demonstrierten. Bloß weg hier.

Inzwischen war es 11.00 Uhr geworden und wir fuhren am Ufer entlang. Plötzlich tauchte ein Parkplatzschild mit den Hinweisen „Badestelle” und „Anlegestelle” auf. Beides ent­sprach unseren Wunschvorstellungen. Es wa­ren ausreichend von Bäumen beschattete Stellplätze frei. Leider gab es auf dem Parkplatz selbst keine Ori­entierungshilfen, sodaß wir ein Pärchen nach dem Weg zur Anlegestelle fragten. „Gleich hinter der Staumauer links.” lautete die Antwort. Na toll, wieder retour.

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Hinter der Staumauer"/dd>
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Die Anlegestelle

Als wir dann auf der Staumauer standen und die Entfernungen abschätzen, schlug ich vor, doch gleich die Badesachen mitzunehmen. Die momentan 200 Meter zum Auto waren schnell zurückgelegt. Der Kletterpark war circa einen Kilometer von unserem Parkplatz ent­fernt. Der zweite, allerdings viel stärker frequentierte, aber nur 600 Meter entfernte Park­platz war uns nicht an­gezeigt worden. In dieser Richtung lag auch die wohl­gepflegte Badewiese. Der Stausee bot beste Wasser­qualität bei spiegelglatte Oberfläche und ange­nehmer Temperatur. Nahe eines großen Haselnußgebüsches würde in absehbarer Zeit der Schatten die Oberhand gewinnen.

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Talsperre Pöhl

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Bistro am Ankerplatz

Wir breiteten unsere Mensch-ärgere-dich-nicht-Badetü­cher aus und schmierten unsere empfind­lichen Haut­partien mit schützen­der Creme ein. Jeder ging drei Mal ausgiebig schwim­men. Heidi las in meinem Möbelbuch und ich ver­suchte, dem Tagebuch mehr Aktu­a­lität zu geben. Dabei wurde meine rechte Rückenpartie dank des fünfziger Schutz­faktors nur leicht gerötet, wie Heidi bemerk­te. Insgesamt können wir die Lokation voll empfehlen. Saubere Toiletten, diverse Verpflegungs­mög­lichkeiten, selbst die neben uns kampierenden Badener lobten das Umfeld und wunderten sich über die kostenlose Zurverfügungstellung.

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Im Biergarten

Zum Abschluß des erholsamen Ba­de­tages wollten wir dann in Plauen zu Abendessen. Wir orien­tierten uns einfach in Richtung Zentrum. Es würde sich schon etwas finden. Und wieder hatten wir Glück. Ein freier, gebüh­ren­pflichtiger Parkplatz bot sich an. Als wir das Ticket lösen wollten, stellte sich heraus, dass wir schon im gebüh­ren­freien Zeitfenster nach 17.00 Uhr lagen. Klasse! Wir gingen einfach die Straße ein paar Schritte weiter und standen vorm „Alten Handelshaus”, das mit seinem Biergarten warb. Das gefiel uns, Heidi hatte das Haus heute schon hochgelobt im Internet gefunden. Wir waren gespannt. Beinahe hätten wir allerdings etwas anderes gesucht, denn wir hatten wieder einmal nicht reserviert und der Biergarten war voll. Nur drinnen wir noch Platz. Als wir auf dem Haken kehrt machen wollten, bat die Platzierende um einen Moment, prüfte ihre Reservierungen und bot uns einen Zweiertisch direkt neben ihrem Servicetisch an. Na gut, hier war zwar viel Verkehr aber dadurch wurde es auch nie langweilig, obwohl wir fast eine Stunde auf unsere Speisen warten mußten. Eine große Geburtstagsgesellschaft neben uns hatte wohl kurz vor uns ihre Essen bestellt. Ein Hinweis darauf wäre nett gewesen.

Ansonsten war Anke, wie das gesamte Personal aufmerksam, freundlich und stets bemüht, die Erfüllung der Wünsche ihrer Gäste nicht in die Länge zu ziehen. Als dann Heidis Viertelente mit dem eigentlich unerwünschten Rotkohl und dem mit Spannung erwarteten Bambes ebenso serviert wurde wie mein Kalbsschnitzel mit selbiger Beilage, war die beinahe unerträglich hier Wartezeit schnell vergessen. Alles schmeckte sehr gut. Zu guter letzt teilten wir uns ein Mousse au Chocolat, das den passenden Abschluß bildete. Danke Anke!

Wir drehten noch eine kleine Verdauungsrunde um die alte Stadtmauer, vorbei an der ältesten, noch existierenden Restauration Plauens, alten Bürgerhäusern und der alten Feuerwache zurück zum Auto. Eine halbe Stunde später parkten wir wieder auf Mittelhöhe ein. Ein wunderbarer Urlaubstag ging zu Ende. Aber da war dann noch die Übertragung des Eröffnungsspiels der neuen Bundesligasaison, das auf SAT.1 übertragen wurde, Borussia Mönchengladbach gegen Bayern München. Am Ende stand es Unentschieden 1:1 wobei München sich nicht hätte wundern dürfen, wenn der Schiedsrichter den einen oder anderen Elfmeter gepfiffen hätte - Bayerndusel!

Gute Nacht!

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